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„Rückkehr ins Leben“ – Ausstellung mit Zeitzeugen in Bernau eröffnet

 
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Bernau: Wie bereits von uns angekündigt, eröffnete am Dienstagabend, dem 28. Februar, die Ausstellung „Rückkehr ins Leben“ im Paulus-Praetorius-Gymnasium Bernau.

Die Wanderausstellung gedenkt den Leidensweg der Sippen- und Sonderhäftlinge, die am 28. Februar 1945 mit einem Zug durch Rüdnitz und Bernau fuhren und als Geiseln der SS in die Alpen verschleppt wurden. Unter ihnen Angehörige der Widerstandskämpfer Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg oder Cäsar von Hofacker, die als Faustpfand für Verhandlungen mit den Westalliierten dienen sollten.

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Etwa 120 Zuhörer und Gäste, darunter viele Schüler des Paulus Gymnasium oder der Bürgermeister von Bernau André Stahl, folgten der Einladung der CDU Fraktion Brandenburg zur Ausstellungseröffnung.

Nach einer musikalischen Intrada mit Stücken aus „Schindlers Liste“, gespielt von Schülern des Paulus Gymnasiums, begrüßte der stellv. Schulleiter Udo Hummrich die Gäste bevor er das Wort an den Vorsitzenden der CDU Fraktion im Landtag Brandenburg, Ingo Senftleben übergab.

Senftleben zeigte sich Stolz, dass die Ausstellung den Weg aus Tirol nach Bernau gefunden hat und betonte, dass es eine Pflicht sei an solche Ereignisse zu erinnern. Gerade auch dann, wenn der Barnim ein Teil davon sei.

Im Anschluss berichteten Werner von Scheven, Generalleutnant a. D. der Bundeswehr und Alfred von Hofacker, Sohn von Cäsar von Hofacker, der am 20. Juli 1944 den Umsturzversuch in Paris leitete als Zeitzeugen von Ereignissen rund um diese Zeit. 

So war Caesar von Hofacker als damaliger deutscher Offizier der Luftwaffe, am Attentat vom 20. Juli 1944 auf Hitler beteiligt.

„Durch seinen Freund Fritz-Dietlof Graf von der Schulenburg seit 1942 über die militärische Verschwörung gegen Hitler unterrichtet, ließ er sich 1943 in den persönlichen Stab von General Carl-Heinrich von Stülpnagel versetzen und stellte die Verbindung zwischen der militärischen Opposition in Paris und Berlin um seinen Vetter Claus Schenk Graf von Stauffenberg her.

Er verfügte über Kontakte zur Résistance und zum Komitee Freies Deutschland für den Westen in Frankreich. Hofacker versuchte Anfang Juli 1944, Erwin Rommel für die Verschwörung zu gewinnen, leitete am 20. Juli 1944 den Umsturzversuch in Paris und wurde nach dessen Scheitern verhaftet.

Die Nationalsozialisten sahen von Hofacker als „Kopf des Putsches“ in Frankreich an. Er wurde am 30. August 1944 vom Volksgerichtshof zum Tod verurteilt und am 20. Dezember desselben Jahres in Plötzensee erhängt.

https://youtu.be/lN2hqqPZ6qw

Die drei jüngeren Kinder, Christa, Alfred und Liselotte, wurden im Sommer 1944 von der Gestapo in ein Kinderheim in Bad Sachsa gebracht. Über 40 Kinder aus Widerstandsfamilien waren dort untergebracht. Dass Caesar von Hofacker hingerichtet worden war, erfuhren seine Frau und die beiden älteren Geschwister im KZ Stutthof (Sippenhaft). Erst im Juli 1945 trafen alle Hofacker-Kinder und ihre Mutter wieder zusammen…“ (Quelle: Wikipedia)

Die Ausstellung „Rückkehr ins Leben“ ist noch bis zum Ende des Monats, während der Schulzeiten, im Foyer des Paulus-Praetorius-Gymnasium in Bernau zu sehen.

 

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