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Polizei fasst Kinderporno-Ring – ein Beschuldigter aus dem Barnim

Unfassbare Taten

Bernau (Münster): Am heutigen Samstagmittag fand durch das Polizeipräsidium Münster eine Pressekonferenz anlässlich mehrerer Festnahmen im Zusammenhang des Vorwurfes zum schweren sexuellen Missbrauch von Kindern statt.

Hierbei informierte die Polizei sehr schockiert, ausführlich und emotional über den Ermittlungsstand der Zerschlagung eines Kinderporno-Rings mit einem Beteiligten aus Finowfurt.

Bereits in den vergangenen Wochen, maßgeblich aber am vergangenen Freitag, fanden in mehreren Bundesländern sowie im Landkreis Barnim Hausdurchsuchungen und Festnahmen durch die Polizei statt.

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Insgesamt wurden hierbei sechs Männer und eine Frau festgenommen denen vorgeworfen wird, sich an drei Kindern mehrmals und auf widerlichste Art und Weise, vergangen zu haben. Bei den Opfern handelt es sich um drei Jungen im Alter von 5, 10 und 12 Jahren, die zum Teil zum engen Familienumfeld der beschuldigten Personen gehören. Hauptopfer ist ein 10jähriger Junge aus Münster.

Ausgangspunkt der Ermittlungen, war ein Verfahren aus dem Jahr 2018, in welchem kinderpornografisches Material im Darknet zum Download angeboten wurde. Durch die Ermittlung der IP-Adresse führte die Spur zu einem landwirtschaftlichen Betrieb im Kreis Coesfeld. Dort war der 27-jährige Hauptbeschuldigte aus Münster als Administrator beschäftigt. Bereits am 7. Mai 2019 wurde die Wohnung des Beschuldigten durchsucht, hierbei wurden umfangreiche Mengen an hochprofessionell verschlüsselten Datenträgern gesichert.

Erst am 12. Mai diesen Jahres gelang es den Experten der Polizei, einen der sichergestellten Laptops zu entschlüsseln. Auf dieser Festplatte befanden sich unfassbar viele kinderpornografische Dateien und ebenso viele Bilder mit kinderpornografischen Handlungen zum Nachteil des 10-jährigen Jungen aus Münster. Hierbei erstreckt sich die Tatzeit nach bisherigen Erkenntnissen vom November 2018 bis Mai 2020.

Das Polizeipräsidium Münster übernahm am 13. Mai die Ermittlungen aufgrund des Wohnsitzes des Beschuldigten. In den frühen Morgenstunden des 14. Mai wurde der Hauptbeschuldigte festgenommen. Das bis hierhin unbekannte 10-jährige Opfer war nicht bei ihm. Der gesuchte Junge wurde durch zwei Bekannte des Festgenommenen nach Münster gebracht und konnte dort der Polizei übergeben werden. Erst später stellte sich heraus, dass die beiden Bekannten aus Hannover ebenfalls Täter sind.

Bei einer Durchsuchung einer Gartenlaube, am 15. Mai 2020 , die der Mutter des Hauptbeschuldigten gehört, fanden die Beamten in einer Zwischendecke versteckte Technik, Festplatten, eine Videoaufzeichnungsanlage und Shuttle-PCs. Eine dieser Festplatten, die an der Videoanlage installiert war, enthielt keine Daten mehr. Die gelöschten Daten wurden von Experten des Polizeipräsidiums Münster, am 04. Juni, wiederhergestellt und enthielten einen Videofilm auf dem sexuelle Handlungen schwerster Art an dem 5- und 10-jährigen Opfer vorgenommen wurden.

Am 25. und 26. April 2020 trafen sich 4 der insgesamt 7 Festgenommen, unter anderem auch der 43-jährige aus Finowfurt und missbrauchten sowohl das 10-jährige, als auch das 5-jährige Opfer unzählige Male und wechselseitig über Stunden. Die bis dahin unbekannten 3 weiteren Männer konnten sehr schnell identifiziert und noch am 04. Juni 2020 unter anderem auch in Finowfurt festgenommen werden. Die Festnahme des Brandenburgers erfolgte mit hohem Polizeiaufgebot und dem Einsatz des Sondereinsatzkommandos.

Die Gartenlaube in dem das Martyrium der beiden Kinder stattfand, wurde dem 27-jährigen Münsteraner von seiner Mutter zur Verfügung gestellt, in dem Wissen, welche Gräueltaten sich dann dort abspielen werden. Auch die Mutter muss sich nun wegen Mithilfe verantworten.

Das dritte Opfer, ein 12-jähriger Junge, wurde ebenfalls bei der Auswertung des Datenmaterials identifiziert und ist der Neffe des Beschuldigten aus Kassel.

Im Zusammenhang mit diesen Ermittlungen wurden insgesamt 12 Objekte durchsucht und überall umfangreiches Datenmaterial gefunden und gesichert. Darunter insbesondere elektronische Speichermedien. In einem weiteren Objekt in Münster befand sich in einem Keller ein komplett eingerichteten Serverraum mit 7 Servereinheiten. Eine Servereinheit hat ein Speichervolumen von 160 Terabyte. Aufgrund der sichergestellten Menge von codierten Datenträgern können die Ermittlungen noch Monate andauern, so die Polizei.

Keiner der Festgenommenen, mit Ausnahme eines Beschuldigten aus Köln hat bisher eine Aussage gemacht. Der 27-jährige Hauptbeschuldigte aus Münster wurde in der Vergangenheit bereits zweimal wegen dem Besitz und der Verbreitung kinderpronorgrafischer Schriften verurteilt. Diese Verurteilungen erfolgten im Jahre 2016 und 2017, sie wurden jedoch beide Male zur Bewährung ausgesetzt.

Der Polizeipräsident von Münster, Rainer Furth, sprach während der Pressekonferenz von „abscheulichem Dreck“ und zeigte sich fassungslos über das Ausmaß der Gräueltaten. 

 

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