Anzeige
Holland-Park - Bild kann nicht geladen werden.  
 
           +++ Aktuelle Kurzmeldungen +++
Wetter am Mittwoch: Mix aus Sonne und Wolken, Anfangs 2- später bis zu 10 Grad
Verkehr in- und um Bernau: Aktuelle Verkehrshinweise findet Ihr täglich in unseren Morgenbeiträgen.

Politischer Aschermittwoch der LINKEN im Ofenhaus Bernau

»Das Traumschiff der LINKEN«

Nachrichten aus Deutschland und der Welt (Testbetrieb)

Bernau / Barnim: Unter dem Motto »Das Traumschiff der LINKEN« lud DIE LINKE am gestrigen Mittwochabend, den 14.02.24, zum politischen Aschermittwoch ein.

Dem Aufruf folgten zahlreiche Gäste und so füllte sich das Ofenhaus in der Bernauer Weinbergstraße bis auf den allerletzten Platz zum politisch-satirischem Kehraus.

Bereits zum 13. Mal, also fast schon traditionell nutzt die Fraktion den Aschermittwoch, um auf humorvolle Art und Weise das vergangene politische Jahr Revue passieren zu lassen.

Anzeige
 

Hierbei bleiben sowohl die engsten Amtskolleginnen und Kollegen aus der Stadtverordnetenversammlung als auch auf Landes- und Bundesebene nicht verschont. Und so sorgte der politische Aschermittwoch der Grünen, der aufgrund von Bauernprotesten im weit entfernten Biberach kurzfristig abgesagt werden musste, für einen gelungenen Einstieg und den ersten Lacher!

Das Traumschiff der LINKEN blieb auf Bundeskurs, denn gerade die eigene Partei befand sich in den vergangenen Monaten auf hohem Wellengang und sorgte am gestrigen Abend für so manchen Schenkelklopfer. Selbstironisch wurde der Parteiaustritt von Sahra Wagenknecht und damit die Parteigründung des BSW unter die Lupe genommen. Besonders dass man im Bündnis Sahra Wagenknecht kein Parteimitglied, aber durchaus Unterstützer oder Spender werden kann, sorgte im gut besuchten Ofenhaus für Erheiterung.

Doch nicht nur ehemalige Parteimitglieder bekamen am gestrigen Abend eins auf den Deckel, auch die amtierenden Parteikollegen und der Umgang mit dem „in Schräglage geraten Parteischiff“ sorgte für manchen Kalauer.

So erzählte „Stargast“ Sebastian Walter in seiner Rede, dass er am vergangenen Sonntag von seiner Partei eine „Sprachregelung“ zu der in Teilen wiederholten Bundestagswahl in Berlin bekommen habe. Diese Regelung gibt vor, was Walter im Falle einer Presseanfrage zum Wahlergebnis sagen dürfe. Da die LINKEN bei der Wiederholung der Bundestagswahl ein Plus von 0,1 % einfuhr, wäre Walter im Ernstfall ziemlich sprachlos gewesen, denn die Partei hatte ihm lediglich eine Sprachregelung für ein negatives Ergebnis zukommen lassen. „Gott sei Dank hat keine Presse angerufen.“, so Walter weiter.

Natürlich ging es auch der Ampel an den Kragen. Mit dem Stück „Die heiligen drei Könige“ sorgten Olaf – der Vergessliche, Christian – der Verhinderer und Robert – der Wendige für tosenden Applaus bei den Gästen. Diese waren zu Fuß nach Bernau gekommen, da ihnen die Bauern keine Esel ausliehen. Auch der Sparkurs der Bundesregierung wurde auf den Prüfstand gestellt und zusammen überlegte man, wie man 60 Milliarden Euro beschaffen könne. Allein die Rüstungsausgaben von mehr als 50 Milliarden Euro im Jahr sahen die LINKE als Einsparpotenzial. Doch dazu später mehr.

Natürlich bekamen auch die Bernauer Stadtverordneten ihr Fett weg. So befasste sich ein Programmpunkt mit dem CDU-Wunsch nach einem Wanderfalkenpaar „Falco Peregrinus“ zur Bekämpfung der Stadttauben. Aber auch die BVB Freien Wähler, allen voran Péter Vida musste einiges aushalten. Hier gingen die LINKEN der Frage nach, wer bei klarem Menschenverstand in eine Orange beißen würde oder wie viel Sinn es macht, Verbote zu verbieten.

Für den Höhepunkt des Abends sorgte auch in diesem Jahr der Auftritt des Überraschungsgastes „Max Schlemmerich“. Angelehnt an die Figur von Hape Kerkelings „Horst Schlämmer“ begeisterte der schrullige Max mit seiner chaotischen Art das Publikum. Besonders auf die CDU hatte es Schlemmerich abgesehen, um so enttäuschter war die Erkenntnis, dass Daniel Sauer erst später am Abend hinzukam und so musste Frank Goral für ein bisschen Spaß herhalten.

Neben all den humorvollen politischen Themen fanden die LINKEN auch immer wieder ernste Momente, in denen sie auf die verschiedenen Kriege dieser Welt hinwiesen. Sebastian Walter rief zum weltweiten Frieden auf und beschimpfte die Rüstungs-Politik der Bundesregierung. „Krieg hat niemals etwas Gutes, denn es sterben dabei Menschen! Menschen sterben niemals für Freiheit oder Demokratie, sondern für Interessen Einzelner, für die es sich nicht zu sterben lohnt.“

In diesem Sinne wählte die LINKE für ihren politischen Aschermittwoch ein Kriegslied des Liedermachers Hannes Wader aus dem Jahre 1980 aus. Mit „Es ist an der Zeit“ wurde es bei allem Spaß noch einmal nachdenklich im Saal.

Zu guter Letzt verabschiedeten sich der Traumschiff-Kapitän sowie seine Crew bei ihren applaudierenden Gästen und ließen den Abend gemütlich im Hafen ausklingen.

 

Anzeige
enthält Werbung
Schaltfläche "Zurück zum Anfang"
Skip to content