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Lok Bernau nach Verlängerung: Hier zählte am Ende das Ergebnis

 
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Bernau: Der SSV Lok Bernau setzte sich am gestrigen Sonntag im märkischen Derby der 2. Basketball-Bundesliga ProB Nord nach Verlängerung mit 85:83 (40:38, 74:74) gegen den Tabellenvorletzten RSV Eintracht Stahnsdorf durch. Die Bernauer konnten sich den Heimsieg erst nach der regulären Spielzeit erkämpfen und stehen nun vorzeitig als Hauptrundenerster in der Nordstaffel fest. Pierre Bland war dank einer starken Vorstellung mit 24 Punkten Topscorer der Lok.

Trotz der unterschiedlichen Vorzeichen versprach das Brandenburg-Derby bereits im Vorfeld viel Spannung. Die Gäste aus dem südwestlichen Berliner Umland trennten sich dazu vor dem Derby kurzfristig von Trainer Thomas Roijakkers. Für die anstehenden Playdowns und die verbleibenden Hauptrundenspiele übernahm der bisherige Co-Trainer Denis Toroman die Verantwortung an der Seitenlinie. An Motivation fehlte es dem Tabellenvorletzten trotz des drohenden Abstiegs nicht. Dass der RSV auch mit den Topteams der Liga mithalten kann, haben sie in vielen knappen Hauptrundenspielen gezeigt. Mit einem schnellen 8:0-Lauf erwischten die Gäste auch den besseren Start. Auf Seiten des Tabellenführers schickte Lok-Headcoach René Schilling Pierre Bland, Jannes Hundt, Robert Kulawick, Tim Schneider und Jonas Böhm aufs Feld. Erst nach rund zwei Minuten markierte Tim Schneider per Dreier die ersten Bernauer Punkte.

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Es entwickelte sich ein offenes Spiel, in dem sich der SSV zu einer ersten Führung mühen musste (11:10, 6. Minute). Mit einem Dreier bescherte Colin Craven dem Außenseiter aus Stahnsdorf eine hauchdünne Viertelführung (16:17, 10. Minute). Zwei weitere Dreier zu Beginn des zweiten Abschnitts durch Jannes Hundt und Ferdinand Zylka verschafften Gastgeber Bernau ein kleines Polster (22:17, 12. Minute). Allerdings hatten die Lok-Korbjäger große Probleme den Stahnsdorfer Joshua Adeyeye zu kontrollieren. Der US-Amerikaner erzielte in der ersten Halbzeit fast die Hälfte aller Gästepunkte und war am Ende mit 32 Punkten bester Offensivposten beim RSV. Die Partie blieb ausgeglichen, Kevin Wohlrath sorgte vom Halbkreis für den 40:38 Pausenstand.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Brandenburg-Derby zwischen dem Tabellenersten und dem Elften ein offenes Spiel auf Augenhöhe. Die Eintracht kämpfte aufopferungsvoll und bestrafte die Bernauer Fehler. Mit einem 9:2-Lauf zu Beginn des Schlussviertels stellten die Stahnsdorfer die Weichen zwischenzeitlich auf Sieg und setzten sich erstmals deutlich ab (54:63, 32. Minute). Nach einer Auszeit kämpfte sich der Favorit nach und nach zurück. Ein Dreier von Pierre Bland und der anschließende Dunking von Kevin Wohlrath ließen die ausverkaufte Erich-Wünsch-Halle jubeln (70:69, 37. Minute). In der hitzigen Schlussphase der regulären Spielzeit konnte kein Team den entscheidenden Treffer landen. Mit 74:74 ging es in die Verlängerung, in der die Hausherren die Kontrolle übernahmen. Ein Dreipunktspiel von Robert Kulawick und der starke Einsatz von Nino Valentic brachten eine kleine Führung. Bis auf 83:77 konnte die Lok nach einem Korbleger von Robert Glöckner absetzen (44. Minute). In den Schlusssekunden konnte Adeyeye für Stahnsdorf noch einen Dreier zum 84:83 einnetzen. Nach dem anschließenden Foul an Robert Kulawick, verwandelte dieser den ersten Freiwurf souverän und verwarf den zweiten Versuch absichtlich. Die eine Sekunde Restspielzeit ließ keinen Angriff mehr zu und der SSV Lok Bernau konnte einen hart erkämpften 85:83 Heimsieg feiern. Bei den Bernauern zeigte Pierre Bland einmal mehr eine überragende Leistung. Neben seinen 24 Punkten kam der US-Amerikaner auf acht Rebounds, acht Assists sowie drei Steals.

Lok-Headcoach René Schilling: „Es gibt Spiele, da zählt am Ende nur das Ergebnis. Dieser Sieg heute gehört in diese Kategorie. Wir hatten heute viel Mühe. Es gab viele Situationen, in denen wir durch Unkonzentriertheit und vermeidbare Fehler schnelle Gegenpunkte kassiert haben. Der RSV hat sich dadurch Selbstbewusstsein und eine echte Chance auf den Sieg erspielt. Im vierten Viertel haben wir dann das Spiel aber wieder in die Hand genommen und uns über die Verlängerung zum Sieg gekämpft.“

Vor dem letzten Spieltag der Hauptrunde steht der SSV Lok Bernau als Tabellenerster der ProB Nordstaffel fest. Die Bernauer werden damit in der ersten Playoff-Runde auf den Tabellenachten der ProB Süd treffen. Das erste Playoff-Spiel wird am 11. März um 15.00 Uhr als Highlight im Rahmen eines Doppelspieltags mit Kooperationspartner ALBA BERLIN in der Mercedes-Benz Arena stattfinden. Tickets hierfür sind im Vorverkauf zum Sonderpreis über die Geschäftsstelle oder auch am kommenden Samstag beim Lok-Heimspiel erhältlich.

Am letzten ProB-Spieltag gastieren die Herzöge Wolfenbüttel in der Erich-Wünsch-Halle Bernau. Die Niedersachsen stecken als Tabellenzehnter noch mitten im Kampf um die Playoffs. Wolfenbüttel liegt punktgleich hinter Wedel und Rostock. Zusammen mit den Itzehoe Eagles kämpft das Quartett um die letzten beiden vakanten Playoff-Plätze im Norden. Im Hinspiel Anfang Dezember konnte sich der SSV erst nach Verlängerung 84:74 bei den Herzögen durchsetzen. Alle Spiele in der ProB beginnen am kommenden Samstag zeitgleich um 19.30 Uhr.

Viertelstände: 16:17, 40:38, 52:54, 74:74, 85:83

SSV Lok Bernau: Pierre Bland (24 Punkte), Robert Kulawick (13), Kevin Wohlrath (11), Ferdinand Zylka (8), Tim Schneider (7), Jonas Böhm (4), Timajh Parker-Rivera (4), Nino Valentic (4), Jannes Hundt (3), Nico Adamczak (0)

RSV Eintracht: Antoine Myers (32 Punkte), Joshua Adeyeye (26), Colin Craven (9), Joshua Smith (8), Niko Schumann (5), David Herwig (2), Dennis Teucher (1), Yannick Hildebrandt (0), Philipp Jahn (0)

Danke an Ricardo Steinicke für den Spielbericht.

 

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