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Frischer Kaffee und den Geruch eines Intershop in der Nase

Bernau: Guten Morgen da draußen. Wir hoffen, Ihr hattet einen ausgeschlafenen Tagesstart und einen guten Weg zur Arbeit.

Ich hab mich mit Müh und Not ins Büro geschleppt, sitze noch etwas verpeilt mit meinem Pott Kaffee in Hand und überlege was ich denn so schreiben könnte. Da fiel ich schmunzelnd über ein Stück DDR Konsum-Geschichte.

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Heute, vor genau 54 Jahren, wurde in der damaligen DDR die Einzelhandelskette “Intershop” eingeführt. In diesen Geschäften konnte man ausschliesslich mit Devisen oder so genannten “Forum Schecks” bezahlen und erhielt dafür z.B. Nahrungsmittel, Tabakwaren, Kleidung, Spielwaren, Schmuck, Kosmetika, technische Geräte oder Tonträger “westlicher” Produktion. Gedacht waren diese Geschäfte ursprünglich für Transitreisende. (“Und für mich”)

Als ich, als altes Prenzelberger Ossi Kind, das erste Mal einen solchen Intershop betrat war ich überwältigt vom Aussehen der Shops, dem Angebot und vor allem vom Geruch. Es gab damals kaum etwas was toller roch, als ein Intershop. Kennt noch jemand diesen Geruch??? Unglaublich. So stellte ich mir jedes Geschäft im “Westen” vor. Ich glaube ja bis heute, dass die Shop-Mitarbeiter irgendwas versprüht haben. Denn als sich später die Grenzen öffneten, war ich ziemlich enttäuscht, dass nicht ein Geschäft oder Discounter im “Westen” solch einen tollen Geruch aufwies. Mit dem Fall der Mauer war dieser Geruch irgendwie komplett verschwunden.

Ich weiss gar nicht, wem ich mehr folgte, den Waren oder dem Geruch. Jedenfalls setze ich alles daran, an D-Mark oder Forum-Schecks zu kommen um dort Stammkunde werden zu können und mit großem Neid schaute ich des Öfteren auf all die Menschen, die dort einkaufen konnten.

Mit einiger Raffinesse und gutem Geschäftssinn gelang es mir irgendwann über tausend Ecken, an Autoradios westlicher Produktion zu gelangen. Meist waren es billige Blaupunkt-Geräte. Diese lies ich damals relativ preiswert bei “Wegert” in der West-Berliner Potsdamer Straße besorgen und verkaufte diese dann im Ostteil der Stadt mit einem “kleinen” Aufschlag. Insofern gelang es mir hin und wieder an die nötige Intershop-Währung zu kommen.

Später hatte ich dann noch ne gute Freundin, deren Mutter in einem dieser Intershops arbeitete. Dies war, neben der persönlichen Bereicherung der Person an sich, auch eine gute strategische Entwicklungsmöglichkeit meines kleinen “Unternehmens”. Fortan wurden meine Intershop-Besuche dann sehr viel regelmäßiger.

Irgendwann kam die Wende und somit verschwanden mein kleines “Unternehmen”, die Intershops und der unvergessliche Geruch.

Für die DDR Waren die über 400 Intershops eine lohnende Sache. So brachten sie der stark verschuldeten Republik bis zu einer Milliarde D-Mark jährlich ein. Zahlreiche Produkte die hier verkauft wurden, stammten sogar aus eigener Produktion, die eigentlich für den Markt in der BRD hergestellt worden sind.

So, das mal kurz dazu. Euch einen schönen Mittwoch!

 

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