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Einigung zur Errichtung einer Schwimmhalle in Bernau erzielt

Vorvertrag soll unterzeichnet werden

Bernau / Barnim: Am gestrigen Donnerstag kamen die Bernauer Stadtverordneten zu ihrer letzten Sitzung im Jahr 2021 zusammen.

Statt Weihnachtsplätzchen und Glühwein gab es in der vorweihnachtlichen Sitzung noch einmal eine straffe Tagesordnung. So sollte unter anderem der Haushalt für das kommende Jahr verabschiedet- und das Thema Schwimmhalle in vorerst trockene Tücher gelegt werden. Letzteres sorgte für massiven Wellengang unter den Stadtverordneten und entfachte erneut eine muntere Diskussion.

Rückblick: Wie wir bereits in einem kürzlichen Beitrag informierten, plant die Fitness & Wellness & Gesundheit GmbH die Errichtung und Betreibung eines weiteren Schwimmbades auf dem Grundstück des SportForum Bernau, An der Tränke 30, 16321 Bernau bei Berlin.

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Geplant ist neben dem bereits vorhandenen kleinen Schwimmbecken, die Errichtung eines großen Wettkampfbeckens. Dies soll 25 x 16 Meter groß und 1,80 Meter tief sein und 6 Bahnen inklusive Startblöcke enthalten. Die Fitness & Wellness & Gesundheit GmbH investiert für die zu errichtende Halle etwa 3,5 Millionen Euro.

Zur finanziellen Unterstützung des Betriebs der Schwimmhalle möchte die Fitness & Wellness & Gesundheit GmbH jedoch die Stadt Bernau mit ins Boot holen. Die Stadt Bernau sollte hierbei einen Vertrag zur Sicherung des Schul- und Kitaschwimmens mit einer finanziellen Aufwendung in Höhe von jährlich ca. 416.500 € (brutto) eingehen. Sozusagen eine Art Miete für die Betreiberin

So weit so gut, allerdings fand der Vorschlag in der Stadtverordnetenversammlung am 28.10.2021 keine Mehrheit, vielmehr sollte der Vertrag nachgebessert werden.

Die CDU Fraktion Bernau forderte ein familienfreundlicheres Schwimmbad. „Wir wollen, dass Eltern und Großeltern zusammen mit ihren Kindern oder Enkeln die neue Schwimmhalle nutzen können. Es muss ein gemeinsames Sport- und Freizeiterlebnis möglich sein. Dazu gehört, dass auch ein neues Nichtschwimmer- und Lehrschwimmbecken nach DGUV-Standard errichtet wird.“, so die Fraktion in einer Pressemitteilung vom 28.10.21. Zudem sollten die Öffnungszeiten so angepasst werden, dass alle Bernauerinnen und Bernauer die Möglichkeiten zur Nutzung haben.

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Mit diesem Wunschzettel ging die Stadt Bernau nun wieder in Verhandlungen mit dem Investor und siehe da, zur gestrigen SVV lag ein angepasster Beschlusstext zur Entscheidung bereit. Allerdings stieg die finanzielle jährliche Aufwendung der Stadt Bernau von 416.500€ auf nunmehr 559.000€ für insgesamt 875 Nutzungsstunden zur Sicherung des Schul- und Kitaschwimmens.

Ein NO-GO für die Einen, ein verständlicher Kompromiss für die Anderen. Denn der Neubau einer eigenen kommunalen Schwimmhalle brächte nicht nur die Baukosten und die Ausgaben für den Betrieb mit sich, es müsste auch erst ein Grundstück gefunden, erworben und für die Nutzung gestaltet werden. Das hätte Gutachten, Änderungen von Flächennutzungsplänen, Ausschreibungen….. zur Folge und würde wahrscheinlich Jahre dauern.

Die Errichtung der Schwimmhalle durch die Fitness & Wellness & Gesundheit GmbH wäre jedoch relativ zügig in circa 2 bis 3 Jahren abgeschlossen und das Thema „Eine Schwimmhalle für Bernau“ vorerst abgeschlossen.

Mit diesem Hintergrund und vor allem dem finanziellen Aspekt zog sich die Diskussion durch den Abend. Für Land in Sicht sorgte ein Einwand des Bürgermeisters, der darauf hinwies, dass man von den jährlich 875 Nutzungsstunden, welche ja 559.000€ kosten würden, beliebig viele Stunden vermieten könne.

Hierzu hätte die Gemeinde Panketal mit 216 Stunden und auch der Landkreis Barnim mit 347 Stunden bereits einen hohen Bedarf angemeldet. Würde man also die beiden Partner mit ins Boot holen, sinkt der jährliche Kostenaufwand der Stadt Bernau massiv.

Unter diesem Gesichtspunkt konnten sich nun auch die größten Skeptikerinnen und Skeptiker mit dem Beschluss anfreunden und stimmten mehrheitlich für die Variante einer Schwimmhalle. Zudem ist die vertragliche Bindung zwischen der Stadt Bernau und der Fitness & Wellness & Gesundheit GmbH auf 12 Jahre beschränkt und bietet immer noch die Möglichkeit, irgendwann ein eigenes kommunales Bad in oder um Bernau zu errichten.

Es mag zwar nicht das so oft geforderte Spaßbad werden, aber die Errichtung dieser Halle wäre zumindest für den Kita- Schul- und Vereinssport ein großer Meilenstein für unsere Stadt.

Schwimhalle BernauSo könnte die neue Schwimmhalle aussehen – Grafik: Ganter Architekten

Bringt sich z.B. Panketal mit seinen Bedarfsstunden ein, so soll ein entsprechender Vorvertrag zwischen der Stadt Bernau und dem Betreiber unterzeichnet werden. Dieser sieht im Übrigen die Bereitstellung innerhalb von 2 Jahren ab erteilter Baugenehmigung vor und beinhaltet Öffnungszeiten in der Woche von 6 bis 22 Uhr.

So wie es aussieht, erhält Bernau nun sein eigenes Schwimmbad und erweitert somit die bisherigen Kapazitäten vor allem beim Kita- und Schulschwimmen. 

 

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