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Stadt Bernau lässt Birkholzaue nicht im Dunkeln stehen

Bernau: Das kleine Birkholzaue hat es nicht leicht, nicht nur, dass es aufgrund seiner Lage kaum durch die Bernauer Bevölkerung wahrgenommen wird, so belastet den kleinen Ort seit Monaten die Sorge um seine Straßenbeleuchtung.

Wie wir bereits am 13. September 2016 berichteten, verfügt Birkholzaue über eine, sagen wir mal vorsichtig ausgedrückt, vollkommen marode Lichtanlage, welche dem kleinen Dorf seit gut 25 Jahren ihren treuen Dienst erweist. Doch trotz größter Pflegemaßnahmen seitens der Stadt Bernau, nagt der Zahn der Zeit an den Masten und so ist es absehbar, dass Birkholzaue bald im Dunkel tappt.

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Um dies zu verhindern, wurden die Bewohner bereits im letzten Jahr befragt, ob sie mit einem Austausch der Straßenbeleuchtung und den damit einhergehenden Kosten einverstanden sind. Hierbei entschied sich ein Großteil der Bewohner gegen die Installation und die Übernahme der Kosten. Wie gesagt, ein Großteil der Bewohner, denn tatsächlich stachen in der Auszählung der Stimmzettel 3 Straßen hervor, welche eine deutliche Mehrheit für eine neue Lichtanlage verkündeten.

Die Besonderheit liegt darin, dass die angesprochenen Straßen im Moment gar keine Beleuchtung haben und die Anwohner ihr Taschenlampendasein in der Finsternis satt haben.

Nun hätte die Stadt an dieser Stelle das Ergebnis der Befragung hinnehmen und die Bewohner des kleinen Ortes im Dunkeln stehen lassen können, wären im Nachhinein nicht zahlreiche Bewohner auf die Verantwortlichen zugekommen, um ihnen mitzuteilen, dass ihnen das Ausmaß ihrer Entscheidung erst nach der Stimmabgabe dämmerte.

So entschied man sich im Bauamt, die Birkholzauer erneut zu einem Informationsgespräch einzuladen und die Befragung erneut durchzuführen.

Am Abend des 15. Februar war es nun soweit und der überwiegende Teil der Dorfbewohner versammelte sich in dem kleinen Vereinsheim, wo sie vom Ortsbeirat und Vertretern der Stadtverwaltung freundlich erwartet wurden. Die für eine halbe Stunde angesetzte Informationsveranstaltung entpuppte sich schnell als hitzige Diskussionsplattform, welche durchaus Stunden füllen könnte. Hierbei stellten die Bewohner all ihre aufkommenden Fragen rund um die Kostenübernahme, den Grund der Erneuerung oder dem damit verbundene Straßenausbau. Und ganz ehrlich, ich wollte an diesem Abend nicht in der Haut der Stadtvertreter stecken, welche bewundernswert ruhig alle Fragen beantworteten.

Anbei fassen wir noch einmal alle Fakten zusammen:

  • Die Stadt Bernau ist gesetzlich nicht dazu verpflichtet, eine Straßenbeleuchtung zu errichten, insofern ist sie auch nicht verpflichtet, die Kosten für diese zu übernehmen.
  • Die Errichtung der Straßenbeleuchtung fällt in das Straßenneubaukonzept der Stadt Bernau, siehe hier: http://www.bernau-bei-berlin.de/de/buergerportal/rathaus/konzeptionen/artikel-strassenausbaukonzept.html
  • Die Kosten für die Errichtung einer neuen Anlage werden zu 75- bzw. 90 % auf die Bewohner umgelegt. Der Prozentsatz ist abhängig davon, ob es sich um einen Austausch der alten oder um eine Neuerrichtung der Laternen handelt.
  • Die Kosten werden anteilig mit 0,50 – 1,00€ x der zulässigen Geschosshöhe x der Grundstücksgröße berechnet.
  • Die Berechnung der Kosten kann erst bei Abnahme der erbrachten Bauleistung erfolgen, da erst eine Schlussrechnung der Baufirma erstellt werden muss.
  • Die bestehende Anlage wird auf Anraten des Ortsbeirates aus Sicherheitsgründen in den nächsten Jahren abgebaut und entsorgt. Hierbei ist fraglich, ob es die Lichtspender noch einmal über den Winter schaffen.
  • Eine erneute Befragung zum Thema Straßenbeleuchtung kann auf Wunsch der Anwohner jederzeit wiederholt werden. Allerdings sieht das Bauamt aufgrund des Aufwandes in den kommenden 3 Jahren davon ab.
  • Die Auszählung der Stimmen erfolgt Straßenweise, wer in seiner Straße Lampen möchte, bekommt diese auch!
  • Solange die Fragestellung der Beleuchtung für die einzelnen Straßen nicht geklärt ist, distanziert sich die Stadtverwaltung von der Erneuerung der Straßen- bzw. dem aufbringen einer Bitumen-Schicht, welche im Rahmen der erweiterten Instandhaltungsmaßnahmen erfolgt wäre. Da diese nicht dem grundhaften Straßenneubau entspricht, wäre die Maßnahme für die betroffenen Anlieger kostenfrei erfolgt.

Bis zum 24. Februar 2017 haben es die Birkholzauer in der Hand, ob ihr Dörfchen auch in den kommenden Jahren im hellen Glanz erstrahlt oder zukünftig im Dunkeln liegt.

Wir bleiben gespannt und werden den kleinen Ort am anderen Ende von Bernau weiter begleiten.

(Foto: pixabay – (CC0 1.0)

 

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