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Bernau: Über 200 Flüchtlinge finden neues zu Hause in Waldfrieden

Nun amtlich: Neues zu Hause für über 200 Flüchtlinge in Bernau WaldfriedenNun amtlich: Neues zu Hause für über 200 Flüchtlinge in Bernau Waldfrieden

Rund 450 Gäste folgten dem Aufruf der Stadt Bernau zur Flüchtlings-Info-Veranstaltung in das Auditorium Maximum des Barnim-Gymnasiums.

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Barnims Sozialdezernentin Silvia Ulonska hatte es Anfangs nicht leicht, als sie versuchte dem anwesenden Publikum mit einer Präsentation über den Stand der Dinge zu informieren. Buh-Rufe und der Wunsch nach Fakten hallten durch den Saal.

Bürgermeister André Stahl gelang es dann doch das Publikum zu beruhigen, so dass Silvia Ulonska einige Worte zur Flüchtlingslage im Barnim los werden konnte.

Hierbei ging es hauptsächlich um die Verteilung und um die zukünftige Zuweisung von etwa 2.100 Flüchtlingen im Raum Barnim. Bisher leben im Barnim 1065 Flüchtlinge nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, 32 davon in Bernau.

Demnächst sollen es mehr werden. Nach heutigem Stand sollen bis spätestens Mitte November 210 Flüchtlinge in Bernau Waldfrieden ein zu Hause finden. 140 im ehemaligen Seniorenheim und vorerst etwa 80 in der ehemaligen Waldarbeiterschule. Eine Aufstockung der Waldarbeiterschule auf etwa 150 Plätze soll folgen.

Betreiber beider Einrichtungen wird das Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerk (EJF) sein, dessen Standortleiter Burkhard Loebe einige Sätze zur bisherigen Arbeit des EJF vortrug. An beiden Standorten sollen jeweils 2 Sozialbetreuer sowie 2 Teilzeitbetreuer tätig werden.

Teilweise grosse Sorge um etwaige Kriminalität stand im Mittelpunkt der Besucherfragen. Diese Sorgen konnte der Leiter der Polizeiinspektion Barnim, Hardy Börner, entkräften. Laut seiner Aussage gab es an keinem bisherigen Flüchtlings-Standort eine höhere Kriminalität zu verzeichnen.

Auf Fragen bezüglich der Flüchtlingspolitik im allgemeinen wurde nicht eingegangen. Vielmehr betonte Bürgermeister André Stahl noch einmal, dass dies nicht in der Hoheit und im Ermessen des Landkreises liege. Auch nicht, wie viel Flüchtlinge einem bestimmten Ort zugeteilt werden. Vielmehr wolle er dafür sorgen und alles dazu beitragen, dass sich Bernau in jedem Fall um eine humane Unterbringung kümmert, bzw. seinen Teil dazu beitragen müsse.

Dass nun gleich über 200 Flüchtlinge im Stadtteil Waldfrieden untergebracht werden, hält auch er nicht für optimal. Jedoch gäbe es bei aller Bemühungen keine andere Möglichkeiten. Auch eine Unterbringung in Wohnungen erweist sich als äusserst schwierig, denn allein bei der WOBAU warten derzeit etwa 180 Familien auf eine geeignete Wohnung in der Innenstadt.

Unmut gab es seitens der Bernauer auch über die schlechte Informationspolitik seitens der Stadt Bernau, bzw. des Landkreises. Dies begründeten die Verantwortlichen damit, dass sich die Flüchtlingssituation von Tag zu Tag ändere und es deshalb sehr schwer fällt punktgenau zu informieren.

Insgesamt war es eine unruhige Veranstaltung mit vielen besorgten Anwohnern und hoher Polizeipräsenz vor dem Audimax. Allerdings gab es auch positive Stimmen, die dazu aufriefen, alles menschlich Mögliche zu tun um zu Helfen. (…)

Im November wird es einen Tag der offenen Tür geben. Genauere Infos dazu folgen.

Das als, der Uhrzeit geschuldet, kurze Info zur Veranstaltung am heutigen Abend.  Wir werden das Thema dieser Tage noch einmal etwas intensiver aufbereiten.

Den Audiomitschnitt mussten wir auf Grund der Länge von über 2 Stunden im letzten Drittel der Veranstaltung kürzen.

Euch einen ruhigen Abend.

Fotos: Bernau LIVE

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