
Bernau / Barnim: Die historische Wallanlage entlang der Bernauer Stadtmauer ist weit mehr als nur eine mittelalterliche Kulisse für die Bernauer Innenstadt.
Neben ihrer Bedeutung als grüner Lebensraum erfüllt sie eine kritische Funktion im Katastrophenschutz: Als Wasserspeicher bewahrt sie die versiegelte Altstadt vor möglichen Überflutungen. Damit dieses System bei künftigen Unwettern standhält, lässt die Stadt derzeit eine zentrale Regenwasserleitung am Stadtpark reinigen.
Der Handlungsbedarf wurde im August 2025 deutlich, als die Regenmenge eines halben Jahres innerhalb kürzester Zeit über Bernau niederging. Analysen zeigten, dass eine entscheidende Leitung von der Lohmühlenstraße Richtung Wallgraben massiv blockiert war. „Die Durchlässigkeit lag nur noch bei zehn Prozent“, erklärt Jürgen Brinckmann, Leiter des Infrastrukturamts.
Seit Mittwoch, dem 14. Januar, ist die Fachfirma Mayer Kanalmanagement im Einsatz, um die jahrzehntealte Überlaufleitung mit Hochdruckreinigern (bis zu 100 Bar) und Spezialspiralen von Wurzeln, Sand und Laub zu befreien.
Die Arbeiten dauern nach Angaben der Stadt Bernau voraussichtlich bis Ende der Woche an. Um den empfindlichen Boden des Stadtparks nicht zu beschädigen, kommen spezielle Kunststoff-Fahrplatten zum Einsatz. Spaziergänger können die Wallanlagen weiterhin uneingeschränkt nutzen.
Titelbild: Stadt Bernau/Cornelia Schach.
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