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Bernau, Du geheimnisvolle Stadt im verborgenen Mikrokosmos

Keine Informationen ohne Erlaubnis der Pressestelle?!

Bernau: Manchmal hat man es wirklich nicht leicht, denn Informationen die unsere tolle Stadt betreffen, scheint es nur aus einer einzigen Hand oder Quelle zu geben. Wie ein dickes Tuch legt sich die Pressestelle der Stadt Bernau, schützend und behütend über den Reichtum an Informationen und deren Weitergabe.

Niemandem außerhalb dieser kleinen Gruppe an städtischen Presse-Mitarbeitern ist es erlaubt, etwaige von uns gestellte Fragen zu beantworten, Informationen weiterzugeben oder auf Anfragen unsererseits zu reagieren.

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Egal wo wir anrufen oder Anfragen, kommt immer die gleiche Antwort: „Wir dürfen keine Auskunft geben, bitte wenden Sie sich an die Pressestelle. Hierbei handelt es sich unsererseits nicht etwa um geheime Informationen oder sensible Datenanfragen. Zudem muss jede unserer Anfragen schriftlich erfolgen. Dies hat zur Folge, dass wir teilweise eine ziemliche Weile warten müssen um Antworten auf unsere oder Eure Fragen zu erhalten.

Dabei geht es bei unseren Anfragen oftmals um ganz belanglose Dinge, wie etwa Informationen zu Baustellen oder defekte Straßenleuchten, die z.B. ein fachkundiger Amtsleiter kurz und knapp beantworten könnte. Oftmals sind es auch Anfragen, die wir durch unsere Leser bekommen. So erkundigten sich bei uns z.B. einige Bernauer nach dem Bauzwischenstand der Kita „Kindergärtnerei“. Demzufolge baten wir um einen Termin vor Ort um uns zu informieren um anschließend unsere Eindrücke in eigenen Worten wiederzugeben. Die Antwort der Stadt Bernau: „(…) es wird um den Jahreswechsel herum einen Pressetermin geben, zu dem wir die lokalen Medien selbstverständlich einladen“

Ebenso bemühen wir uns u.a. seit einiger Zeit um Auskünfte zum ggf. neu entstehenden Skaterpark. Auch hier nichts Konkretes und Vor-Ort Termine gibt es nicht oder ggf. erst zur Eröffnung für alle.

Von vielen öffentlichen Terminen in unserer Stadt erfahren wir erst gar nicht! Im Nachhinein kommt dann, auch nicht immer, eine Pressemitteilung. Da wir ja selber nicht vor Ort waren, bleibt uns also nichts Anderes übrig als genau das wiederzugeben, was uns dazu die Pressestelle mitteilt. Zeitgleich wird explizit darauf hingewiesen, dass man als Urheber des Textes oder der Nutzung von Auszügen dieser die Pressestelle zu erwähnen hat. Was macht das einzelne Medium noch interessant, wenn alle das gleiche schreiben oder es gar durch einen Text der Pressestelle vorgegeben wird. So finden Pressetermine für die regionalen Medien nur noch äußerst selten statt. Vielmehr werden diese durch die Pressestelle wahrgenommen und anschließend auf der Stadtseite öffentlich zur Verfügung gestellt. Wo bleibt hier die journalistische Freiheit und Kreativität?

Dass es auch anders geht, beweisen zahlreiche andere Städte oder Institutionen. Aus Berlin bekommen wir z.B. jeden Tag einen Plan mit allen öffentlichen Terminen des Senats oder des Bürgermeisters. Ebenso aus Eberswalde oder der Staatskanzlei Brandenburg. Hier kann ein Medium dann selbst entscheiden, ob es den Terminen Beiwohnen möchte oder wie es über diese nach eigenen Eindrücken oder Ermessen berichtet.

Ein schönes Beispiel ist auch der Landkreis Barnim. Bei der dortigen Pressestelle reicht ein kurzer Anruf und man erhält sehr fachkundig und meist sofort eine Antwort. Egal zu welchem Thema. Klappt dies nicht, so hat man spätestens am Folgetag eine Mail mit dieser. Selbst die Polizeiinspektion Barnim ist stets um eine, im Rahmen des Möglichen, prompte Auskunft bemüht.

Wir finden, dass kurze und offene Kommunikationswege mit auch eigener Meinungsbildung ein wichtiger Bestandteil der täglichen und vor allem unabhängigen Berichterstattung sind. Gerade auch im Online-Zeitalter.

Wir haben den Eindruck, dass dies in Bernau über normale Wege nur begrenzt möglich ist. Denn; wir wollen nicht eine vorgefertigte Pressemitteilung abschreiben, von Dingen berichten, wenn diese bereits durch die Stadt veröffentlicht wurden und erst danach an die Medien gehen und wir wollen uns vor allem unsere eigene Meinung bilden. Ferner wollen wir kurzfristige Antworten auf unsere Fragen um so unseren Lesern auch zeitnah antworten zu können.

Wir denken, dass Bernau LIVE mit monatlichen 600.000 Beitragsaufrufen und als eines der größten Medien unserer Stadt und deren Umfeld, diesen Anspruch haben sollte und auch stellen darf.

Auch sollte seitens der Stadt erkannt werden, dass die Welt um unserer Bernauer Mikrokosmos nicht mehr nur die MOZ ist, wenngleich wir deren Arbeit zu schätzen wissen.

Wir wollen mit diesem Beitrag niemanden der Pressestelle an den Pranger stellen. Es sind alles nette Leute, die sicherlich auch nur nach dienstlichen Vorgaben oder Anweisungen handeln und deren Arbeit wir sehr respektieren. Aber wir wollen, dass Leser wie auch Personen, die sich etwas näher mit dieser Thematik beschäftigen, unseren Unmut zur Kenntnis nehmen und ggf. darauf reagieren.

Danke für Eure/Ihre Zeit!

 

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