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Basketball: Lok Bernau am Samstag auswärts in Wedel gefordert

Lok als Favorit zu Gast in Wedel

Bernau: Der SSV Lok Bernau tritt am Samstag um 19.00 Uhr in der 2. Basketball-Bundesliga ProB beim SC Rist Wedel an. Beide Traditionsvereine haben sich in früheren Jahren schon etliche umkämpfte Duelle in der Wedeler Steinberghalle geliefert. Die Bernauer Basketballer reisen diesmal als Favorit in die Metropolregion Hamburg und wollen die Tabellenführung verteidigen.

Der SSV Lok Bernau ist am Samstagabend beim momentanen Tabellenzehnten der ProB Nord zu Gast. In unzähligen Regionalligapartien und auch in der ProB standen sich beide Vereine schon etliche Male gegenüber. Das letzte Aufeinandertreffen mit dem SC Rist Wedel ist inzwischen aber schon weit über vier Jahre her. Einziger Zeitzeuge auf Bernauer Seite ist Co-Trainer Sebastian Trzcionka, der damals noch als Spieler und Kapitän im Lok-Trikot auf dem Feld stand. Von den letzten vier Partien konnte die Lok lediglich ein Spiel gewinnen. Aus dem November 2010 datiert der erste Auswärtssieg der Bernauer überhaupt in der ProB. Hauchdünn setzte der SSV damals in der Steinberghalle gegen Wedel mit 75:73 nach Verlängerung durch.

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Ein ähnlich knappes Ergebnis hält Lok-Heacoach René Schilling auch am Samstag für möglich. Sein Team reist zwar als Tabellenführer und Favorit nach Holstein, Wedel gilt aber auf dem Feld als unangenehmer Gegner. „Rist Wedel hat vor allem gegen die Topteams auch immer Topleistungen gezeigt. Wir werden sie keinesfalls unterschätzen und uns auf viel Gegenwehr einstellen“, berichtet Schilling. Zwar stehen bei den Gastgebern den vier teils knappen Niederlagen nur zwei Siege gegenüber. Wedel konnte aber mit den ROSTOCK SEAWOLVES und auch die Itzehoe Eagles zwei starke Teams der ProB besiegen – jeweils in eigener Halle. Momentan rangieren die Rister auf dem zehnten Tabellenplatz, wollen aber mit einem Sieg am Samstag möglichst den Anschluss an das Mittelfeld halten.

Seit August zieht Felix Banobre als Trainer der Holsteiner an der Seitenlinie die Fäden. Der 46-jährige Spanier ist ein ausgewiesener Fachmann mit internationaler Erfahrung. Vor allem in Hinblick auf die Ausbildung und Förderung von Nachwuchsspielern war er Wunschkandidat beim SC Rist Wedel. Neben den Hamburg Towers (ProA) haben sich in der Elbmetropole mit den Piraten Hamburg und den Hamburg Sharks zwei Nachwuchskooperationen in den Jugendbundesligen etabliert. Wedel als Mannschaft in der dritthöchsten deutschen Spielklasse Teil dieses Hamburger Basketball-Netzwerks. Das Banobre-Team ist daher sowohl mit erfahrenen und jungen Talenten ähnlich aufgestellt wie die Bernauer. Mit 28 und 29 Jahren gehören die beiden Aufbauspieler Steffen Kiese (14 Punkte pro Spiel) sowie Will Barnes (17,5 Punkte und 4,7 Assists pro Spiel) nicht nur zu den Routiniers bei den Ristern, sondern auch zu den wichtigen Offensivposten.

Beide standen zuletzt für die Towers in der ProA auf dem Feld. Unterstützung finden sie zum Beispiel mit Rene Kindzeka, ein 21-jähriges Hamburger Nachwuchstalent auf der Position des Shooting Guards. Kindzeka kam bei seinen bisherigen drei Einsätzen auf rund 16 Punkte und fünf Vorlagen pro Spiel. Moritz Hübner (zuletzt Eisbären Bremerhaven), Lars Kamp und Leon Bahner zählen ebenfalls zur jungen Generation, die mit 19, 20 und 21 Jahren bereits viel Verantwortung übernehmen. Wedel zeichnet sich in den bisherigen Spielen durch eine aggressive Verteidigung aus. Zudem bewegen sie sich und auch den Ball viel und schnell. „Für uns wird wichtig sein, dass wir Wedel nicht ins Laufen kommen lassen und mit einer organisierten Teamdefense dagegenhalten“, gibt Lok-Headcoach René Schilling vor.

Beim SSV waren Anfang der Woche wieder alle Spieler fit, so dass die Mannschaft am Wochenende voraussichtlich komplett nach Wedel reisen wird. Das Spiel startet am Samstag um 19.00 Uhr in der Steinberghalle (Steinberg 16, 22880 Wedel).

Infos und Vorbericht: Dank Ricardo Steinicke

 

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