
Bernau / Barnim: Im Vorfeld der Landratswahl im Landkreis Barnim am 19. April 2026 zeichnet sich eine Erweiterung des Kandidatenfeldes ab.
Mit Andreas Bergener strebt ein parteiloser Einzelbewerber das Amt des Verwaltungschefs an. Der 58-Jährige aus Melchow versteht seine Kandidatur als Angebot an Wählerinnen und Wähler, die eine Alternative zu parteigebundenen Kandidaten suchen und sich von der aktuellen politischen Landschaft nicht mehr ausreichend repräsentiert sehen.
Bergener setzt in seiner Argumentation auf eine strikte Trennung zwischen Verwaltungsarbeit und Parteipolitik. Er vertritt die Ansicht, dass ein Landrat primär als Chef der Kreisverwaltung agieren sollte, statt politischen Logiken oder dem Streben nach Machterhalt zu folgen. Laut Bergener werden kommunale Themen zunehmend von Debatten der Landes- und Bundespolitik überlagert, was einer sachorientierten Arbeit auf Kreisebene im Wege stehe. Sein Programm fokussiert sich daher auf Facharbeit, Verwaltungskompetenz sowie Entscheidungen, die sich an Rechtmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit orientieren.
Zu den inhaltlichen Schwerpunkten seiner Bewerbung zählt Bergener die Steigerung der Leistungsfähigkeit der Kreisverwaltung, eine transparente Informationspolitik sowie eine klare Prioritätensetzung im Haushalt. Zudem spricht er sich für eine stärkere Rolle der Städte und Gemeinden aus; der Landrat müsse in dieser Funktion wieder verstärkt als Anwalt der Kommunen auftreten.
Um offiziell zur Wahl zugelassen zu werden, muss Bergener als Einzelbewerber die gesetzlich geforderten 112 Unterstützungsunterschriften sammeln. Diesen Prozess sieht er als erste Stufe seiner Kampagne für eine bürgerorientierte Führung des Landkreises.
Im Wahlkampf 2026 trifft er unter anderem auf den aktuellen Amtsinhaber Daniel Kurth (SPD), der von den Grünen und der Linken unterstützt wird, auf Daniel Sauer, der als gemeinsamer Kandidat von CDU, FDP und BVB/Freie Wähler nominiert wurde sowie auf Matthäus Mikolaszek (AfD).
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