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Kreiswerke Barnim übernehmen Holzkraftwerk Eberswalde

Personelle Kontinuität und Standorttreue

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Eberswalde / Barnim: Die Kreiswerke Barnim erweitern ihr Portfolio im Bereich der erneuerbaren Energien signifikant.

Wie das Unternehmen mitteilte, wurde das Holzkraftwerk (HoKaWe) in Eberswalde nach zweijährigen Vertragsverhandlungen erfolgreich übernommen. Seit dem gestrigen Tag gehören sowohl das Kraftwerk als auch das angeschlossene Pelletierwerk auf dem Hafengelände der Technischen Werke Eberswalde offiziell zur kommunalen Unternehmensgruppe.

Im Zuge dieses Eigentümerwechsels setzen die Kreiswerke auf personelle Kontinuität und Standorttreue. Das Unternehmen garantierte den Erhalt der bestehenden Arbeitsplätze und integrierte die 47 Angestellten unmittelbar in den Unternehmensverbund. Damit bleibt das fachspezifische Know-how der Belegschaft für den Betrieb der Anlagen am Standort Eberswalde gesichert.

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Der Erwerb der Anlagen gilt nach Angaben des Unternehmens als strategischer Meilenstein für die langfristige Vision des Landkreises, eine vollständige Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern zu erreichen. Durch die Nutzung regionaler Ressourcen wie Waldrest- und Schwachholz soll die angestrebte energetische Autarkie des Barnims weiter vorangetrieben werden. Die Erzeugung von Strom aus Biomasse ist dabei fest in der europäischen Gesetzgebung verankert: Gemäß der Richtlinie für Erneuerbare Energien (RED III) ist der Betrieb eines solchen Kraftwerks als nachhaltig eingestuft.

Ein zentrales Argument für die Integration des HoKaWe in das regionale Energiekonzept ist dessen Klimabilanz. Da die Verbrennung von Holz lediglich die Menge an Kohlendioxid freisetzt, die das Holz während seines Wachstums zuvor gebunden hat, leistet die Anlage einen klimaneutralen Beitrag zur regionalen Energieversorgung. Mit diesem Schritt festigen die Kreiswerke Barnim ihre Rolle als zentraler Akteur der lokalen Wärmewende und sichern die Versorgungssicherheit auf Basis nachwachsender Rohstoffe.

„Die Kreiswerke sind ein fest etabliertes und bedeutendes Unternehmen für den Landkreis Barnim. Mit dem Erwerb des HoKaWe durch die Kreiswerke entstehen neben weiteren Synergiepotenzialen für die Verwertung von Restholz aus dem Landkreis auch Vorteile für die Eberswalder*innen. Die perspektivische Nutzung der Abwärme, welche bei der Verbrennung von Holz entsteht, für Eberswalder Haushalte kann von den Haushalten zum Heizen genutzt werden. Bisher war dieses Potenzial ungenutzt“, so Landrat Daniel Kurth.

„Wir haben bereits Erfahrungen im Bereich der Strom- und Wärmeerzeugung und freuen uns unsere Aktivitäten hier auszuweiten. Neben dem erfolgreichen Erwerb freuen wir uns außerdem über die Übernahme von qualifizierten Arbeitskräften, die Ihrer bisherigen Tätigkeit weiter nachgehen können“, erklärt Christian Mehnert, Geschäftsführer der Kreiswerke Barnim GmbH.

Kurzinfo rund um das Kraftwerk:

  • Baujahr 2006, Pelletwerk 2009
  • Feuerungswärmeleistung 68 MW, elektrische Leistung 20MW
  • Kann bis zu 40.000 Haushalte mit Strom versorgen
  • Produziert darüber hinaus auch Wärme
  • Pelletwerk produziert ca. 35.000 t p.a. Holzpellets

Das Kraftwerk ist grundlastfähig. Das bedeutet, dass diese Kraftwerke einerseits gut regelbar sind und andererseits bieten sie technisch die nötige Flexibilität für einen Ausgleich der Schwankungen von Wind- und Solarenergie.

Genutzte Quelle: Kreiswerke Barnim. Titelbild: Kreiswerke Barnim / Christian Mehnert.

 

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