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Friedenskundgebung in Bernau zum Weltfriedenstag

"Waffenstillstand in der Ukraine"

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Bernau / Barnim: Wie wir bereits im Vorfeld informierten, wurde am vergangenen Freitag, den 01. September2023, zu einer Friedenskundgebung in Bernau eingeladen.

Nach Angaben der Veranstalter folgten etwa 380 Menschen dem Aufruf des Friedensbündnis Bernau und des Friedensbündnis Panketal. Kernforderung der Kundgebung rund um den Marktplatz Bernau ist ein „Waffenstillstand in der Ukraine unter internationaler Kontrolle“. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von den Musikern Karsten Troyke und Tino Eisbrenner.

Anbei eine kurze Zusammenfassung der Veranstalter: In einer Rede setzte sich Dr. Lothar Gierke vom Friedensbündnis Panketal unter dem Beifall der Demonstranten mit der „Nationalen Sicherheitsstrategie“ der Bundesregierung auseinander. Die in diesem Konzept gegebenen Antworten auf die Bedrohungen in einer zunehmend fragilen Welt sind vor allem auf militärische und machtpolitische Aspekte ausgerichtet. Ein friedenspolitischer Ansatz, der auf einvernehmliche Lösungen und vertrauensbildende Maßnahmen in den internationalen Beziehungen setzt, so seine Kritik, fehlt in diesem Strategiepapier völlig. Darüber hinaus fordert er, dass sich die Bundesregierung mit aller Kraft für einen sofortigen Waffenstand und Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine einsetzen soll. Die Eskalation des Krieges bringe einen Atomkrieg näher, entziehe unserem Land Geld für Sozialleistungen und die Bewältigung der vielen „offenen Baustellen im Lande. Wörtlich sagte er: „Herr Bundeskanzler, wo bleibt endlich der „Doppelwumms“, um unser Land fit zu machen für die Bewältigung der Aufgaben des 21. Jahrhunderts?“

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Er stellte aber auch ausdrücklich klar: Der Überfall Russlands auf die Ukraine ist durch nichts zu rechtfertigen, auch wenn es dringend geboten ist, bei der Beurteilung der Ursachen für diesen Krieg tiefer in die Vorgeschichte dieses Konfliktes einzusteigen.

Musiklehrer Wanja Weißig, ebenfalls Mitglied des Friedensbündnisses, widmete seine Rede „dem mutigen Kämpfer für die Wahrheit Julien Assange“. Mehrfach von Applaus unterbrochen, legte dar, dass der Krieg in der Ukraine bereits 2014 begann, nachdem durch die Maidanbewegung die rechtmäßige Regierung der Ukraine weggeputscht und die russische Bevölkerungsmehrheit im Donbass in massivster Weise national und sozial unterdrückt wurde. Aus seiner Sicht ist dieser Krieg in starkem Maße ein Krieg zwischen zwei Blöcken, dem um die USA und den Westen und dem Block um China und Russland.

Der Fehlschlag der ukrainischen Offensive zeigt aber auch, „dass die Orientierung des Westens auf eine Niederlage Russlands eine Illusion ist – eine Illusion, die täglich hunderte Tote und Verwundete fordert, die unerhörte Zerstörungen anrichtet und ökologische Katastrophen erzeugt“. Aus diesem Grund muss dieser Krieg so schnell es geht beendet werden.

Friedenskundgebung in Bernau zum Weltfriedenstag

Die Kundgebung war zuvor vom Schönower Chor mit dem Lied „Kanons statt Kanonen!“ eröffnet worden. Im Verlaufe der Manifestation traten die Sänger Karsten Troyke und Tino Eisbrenner mit ihren Liedern für den Frieden auf, die von den Anwesenden mit großer Begeisterung aufgenommen und zum Teil auch mitgesungen wurden.

Der Kundgebung auf dem Marktplatz folgte ein Umzug durch die Bernauer Innenstadt – an der Spitze mit einem straßenbreiten Transparent „Diplomaten statt Granaten!“ Hinter den „Bernauer Trommlern“ hatten viele Demonstranten Töpfe und Deckel zum „Krach machen“ dabei, „damit uns die Regierung und die Medien nicht mehr ‚überhören‘ können“, wie es die Organisatoren formulierten.

Zurück auf dem Marktplatz trug Christina Loth vom Friedensbündnis Bernau ein anrührendes Friedensgedicht vor. Der hundertfache gemeinsame Gesang des Liedes „Kleine weiße Friedenstaube“ bildete den emotionalen Abschluss der großen Friedensaktion.

Den Friedensbündnissen Bernau und Panketal, die zum Weltfriedenstag zum ersten Mal gemeinsam agierten, gehören Bürgerinnen und Bürger verschiedener Parteien, Religionen und Parteilose an.

Bernau und Panketal reihten sich mit dieser Friedensmanifestation in eine Reihe von ähnlichen Veranstaltungen in der gesamten Bundesrepublik ein. Allein im Bundesland Brandenburg demonstrierten heute (1. 9. 2023) Bürger in Cottbus, Bad Belzig, Brandenburg (Havel) und Potsdam für Verhandlungen und ein Ende des Krieges.

Mit Informationen des Friedensbündnis Panketal / Friedensbündnis Bernau

 

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