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Erneut Proteste gegen Corona-Maßnahmen in Bernau

Kundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz

Bernau / Barnim: Erneut haben sich am heutigen Dienstagabend in Bernau bei Berlin zahlreiche Menschen getroffen um gegen die Corona-Maßnahmen zu protestieren.

Anders als in den Wochen zuvor, zogen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht quer durch die Stadt, sondern versammelten sich um 18 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz.

Im Fokus der heutigen Kundgebung standen, wie auch in den drei Wochen zuvor, die aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie, eine mögliche Impflicht, das Impfen von Kindern oder die „Ausgrenzung“ nicht geimpfter Personen vom öffentlichen, bzw. gesellschaftlichen Leben. In Sprechchören und begleitet vom Trommler:innen forderten die Demonstrant:innen „Widerstand“ gegen die jetzige Corona-Politik sowie „Friede, Freiheit, keine Diktatur“ oder „Woidke muss weg“.

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Umrahmt wurden die teils lautstarken Forderungen mit gemeinsam gesungenen Liedern wie etwa „Kleine weiße Friedenstaube“ oder großen Transparenten auf denen sie einen „Impfzwang“ sowie die „Masken- und Testpflicht für Kinder“ verurteilen.

Im weiteren Verlauf wechselten sich Redner ab und äußerten unter tosendem Applaus unter anderem ihren Unmut gegenüber Polizei oder Politiker:innen. In unseren auszugsweisen Audio-Beispielen wurden Politiker:innen so zum Beispiel als korrupte Verbrecher und Psychopaten bezeichnet – „Ein Sturm des Volkes sollte sie aus dem Land wehen“, heisst es hier weiter. Für mich persönlich harte und fragwürdige Kost – für viele der Demonstrant:innen Jubel und Beifall wert.

In einer weiteren Rede ging es unter anderem um die „Gewalt der Polizei“, „Quarantänelager“ und „friedliche Bürger aus der Mitte der Gesellschaft“.

Hinweis: An dieser Stelle hatten wir ursprünglich O-Töne von Rednern der Kundgebung hochgeladen. Da diese möglicherweise strafrelevante Inhalte enthalten, haben wir diese hier entfernt.

Ansonsten hat sich die Kundgebung kaum von den Bisherigen in Bernau unterschieden. Wie uns der Veranstalter mitteilte, hat man dieses Mal den Bahnhofsplatz gewählt um die „Maskenpflicht zu umgehen“. Unter den geschätzten etwa 1.000 Teilnehmenden trafen wir auf „Hardcore-Corona-Maßnahmengegner“ wie auch auf Menschen, die die Kundgebung ruhig und still begleiteten. Unter den Augen der Polizei verlief die angemeldete Kundgebung bis zum jetzigen Zeitpunkt friedlich und ohne Zwischenfälle.

Ab morgen dürfte es für Kundgebungen im Übrigen etwas schwieriger werden. Mit der neuen Umgangsverordnung des Landes Brandenburg will man zwar weiterhin das Grundrecht zu demonstrieren einräumen, allerdings nur noch bis 1.000 teilnehmenden Personen und unter Einhaltung der aktuellen Hygienebestimmungen.

Sachstand: 19.20 Uhr.

Nachtrag 20:45 Uhr: Wie uns mehrere Leser_innen mittlerweile mitteilten, kam es dann doch wohl zu einigen Zwischenfällen. Insbesondere in der Berliner Straße gerieten Teilnehmer:innen mit der Polizei zusammen. Dies belegen einige Videos, die auch im Netz zu finden sind.

Nachtrag 20:40 Uhr – Einsatzbericht der Polizeidirektion Ost

In den Abendstunden des 14.12.2021 fand in Bernau zum wiederholten Male eine Versammlung statt, in der sich kritisch mit den aktuellen Coronamaßnahmen auseinandergesetzt wurde. Anders als in den zurückliegenden Wochen war diese Versammlung als stationäre Kundgebung am Bahnhofsvorplatz vorgesehen gewesen.

Die Polizei begleitete das Geschehen, welches gegen 19:30 Uhr ohne größere Störungen beendet worden. Lediglich ein 14-jähriger Jugendlicher musste Einsatzkräften während der Kundgebung ein Einhandmesser aushändigen. Gegen den jungen Mann läuft nun ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Waffen- und das Versammlungsgesetz.

Unmittelbar nach Beendigung der Veranstaltung riefen einzelne Teilnehmer die Versammelten zu einer Folgedemonstration in Form eines Spazierganges auf. Dies wurde durch die Polizei konsequent unterbunden und ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz eingeleitet. Von polizeilicher Seite waren Kräfte der Inspektion Barnim, der Kriminalpolizei der Direktion Ost sowie der Verkehrs- und der Bereitschaftspolizei im Einsatz. (Quelle: Polizeidirektion Ost)

 

 

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