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„One Billion Rising“ in Bernau: Ein tanzendes Statement gegen Gewalt

„One Billion Rising“

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Forum Bernau - Bild kann nicht geladen werden.  

Bernau / Barnim. Am vergangenen Samstag, dem 14. Februar 2026, verwandelte sich der Bernauer Marktplatz in einen Ort der Solidarität.

Während viele den 14. Februar im Zeichen des Valentinstags begingen, versammelten sich um 10 Uhr zahlreiche Bürgerinnen und Bürger für ein Anliegen, das tiefer geht als Blumen und Pralinen: die globale Bewegung „One Billion Rising“.

Mit einer rund 15-minütigen Performance setzte unsere Hussitenstadt ein unübersehbares Zeichen gegen die Unterdrückung von Frauen und gegen Femizide. Dabei zählte nicht die choreografische Perfektion, sondern die gemeinsame Haltung. „Wir haben gezielt Tanzvereine der Stadt eingeladen, um die Aktion zu unterstützen“, erklärt die Gleichstellungsbeauftragte Fanny Behr. Das Ziel wurde erreicht: ein belebter Marktplatz als Symbol für eine wache, empathische Stadtgesellschaft.

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Bernau beteiligte sich in diesem Jahr zum ersten Mal an der weltweiten Kampagne – und das mit Erfolg. Die Veranstalter zeigten sich angesichts der großen Resonanz „super zufrieden“. Besonders erfreulich: Die bunte Mischung der Teilnehmenden spiegelte die gesamte Stadtgesellschaft wider. Dass schätzungsweise 30 % der Anwesenden Männer waren, unterstreicht den Kern der Aktion: Gewalt gegen Frauen ist kein „Frauenthema“, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

Hinter der lebensbejahenden Musik steht eine düstere Realität. Der Name der 2012 gegründeten Initiative bezieht sich auf die Statistik, dass weltweit jede dritte Frau – rund eine Milliarde – in ihrem Leben Opfer von Gewalt wird. In Bernau ist dieses Thema spätestens seit dem Femizid an einer jungen Mitbürgerin im Jahr 2020 schmerzhaft präsent. Als Reaktion darauf verabschiedete die Stadtverordnetenversammlung das klare Bekenntnis „Bernau gegen Femizide“.

„Dieser Beschluss verpflichtet uns, das Thema dauerhaft sichtbar zu machen“, betont Fanny Behr. „Mit der Tanzaktion zeigen wir gemeinsam Haltung.“ Der Tanz zu den Klängen von „Ni una menos – Women on Fire“ ist nur ein Baustein im Bernauer Engagement. Die Stadt setzt auf eine nachhaltige Präventionsstrategie:

  • Sichtbarkeit: Flaggen am Bahnhof und gezielte Plakataktionen im Stadtgebiet.
  • Diskretion: Gut platzierte, niederschwellige Hilfsangebote in öffentlichen Gebäuden.
  • Aufklärung: Themenabende wie die „Ladys Night“.
  • Vernetzung: Bernau ist eine von rund 146 Kommunen in Deutschland, die aktiv Teil der Kampagne sind.

Die Aktion wurde im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert. Unter den Teilnehmenden fanden sich neben zahlreichen Bürgern auch Vertreter der SVV sowie Bürgermeister André Stahl.

Wichtiger Hinweis für Betroffene: Wer Hilfe sucht oder Betroffene im Umfeld hat, kann sich jederzeit anonym und kostenfrei an das bundesweite Hilfetelefon unter der Nummer 116 016 wenden.

Alle Informationen, die Aktionskarte und den Kampagnensong finden Sie unter: https://www.onebillionrising.de

 

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