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Kinderfilmfest in Bernau begeistert 2.641 junge Gäste mit mutigen Geschichten

"Besucherzahlen der Vorjahre übertroffen"

Bernau / Barnim: Zwei Wochen voller Geschichten, Begegnungen und großer Leinwand-Momente: Unter dem Motto „Ab heute bin ich mutig“ lockte das 35. Kinderfilmfest des Landes Brandenburg insgesamt 2.641 junge Gäste nach Bernau.

Für die Stadt war es bereits die 27. Auflage der beliebten Veranstaltungsreihe. Vom 22. September bis zum 2. Oktober verwandelten sich die Stadthalle und die Stadtbibliothek in zwei lebendige Orte filmischer Bildung. Auf dem Programm standen sieben Langfilme, drei Kurzfilme sowie zwei Bilderbuchkino-Geschichten für die Jüngsten im Kindergartenalter.

Sabine Oswald-Göritz aus dem Kulturamt der Stadt Bernau blickt äußerst zufrieden auf das diesjährige Fest zurück. Sie betont, wie wertvoll bewusste Filmerlebnisse für junge Menschen sind: Langsam erzählte Formate böten Kindern und Jugendlichen die Chance, tief in Themen einzutauchen und echte Empathie zu entwickeln – ein wichtiger Gegenpol zur schnellen Taktung moderner Online-Medien.

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Als wahrer Publikumsmagnet erwies sich die Geschichte von „Leon und die magischen Worte“. Rund 550 Kinder verfolgten in vier Vorstellungen, wie der Leseanfänger Leon über sich hinauswächst und mithilfe lebendig gewordener Buchfiguren die Liebe zu Worten entdeckt. Großes Interesse weckten auch der Spielfilm „Lars ist LOL“ über den Mut zur Freundschaft sowie der Eröffnungsfilm „Ab morgen bin ich mutig“. Letzterer sorgte für einen Hauch von Hollywood-Gefühl: Regisseur und Drehbuchautor Bernd Sahling sowie der zwölfjährige Hauptdarsteller Johnathan Köhn waren persönlich vor Ort. Im Anschluss an die Vorführung gaben sie dem jungen Publikum spannende Einblicke in die Filmentstehung – von der ersten Idee bis auf die Kinoleinwand.

Pädagogisch begleitet wurde das Filmfest unter anderem von angehenden Fachkräften: Auszubildende der Fachschule für soziale Berufe am OSZ II Barnim gestalteten das Kurzfilmprogramm mit kreativen Bastel- und Bewegungselementen. In Saalgesprächen, Gruppenarbeiten und interaktiven Runden boten sie den Mädchen und Jungen Raum, das Gesehene zu verarbeiten, über Werte nachzudenken und ihre Medienkompetenz zu stärken.

Dass die Veranstaltung seit 25 Jahren fest in Bernau verankert ist, verdankt sie auch dem starken Netz vor Ort. Das Zusammenwirken mit dem OSZ Barnim bringt jedes Jahr frische Impulse durch engagierte Nachwuchskräfte, so Sabine Oswald-Göritz. Gemeinsam mit Jugendfreizeiteinrichtungen, Dozierenden sowie den Schülerinnen und Schülern gelinge es immer wieder neu, das Filmfest lebendig und abwechslungsreich zu gestalten.

Die Mühe zahlt sich aus: Das Interesse war in diesem Jahr so hoch, dass die Besucherzahlen der Vorjahre übertroffen wurden. Da manche Gruppen im Veranstaltungszeitraum nicht anreisen konnten, organisierten die Veranstalterinnen kurzerhand dezentrale Vorführungen direkt in zwei Schulen.

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Damit hat sich das Kinderfilmfest einmal mehr als wichtiger Baustein der kulturellen Bildung in Bernau erwiesen. Ein Dank der Stadtverwaltung geht an alle beteiligten Schulen, die Jugendfreizeiteinrichtungen, die Jugendkoordination, das Kulturamt, das OSZ II Barnim sowie das Landesinstitut Brandenburg für Schule und Lehrkräftebildung (LIBRA) für die enge Zusammenarbeit.

Genutzte Quelle(n): Stadt Bernau.

 

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