
Bernau / Barnim: Am kommenden Samstag, dem 21. März 2026, findet im Stadtgebiet von Bernau eine großangelegte Katastrophenschutzübung statt.
Im Mittelpunkt des Szenarios steht die Simulation eines lang anhaltenden Stromausfalls. Die Notwendigkeit solcher Präventionsmaßnahmen verdeutlichte zuletzt der großflächige Blackout in Berlin zu Beginn des Jahres, der die Abhängigkeit des täglichen Lebens von einer stabilen Energieversorgung vor Augen führte.
Ein flächendeckender Stromausfall beeinträchtigt nahezu alle Bereiche des Alltags: Heizungen fallen aus, technische Geräte bleiben ohne Funktion und die gewohnte Telekommunikation bricht ab. Um in einer solchen Krisenlage die Grundversorgung der Bevölkerung sicherzustellen, erprobt die Stadtverwaltung die Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern und Unterstützern.
An der Übung, die gegen 8:00 Uhr beginnt, sind neben der Feuerwehr und dem Katastrophenschutz des Landkreises Barnim auch der Rettungsdienst, die Polizei sowie kommunale Unternehmen wie die Barnimer Dienstleistungsgesellschaft, die Barnimer Busgesellschaft und die Stadtwerke beteiligt. Wie uns die Feuerwehr Bernau auf Anfrage mitteilte, werden etwa 250 Personen in die Übung involviert sein.
Im Mittelpunkt stehen die Alarmierungsketten, die Funkkommunikation sowie die Inbetriebnahme technischer Anlagen wie Notstromaggregate und Sirenen. Als zentrale Koordinierungsstelle („Katastrophenschutz-Zentrale“) dient das Neue Rathaus.
Hinweise für die Bevölkerung
Für die Bürgerinnen und Bürger ergeben sich durch die Simulation keine direkten Einschränkungen im täglichen Ablauf. Die Auswirkungen beschränken sich auf akustische Signale durch Sirenen oder Warn-Apps wie NINA oder KATWARN sowie ein erhöhtes Aufkommen an Einsatzfahrzeugen mit Blaulicht im gesamten Stadtgebiet. Der reguläre Rettungsdienst und die Notfallversorgung bleiben von der Übung unberührt und sind weiterhin uneingeschränkt erreichbar, so die Stadt Bernau.
Bürgermeister André Stahl betont in diesem Zusammenhang die Relevanz einer funktionierenden behördenübergreifenden Kooperation. Ziel der Übung ist es, die bestehenden Notfallpläne zu validieren und die Handlungsfähigkeit der Stadtverwaltung sowie der beteiligten Blaulichtorganisationen für reale Krisenfälle zu festigen.
Die „Leuchttürme“ als Anlaufstelle für Bürger
Ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts sind die sogenannten Katastrophenschutz-Leuchttürme. Diese fungieren im Ernstfall als lokale Anlaufstellen und „Wärmeinseln“ für die Bevölkerung. Die Übung prüft deren Funktionsfähigkeit in folgenden Bereichen:
- Informationsaustausch und Notruffunktionen
- Notstrom- und Trinkwasserversorgung
- Erste-Hilfe-Angebote und Wärmeversorgung
- Koordination von spontanen Helfern aus der Bürgerschaft
Katastrophenschutz-Leuchttürme sind Anlaufstellen für die Bürgerinnen und Bürger zur Information in Krisenfällen. In Bernau gibt es folgende Standorte:
- Sparkassen‑Arena Bernau, Ladeburger Chaussee 2
- Erich‑Wünsch‑Halle, Heinersdorfer Straße 52
- Ortsteilzentrum Schönow, Schönerlinder Straße 25a
- Gemeinschaftshaus Birkholz, Birkholzer Dorfstraße 24
- Gemeinschaftshaus Birkenhöhe, Eschenstraße 3
- Gemeinschaftshaus Birkholzaue, Alte Bernauer Landstraße 3a
- Gutsverwalterhaus und Kulturspeicher Börnicke, Ernst‑Thälmann‑Straße 1a
- Ortsteilzentrum Ladeburg, Bernauer Straße 7
- Alte Schmiede Lobetal, An der Schmiede 2
- Besucherzentrum Bernau in Waldfrieden, Hans‑Wittwer‑Str. 1
Weitere Informationen zum Thema findet Ihr auf der Homepage der Stadt Bernau bei Berlin.
Bernau LIVE wird die Übung verfolgen und natürlich berichten.
Mit Informationen der Stadt Bernau.
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