
Bernau / Barnim: Die Sicherheit der schwächeren Verkehrsteilnehmer stand am Mittwochmorgen, dem 25. März 2026, im Mittelpunkt eines Einsatzes der Bernauer Revierpolizei.
Im Rahmen der laufenden Schulwegüberwachung bezogen die Beamten bereits gegen 6:30 Uhr Position an der Kreuzung Elbestraße und Zepernicker Chaussee, um das Fahrverhalten der motorisierten Verkehrsteilnehmer genau unter die Lupe zu nehmen.
Ein bekannter Unfallschwerpunkt als Kontrollort
Gegenüber Bernau LIVE betonten die Beamten, dass die Wahl dieses Standorts eine bewusste Entscheidung der Bernauer Polizei war. Laut Sebastian Thon, dem Ersten Polizeihauptkommissar und Leiter der Revierpolizei Bernau*, resultierte die heutige Maßnahme aus der Beobachtung, dass das dortige Stoppschild sowie die Haltelinie immer wieder missachtet werden. Da der Kreuzungsbereich als sehr unübersichtlich eingestuft wird, stellt dieses Fehlverhalten ein erhebliches Risiko dar. Besonders am Morgen wird der Bereich intensiv von Fußgängern und Radfahrern genutzt, wobei ein Großteil davon Schüler auf ihrem Weg zum Unterricht sind. In der Vergangenheit kam es an dieser Stelle bereits wiederholt zu Unfällen, bei denen häufig auch Kinder involviert waren.
Ernüchternde Bilanz nach kurzer Einsatzdauer
Wie notwendig die polizeiliche Präsenz vor Ort ist, verdeutlichte das Ergebnis der morgendlichen Kontrolle. Nach lediglich gut einer Stunde mussten die Beamten bereits 18 Fahrzeugführer aus dem Verkehr ziehen, die das Stoppschild ignoriert hatten und über die Haltelinie gefahren waren, ohne ihr Fahrzeug zum Stillstand zu bringen.
Die Konsequenzen für die Betroffenen blieben dabei nicht nur bei einem Verwarngeld in Höhe von 10 Euro. Die Polizisten nutzten die Gelegenheit primär für intensive präventive Aufklärungsgespräche. Dabei wurde den Autofahrern eindringlich vor Augen geführt, welche fatalen Folgen ein solches Fehlverhalten gerade an dieser unübersichtlichen Stelle haben kann. Die Beamten stießen bei diesen Gesprächen überwiegend auf Verständnis; die meisten Fahrer zeigten sich einsichtig hinsichtlich der potenziellen Gefährdung.
Teil einer landkreisweiten Sicherheitsstrategie
Die Aktion in Bernau ist kein Einzelereignis, sondern fügt sich in ein weitreichendes Konzept der Verkehrsüberwachung ein, das derzeit im gesamten Landkreis umgesetzt wird. In diesen Wochen legt die Polizei ein besonderes Augenmerk auf den Schutz gefährdeter Verkehrsteilnehmer. Ziel dieser kontinuierlichen Kontrollen ist es, das Bewusstsein für ein rücksichtsvolles Miteinander im Straßenverkehr zu stärken und die Sicherheit auf den Schulwegen nachhaltig zu verbessern.
Unfallbilanz 2025 der PD Ost – 21.621 Verkehrsunfälle in der Region
*Korrektur: Im Ursprungsbeitrag hatten wir Herrn Thon unabsichtlich befördert … Sorry dafür – wir haben den Dienstgrad korrigiert.
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