
Bernau / Barnim: Am gestrigen Mittwoch, dem 11. Februar 2026, informierte Bürgermeister André Stahl im Rahmen des jährlichen Pressegesprächs über die städtischen Vorhaben für das laufende Jahr.
Als Veranstaltungsort diente das Gelände des VGP-Gewerbeparks in Bernau-Nord. Im Fokus standen die Themen Bildung, wirtschaftliche Entwicklung und infrastrukturelle Maßnahmen. Einige Punkte möchten wir Euch gerne vorstellen.
Trotz einer herausfordernden Haushaltslage liegt ein Schwerpunkt der Stadtverwaltung auf der Fertigstellung begonnener Großprojekte. Ein zentrales Vorhaben bleibt die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes. Nachdem der erste Bauabschnitt im Dezember 2025 abgeschlossen wurde, soll die Gesamtanlage im ersten Halbjahr 2026 fertiggestellt werden.
Da die Sanierung des eigentlichen Bahnhofsgebäudes durch die Deutsche Bahn noch aussteht, setzt die Stadt auf Interimslösungen zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität. Dazu gehört unter anderem die Bereitstellung eines öffentlichen WCs am Fahrradparkhaus.
Investitionen in den Bildungsstandort
Der Bildungssektor verzeichnet im Jahr 2026 signifikante Fortschritte durch verschiedene Bau- und Modernisierungsmaßnahmen:
- Schule am Kirschgarten: Die Fertigstellung des Neubaus (ein Projekt des Landkreises) soll die vorhandenen Kapazitäten entlasten.
- Grundschule Hasenheide: Die Schülerinnen und Schüler beziehen in diesem Jahr den neuen Erweiterungsbau.
- Johannaschule: Hier liegt der Fokus auf der Modernisierung und der Verbesserung der Barrierefreiheit.
- Barnim-Gymnasium: Durch die laufende Erweiterung wird die Kapazität auf rund 1.300 Plätze erhöht, womit es das größte Gymnasium im Land Brandenburg sein wird.
Wirtschaft und Arbeitsmarkt
Die wirtschaftliche Situation in Bernau stellt sich laut Stadtverwaltung stabil dar. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 4,3 Prozent, bei stetig steigenden Zahlen sozialversicherungspflichtig Beschäftigter (ca. 13.000). Ein prägender Faktor bleibt der Gesundheitssektor, in dem rund 5.000 Personen in Kliniken, Pflegeeinrichtungen und etwa 100 Praxen tätig sind.
Die Stadtverwaltung verfolgt weiterhin das Ziel, ein breites Spektrum an Beschäftigungsmöglichkeiten zu fördern, das über den akademischen Bereich hinausgeht. So sollen attraktive Angebote für Dienstleistungsberufe, das Handwerk und Fachkräfte aller Qualifikationsstufen geschaffen werden. Ein wesentlicher Aspekt dieser Strategie ist die Schaffung wohnortnaher Arbeitsplätze. Projekte wie der VGP-Park sollen dazu beitragen, Pendelwege zu verkürzen und damit sowohl die Zeitbelastung als auch die Fahrtkosten für die Bürgerinnen und Bürger zu reduzieren. Die Nachfrage scheint dies zu bestätigen:
- Von den 70.000 Quadratmetern Gewerbefläche sind bereits zwei Hallen fertiggestellt.
- Rund 90 Prozent der Flächen sind laut Projektentwickler VGP bereits vermietet.
Gewerbe und Freizeit
Auch im Einzelhandel und im Freizeitbereich gibt es konkrete Veränderungen. Neben dem Bau einer neuen Kaufland-Filiale in Bernau-Rehberge und eines Lidl-Marktes an der Schwanebecker Chaussee sind Erweiterungen im Drogeriebereich geplant, so ebenfalls in der Schwanebecker Chaussee oder im Forum Bernau. Eine Besonderheit stellt die geplante Umnutzung der ehemaligen Aldi-Filiale in der Zepernicker Chaussee dar: Dort soll eine Kampfsporthalle entstehen, die den regionalen Vereinen neue Trainingsmöglichkeiten bieten soll.
Bernau setzt somit auch 2026 auf einen Mix aus infrastruktureller Kontinuität und einer nachhaltigen Stärkung des Wirtschafts- und Bildungsstandorts.
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