
Bernau / Barnim: Pünktlich zum Osterfest verwandelt sich unsere Stadt in ein buntes Meer aus Blüten. Rund 5000 Pflanzen warten darauf, in die Erde zu kommen und die grauen Wintertage endgültig zu vertreiben.
In dieser Woche herrscht hierfür Hochbetrieb im Infrastrukturamt, denn die großen Pflanzenlieferungen rollen an. „Wir legen direkt los“, verspricht Sonja von Weingraber vom Fachamt. Das Ziel ist klar gesetzt: Wenn die Bernauer an den Feiertagen spazieren gehen, soll die Stadt in voller Farbenpracht erstrahlen.
In den kommenden Tagen ziehen die Gärtner durch die Innenstadt. Ob Stadtpark, Marktplatz oder die schmalen Kübel in der Brauerstraße – überall kehrt das Leben zurück. Eine Premiere gibt es am Steintorplatz: Das „Elysium“ bekommt erstmals vier eigene Blumenkübel, um die Ecke noch einladender zu gestalten. Auch die beliebten Balkonkästen an den Fassaden kehren frisch bepflanzt an ihren Platz zurück.
Hinter der bunten Kulisse steckt jede Menge Logistik. Während die Gärtnerei Zickelbein die Farbenpracht liefert, sorgt die Firma Kasper Baum & Garten dafür, dass im Stadtpark und auf kleineren Flächen rund 3.500 Pflanzen ihren Platz finden. Für das restliche Stadtgebiet bringt die Gärtnerei Schlestein weitere 1.500 Frühblüher in die Erde.
Doch nicht nur für das Auge wird etwas getan, sondern auch für die Umwelt. Im Ortsteil Birkenhöhe wurden auf Wunsch der Anwohner zwei Verkehrsinseln entsiegelt. Wo vorher Asphalt war, findet nun eine naturnahe Staudenmischung mit Unterschlupf für Insekten Platz – ein kleiner Beitrag zum Projekt „Stadtgrün naturnah“.
Allerdings gibt es einen Wermutstropfen: Kaum war das Projekt fertig, verschwand bereits das für Insekten so wichtige Totholz. Sonja von Weingraber wirbt deshalb um Verständnis für den ökologischen Ansatz: „Auch solche Mikroflächen sind als Biotope wertvoll.“
Wer demnächst an der Jahnstraße spaziert, wird ebenfalls eine Veränderung bemerken: Die Wechselflorfläche am Wall wird vergrößert. Aus drei starren Kreisen wird ein harmonischer, organischer Streifen, der Sommerblumen mit langlebigen Stauden kombiniert.
Es gibt also viel zu tun für die Teams vom Grünflächenamt und die lokalen Gärtnereien – doch die Vorfreude auf eine blühende Osterstadt überwiegt.
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