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Förderung von Wasserstoffbussen bei der BBG in Bernau

Klimaneutrale Wasserstoffbusse im ÖPNV

Bernau / Barnim: Über einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 2,8 Millionen Euro darf sich die Barnimer Busgesellschaft (BBG) freuen.

Übergeben wurde die Fördervereinbarung am heutigen Montagmittag durch Brandenburgs Infrastrukturminister Guido Beermann auf dem Betriebsgelände der BBG in Bernau bei Berlin. Mit dem Betrag soll unter anderem die Beschaffung von 6 Wasserstoffbussen gefördert werden.

Bei der heutigen Übergabe waren, neben Frank Wruck als Geschäftsführer der Barnimer Busgesellschaft mbH, unter anderem Bernaus Bürgermeister André Stahl, Barnims Landrat Daniel Kurth, Jens Köppen – Mitglied des Bundestages und im Ausschuss für Wirtschaft und Energie sowie Othmar Nickel als Vorsitzender des Kreistages Barnim vor Ort.

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Das Pilotprojekt, an dem sich auch der Landkreis Barnim maßgeblich beteiligt, soll Beispielgeber für die Nutzung innovativer und klimafreundlicher Antriebsformen im ÖPNV werden, so das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung.

Minister Guido Beermann: „Wir wollen die Mobilitätswende in Brandenburg vorantreiben. Ein wichtiger Baustein hierfür sind attraktive und umweltfreundliche Angebote im ÖPNV. Mit dem Einsatz von klimaneutralen Wasserstoffbussen in Bernau bei Berlin betreten wir in dieser Hinsicht Neuland. Das Projekt wird uns wichtige Hinweise liefern, welche Rahmenbedingungen wir mit den Landkreisen und Kommunen schaffen müssen, um diese innovativen Antriebe für Busse in die Fläche zu bringen. Die EU-Fördermittel aus meinem Ministerium sind deshalb in diesem Leuchtturmprojekt sehr gut angelegt. Ich bin mir sicher, dass es auch über den Landkreis und über unser Land hinaus Schule machen wird.“

Aus dem Ministerium heisst es hierzu weiter:

Das Modellprojekt „Einsatz Brennstoffzellbusse im Stadtgebiet Bernau bei Berlin“ der BBG Barnim soll zur Umsetzung der 2008 verabschiedeten Null-Emissions- Strategie des Landkreises Barnim und zum Klimaschutz im ÖPNV beitragen. Geplant ist eine schrittweise Umstellung des Wirtschafts- und des Personennahverkehrs auf den CO2- und feinstaubfreien sowie geräuscharmen Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb. Dabei rechnet die BBG mit CO2- Einsparungen von 288 Tonnen CO2 pro Wasserstoffbus pro Jahr und insgesamt mit 1.728 Tonnen pro Jahr gegenüber konventionellen Dieselbussen.

Dieser neue Ansatz im Busverkehr soll als Mustervorhaben wertvolle Erkenntnisse für die klimafreundliche Ausrichtung des motorisierten ÖPNV und so für die Verkehrswende liefern. Dabei wird das Projekt vom Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) sowie vom Landkreis begleitet und finanziell unterstützt.

Gefördert werden folgende Projektbestandteile:

  • Die Beschaffung von 6 Wasserstoffbussen
  • 2 Wasserstoff-Tanktrailer
  • Eine spezielle Werkstattinfrastruktur
  • Die Schulung des Werkstatt- und Fahrpersonals

Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 6,3 Millionen Euro. Das MIL fördert das Vorhaben mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von rund 2,8 Millionen Euro. Die Eigenmittel betragen rund 3,6 Millionen Euro.

BBG Bernau, Bernau LIVE

Erst im April 2021 hat die BBG in Bernau mit einem offiziellen Spatenstich den Bau einer Busabstellhalle begonnen.

Bis zum Sommer 2021 entsteht in unmittelbarer Nachbarschaft des bestehenden Bernauer Betriebshofes in der Karl-Friedrich-Benz-Straße, eine „Garage“ für 32 Standardlinienbusse. Hiermit reagiert die BBG auf die wachsende Infrastruktur sowie auf die zukünftige Ausweitung des Linienverkehrs in Bernau sowie im Landkreis Barnim.

Gemeinsam wollen sich die Stadt Bernau und die BBG auf einen leistungsfähigeren und vor allem attraktiveren öffentlichen Personennahverkehr einstellen. Allein in diesem Jahr sollen u.a. etwa 37 neue Bushaltestellen errichtet werden und ein ausgeklügeltes Nahverkehrskonzept soll verhindern, dass Zweitfahrzeuge den Innenstadtverkehr unnötig belasten.

Seitens der BBG plane man die Erweiterung des Betriebshofes in Bernau Rehberge um die bereits im Bau befindliche Abstellhalle sowie um eine große Instandhaltungshalle in Bernau – Albertshof. Wie BBG Geschäftsführer Frank Wruck kürzlich informierte, sollen zudem 10 neue Busse den Fahrzeugbestand in unserer Region bereichern. Die Barnimer Busgesellschaft investiert somit  insgesamt etwa 3,7 Millionen Euro.

Verwendete Quellen: Eigene, BBG, Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung

 

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