Anzeige  
 
           +++ Aktuelle Kurzmeldungen +++
Verkehr: Ab 1. bzw. 04. Oktober Sperrung der B2 in Richtung Berlin – Beitrag
 Covid 19: Aktualisierte Corona-Umgangsverordnung ab 16. September – Beitrag
Wetter am Dienstag: Meist dicke Wolken, hier und da etwas regen möglich bei bis zu 17 Grad

Protest: Grösster Solarpark Deutschlands soll in Tempelfelde entstehen

Demo gegen den Aufstellungsbeschluss

Bernau / Tempelfelde: Auch wenn Tempelfelde wohl nicht zu den touristischen Highlights der Region gehört, so lässt es sich hier zumindest ruhig und fern von Stress und Hektik leben.

Neben zahlreichen Windanlagen haben etwa 400 Menschen in dem kleinen Örtchen ihr Zuhause, es gibt u.a. ein großartiges Wildkatzenzentrum zu entdecken, eine Freiwillige Feuerwehr, eine Brasserie, Pferdehöfe und jede Menge Natur. Nun soll sich auf etwa 200 Hektar, Deutschlands größter Solarpark mit etwa 500.000 einzelnen Solarmodulen dazu gesellen. 

Auch wenn die Errichtung noch in weiter Ferne steht, so sind viele Menschen sauer und fühlen sich schon jetzt hintergangen. Denn nach Angaben des Barnimer Aktionsbündnis, hat man es seitens der Gemeinde Sydower Fließ versäumt, die Bürgerinnen und Bürger über das Vorhaben zu informieren, bzw. ausreichend in die Planung einzubeziehen.

Anzeige  

Ihren Unmut machten zahlreiche Menschen am gestrigen Donnerstagnachmittag vor der Grundschule in Grüntal Luft und sammelten Unterschriften gegen die Errichtung eines Solarparks in der angegeben Größenordnung. Im Amt fand im Anschluss eine Gemeindevertretersitzung statt.

Der Solarpark soll auf einem privaten Feld zwischen den Ortsteilen Tempelfelde und Grüntal, angrenzend an das dortige Wohngebiet errichtet werden. Beeinträchtig von dem Projekt sind u. a. ein Pferdehof mit 8 ha großen Koppeln (www.der-tempelhof.de) sowie das Wildkatzenzentrum Felidae (www.wildkatzen-barnim.de), bei dem erst kürzlich ein großflächiges Außengehege errichtet wurde und das nun unmittelbar an den Solarpark grenzen könnte.

Wir sind nicht gegen Solar- und Windenergie, wenn diese Vorhaben im Einklang mit Mensch, Tier und Natur stehen“, sagt Unternehmerin Juliane Uhlig, Sprecherin des Aktionsbündnisses. „Ein Dialog vonseiten der Planer und der Behörden muss vorher stattfinden. Wir wollen nicht hintergangen werden“. Erfahren haben Anwohner von dem Millionen-schweren Bauvorhaben erst kürzlich durch eine Veröffentlichung im Amtsblatt der Gemeinde Sydower Fließ, so das Aktionsbündnis.

Sie fordern die sofortige Rücknahme des Aufstellungsbeschlusses zur Aufstellung des Bebauungsplanes „Photovoltaik-Freiflächenanlage Tempelfelde“. Danach ggf. einen Neustart mit passenderen Flächen und vorzeitiger Bürgerbeteiligung.

In der gestrigen Gemeindevertretersitzung konnte aufgrund der Tagesordnung nur bedingt auf die Fragen der Anwohner im Bezug auf den möglichen Solarpark eingegangen werden. Hier soll es jedoch noch zu einem späteren Zeitpunkt Möglichkeiten geben.

 

Anzeige  
Schaltfläche "Zurück zum Anfang"