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Dysplasiesprechstunde für Frauen in Bernau im Fokus zum Weltkrebstag

Brücke zwischen Vorsorge und Therapie

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Bernau / Barnim: Zum Weltkrebstag am 4. Februar rücken das Immanuel MVZ Klosterfelde und das Immanuel Klinikum Bernau ein Thema in den Fokus, das oft unterschätzt wird: die gezielte Vorsorge gegen Gebärmutterhalskrebs und Co.

Im Zentrum steht dabei die zertifizierte Dysplasiesprechstunde – eine wichtige Brücke zwischen Vorsorge und Therapie.

Der Weltkrebstag steht in diesem Jahr unter dem Zeichen der Aufklärung. Dass Früherkennung Leben rettet, ist kein Geheimnis, doch was passiert eigentlich, wenn der Routine-Abstrich beim Frauenarzt einen „auffälligen Befund“ ergibt? Für viele Frauen in der Region Bernau ist das Immanuel MVZ Klosterfelde hier die entscheidende Anlaufstelle.

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Hinter dem medizinischen Begriff „Dysplasie“ verbergen sich Zellveränderungen, die zwar noch kein Krebs sind, aber das Potenzial haben, sich dazu zu entwickeln. Dr. med. Tina Jeske, ärztliche Leiterin des Immanuel MVZ Klosterfelde, kennt die Sorgen ihrer Patientinnen:

„Jährlich erkranken in Deutschland zehntausende Frauen an gynäkologischen Krebsarten wie Gebärmutterhals-, Eierstock- oder Vulvakrebs. Das Tückische: Diese Erkrankungen entwickeln sich oft schleichend über Jahre hinweg aus zunächst gutartigen Zellveränderungen“, erklärt die Fachärztin.

In der spezialisierten Dysplasiesprechstunde geht es darum, genau diese Vorstufen frühzeitig zu identifizieren und – falls nötig – schonend zu behandeln, bevor sie gefährlich werden. Dank modernster Technik und zertifizierter Expertise bietet das MVZ in enger Kooperation mit dem Immanuel Klinikum Bernau eine lückenlose Versorgung direkt vor Ort.

Der Appell zum Weltkrebstag ist klar: Vorsorge ist keine Last, sondern eine Chance. Ein Termin zur Abklärung kann den entscheidenden Unterschied machen.

Mehr dazu von der Immanuel Albertinen Diakonie

Was bedeutet Dysplasie konkret?

Am häufigsten treten Dysplasien am Gebärmutterhals auf, meist ausgelöst durch eine anhaltende Infektion mit Humanen Papillomaviren (HPV). Diese sogenannten zervikalen Dysplasien lassen sich über Vorsorgeabstriche erkennen. Daneben gibt es auch Dysplasien im Bereich der Vulva und Vagina, die sich unter anderem durch Juckreiz, Hautveränderungen oder Schmerzen bemerkbar machen können. Auch chronische Erkrankungen wie Lichen sclerosus, die das Risiko für Vulvakrebs erhöhen, gehören zum Behandlungsspektrum der Spezialsprechstunde.

Genau hier setzt die Dysplasiesprechstunde, die in der Hochschulambulanz im Immanuel Klinikum Bernau angeboten wird, an. Sie richtet sich an Frauen mit auffälligen Befunden aus der Krebsvorsorge, mit anhaltenden Beschwerden oder nach bereits erfolgten Behandlungen. Anders als in einer regulären gynäkologischen Sprechstunde werden die Veränderungen hier gezielt und differenziert abgeklärt – etwa mit speziellen mikroskopischen Untersuchungen, HPV-Diagnostik oder, wenn nötig, kleinen Gewebeproben.

„Ein auffälliger Befund verunsichert viele Frauen“, sagt Dr. Tina Jeske. „Wir erklären genau, was festgestellt wurde, wie hoch das Risiko wirklich ist und welches Vorgehen sinnvoll ist. Sehr oft können wir durch engmaschige Kontrollen oder kleine Eingriffe verhindern, dass überhaupt Krebs entsteht.“

Die Dysplasiesprechstunde ist nach den Richtlinien der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert und Teil eines eng vernetzten Versorgungskonzepts. Sollte eine weiterführende Therapie notwendig sein, arbeiten MVZ, Klinik und Hochschulambulanz eng zusammen – bis hin zur Besprechung der Fälle in interdisziplinären Tumorkonferenzen. Für Patientinnen bedeutet das: onkologische Versorgung aus einer Hand, wohnortnah und abgestimmt.

Die Sprechstunde findet dienstags von 8 bis 13 Uhr in der Hochschulambulanz des Immanuel Klinikums Bernau in der Ladeburger Straße 17 statt. Die Kosten übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen. Termine werden nach Überweisung durch Fachärzte für Gynäkologie vergeben.

Was ist eine gynäkologische Dysplasie?

Als Dysplasie bezeichnen Ärztinnen und Ärzte auffällige Zellveränderungen, die sich im Bereich der weiblichen Geschlechtsorgane entwickeln können. Diese Veränderungen sind noch kein Krebs, gelten aber als mögliche Krebsvorstufen, wenn sie unbehandelt bleiben.

Häufige Formen gynäkologischer Dysplasien:

  • Gebärmutterhals-Dysplasie (zervikale Dysplasie):
    Tritt am Muttermund auf und wird meist durch eine länger bestehende Infektion mit Humanen Papillomaviren (HPV) verursacht. Sie lässt sich oft durch Pap-Abstrich und HPV-Test früh erkennen.
  • Vulva- und Vaginaldysplasien:
    Zellveränderungen im äußeren oder inneren Genitalbereich. Mögliche Anzeichen sind Juckreiz, Brennen, Hautveränderungen oder Schmerzen.
  • Chronische Erkrankungen wie Lichen sclerosus:
    Eine nicht heilbare, aber gut behandelbare Hauterkrankung, die regelmäßige Kontrollen erfordert, da sie das Risiko für Vulvakrebs erhöhen kann.

Warum ist Früherkennung so wichtig?

Viele Dysplasien verursachen lange Zeit keine oder nur geringe Beschwerden. Durch spezialisierte Diagnostik können sie früh erkannt, überwacht oder gezielt behandelt werden – oft, bevor Krebs entsteht, so die Immanuel Albertinen Diakonie.

 

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