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Der Natur zuliebe – Kontrollen am Hellsee und Krumme Lanke

Mit Kontrolleuren unterwegs

Bernau / Biesenthal / Lanke: Das Gebiet rund um den Hellsee gehört zu den schönsten Naturschutzgebieten im Landkreis Barnim.

Jahrhunderte alte Buchen wiegen sich rund um den idyllischen See im Wind und geben einer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt eine Heimat.

Das Naturparadies lädt Tag für Tag zahlreiche stressgeplagte Menschen zu einem Spaziergang ein und auch bei Anglerinnen und Anglern ist der See beliebt. Doch genau diese Beliebtheit macht dem Naturschutzgebiet mehr und mehr zu schaffen. Allein auf der Zufahrt des Hellsees werden an den Wochenende teils über 100 abgestellte Fahrzeuge an einem Tag gezählt, die sich teils dicht in den Wald drängen. Doch nicht nur die Anzahl an Besuchern hat dramatisch zugenommen, auch das Verhalten der Gäste wird zur Belastung für Wald und Seen.

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So berichtet uns Andreas Erbe vom Landesangelverband Brandenburg, dass gerade der Uferbereich des Hellsees in den vergangenen Monaten als wilder Campingplatz genutzt wird. Hierbei sind nicht nur die offenen Feuerstellen oder der zurückbleibende Müll bedenklich, auch die Zerstörung des Uferbereiches ist ein zunehmendes Problem. Denn mit jedem zerstörten Schilfbereich oder der zunehmenden Zerstörung des Waldes, schrumpft der Lebensraum der hochsensiblen Tier-und Pflanzenwelt. Um die Besucherinnen und Besucher darauf aufmerksam zu machen und sie für diesen einzigartigen Lebensraum zu sensibilisieren, soll es zukünftig regelmäßige Kontrollen geben.

Bereits am vergangenen Freitag machten sich Andreas Erbe vom Landesangelverband Brandenburg, Herr Meier von den Berliner Forsten und Berko Nowitzki als Gewässerwart auf den Weg um mit den Tagesgästen, bzw. Angler:innen ins Gespräch zu kommen. Leider spielte das Wetter den Kontrolleuren nicht in die Hände, so dass sie nur vereinzelt auf Angler stießen.

Die überraschten Angler konnten während der etwa zweistündigen Kontrolle ausnahmslos alle nötigen (Angel) Papiere vorzeigen und verhielten sich auch sonst vorschriftsmäßig und im Einklang mit der Natur. In einem kurzen Plausch zeigten sich die Angler verständnisvoll und betonten, dass auch sie ein Interesse an der Erhaltung der Seen und der Wälder hätten. Schließlich kommen sie wegen der Schönheit der Seen und der Ruhe hierher.

Wie uns Andreas Erbe vor Ort erklärt, sind es nur etwa 5 Prozent der Besucherinnen und Besucher, die mit ihrem Verhalten eine Gefahr für das Naturschutzgebiet darstellen. Diese sind besonders bei schönem Wetter am Hellsee und der Krummen Lanke anzutreffen. In Anbetracht der unzähligen Besucher:innen sind 5% allerdings sehr viel.

Für den Kontrollgang am vergangenen Freitag zogen die Kontrolleure eine positive Bilanz. Auch in Zukunft will man in regelmäßigen Abständen ein Auge auf das Verhalten der Tagesgäste oder Angler:innen werfen. Insbesondere soll hier Aufklärung zur Erhaltung der Natur beitragen.

 

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