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Verkehrsüberwachung rund um den Werbellinsee an Pfingsten

Schwerpunktkontrollen Motorrad

Bernau / Barnim: Zum wiederholten Mal fanden am Pfingstwochenende umfangreiche Verkehrskontrollen rund um den Werbellinsee (Schorfheide) statt.

Gerade zu Pfingsten zieht es nach nach den langen kühlen Monaten, etliche motorisierte Zweiräder auf die Straße. Der Barnim und insbesondere der Bereich um den Werbellinsee, bietet hier tolle Strecken um Fahrtwind und Freiheit zu genießen. Leider überschätzen sich hier zahlreiche Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer, sodass es immer wieder zu teils schweren Unfällen oder zu erheblichen Geschwindigkeitsüberschreitungen kommt.

Um dem entgegenzuwirken, führt die Polizeiinspektion Barnim in regelmäßigen Abständen Kontrollen durch. So auch am vergangenen Wochenende. Am Pfingstsonntag waren insgesamt elf Polizistinnen und Polizisten im Einsatz. An drei Kontrollstellen überwachten sie die Geschwindigkeiten von Zweirädern und Autofahrerinnen und Autofahrern. Ein Standort war am Sonntag unter anderem der Ortseingang von Eichhorst. Auch wenn es hier am Sonntag, vermutlich wetterbedingt, eher ruhig zuging und wenige Zweiräder unterwegs waren, so gab es dennoch einige, die sich nicht an die vorgegebene Geschwindigkeit hielten.

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Gerade am Ortseingang kann dies jedoch sehr gefährlich werden. Bei schönem Wetter tummeln sich hier tausende Besucherinnen und Besucher und der Ort ist dermaßen frequentiert, dass man als Fußgänger:in Schwierigkeiten hat, über die vielbefahrene Hauptstraße zu kommen. Viele Kinder, Familien und Radfahrer:innen sind unterwegs, breite Gehwege gibt es kaum und in unmittelbarer Nähe des Ortseingangs aus Richtung Eberswalde kommend, befinden sich Parkplätze, Anleger oder gastronomische Einrichtungen.

Wie voll der Ort werden kann, konnte man sehr gut am Pfingstmontag sehen. Das Wetter bei weitem besser, platze Eichhorst im Bereich der Schleuse beinahe aus allen Nähten unzählige Fahrzeuge und Motorräder durchquerten den kleinen Ort und rund um den Werbellinsee herrschte teils dichter Verkehr.

Dies hielt einige Verkehrsteilnehmer:innen jedoch nicht davon ab, teils viel zu schnell zu fahren. Wie nochmalige Kontrollen am Pfingstmontag im Bereich der Seerandstraße offenbarten, sind solche Kontrollen mehr als notwendig und sinnvoll. Spitzenreiter war hier ein Motorradfahrer der bei erlaubten 60 km/h mit 97 km/h unterwegs war. Aber auch einige Autofahrer:innen hielten sich nicht an die Höchstgeschwindigkeit und mussten der Polizei Rede und Antwort stehen.

Wie wichtig solche (Motorrad) Kontrollen sind, zeigt ein schwerer Motorradunfall vom Wochenende. Hierbei kam ein 23-jähriger Motorradfahrer in Höhe Hubertusstock mit hoher Geschwindigkeit von der Straße (L220) ab und verletzte sich schwer. Nach der Erstversorgung wurde er mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht.

Hintergründe:

Bestimmte Straßenabschnitte im Landkreis Barnim sind durch übermäßig starke Nutzung, einhergehende Lärmentwicklung sowie deutlich überhöhte Geschwindigkeit durch Motorradfahrer wiederholt in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung gerückt. Im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Barnim sind das insbesondere die Landesstraße 29 zwischen den Ortslagen Liepe und Oderberg, die Landesstraße 291 zwischen den Ortslagen Eberswalde und Liepe sowie die Landesstraße 220 zwischen den Ortslagen Eichhorst und Joachimsthal entlang des Westufers des Werbellinsees.

Diese Straßenabschnitte erfreuen sich auf Grund ihres Streckenprofils durch lange Geraden gepaart mit kurvenreichen Passagen, unter Motorradfahrern auch überregional großer Beliebtheit. Weitere polizeiliche Schwerpunkte bilden Ortschaften, in welchen sich Anfahrtsstrecken befinden, um die oben genannten Straßenabschnitte zu erreichen. Zahlreiche Bürgerbeschwerden in den zurückliegenden Jahren, welche insbesondere auf der hohen Lärmbelästigung basieren, bilden hier die Grundlage für polizeiliche Maßnahme in der Vergangenheit sowie in der Gegenwart.

Trotz wiederkehrender Präventionsmaßnahmen, welche insbesondere zur Sensibilisierung von Motorradfahrern, aber eben auch allen sonstigen Fahrzeugführern angedacht sind, ereignen sich nach wie vor teils schwerste Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Motorradfahrern. Hierbei treten Motorradfahrer sowohl als Geschädigte als auch Verursacher auf. Im letzteren Fall wurde als Hauptunfallursache die nicht an den Straßenverlauf angepasste Geschwindigkeit ermittelt. – Quelle: Polizeidirektion Ost

Verwendete Quellen: Polizeidirektion Ost / PI Barnim / Landkreis Barnim

Aktueller Verkehrsunfallbericht Landkreis Barnim

Die polizeilich aufgenommenen Verkehrsunfälle im Landkreis Barnim (ohne Autobahn) sind 2020 deutlich zurückgegangen (- 10 %).

Das spiegelt den Landes- und Bundestrend wider und ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass wegen der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr auf deutschen Straßen deutlich weniger Kilometer zurückgelegt wurden als im Vorjahr.

„Dennoch forderte das Fahrverhalten der Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer im Landkreis Barnim im vergangenen Jahr 16 Todesopfer. Darunter waren zwei Rad- und drei Motorradfahrende. Bei den tödlichen Motorradunfällen handelt es sich um Fahrfehler aufgrund von überhöhten Geschwindigkeiten oder unübersichtlichen Überholvorgängen“, berichtet Landrat Daniel Kurth. Der Landkreis Barnim reagiert mit einer neuen Geschwindigkeitsmessanlage, welche auch Temposünder auf dem Motorrad erfassen kann. Der sogenannte „Motorrad-Blitzer“ kommt pünktlich zu Beginn der Motorradsaison am 28. März erstmalig zum Einsatz. „Der Landkreis verfolgt mit dem Einsatz des Gerätes keine „Abzocke“, sondern will vielmehr bewirken, dass sich kein Motorradfahrer mehr verletzt oder tot fährt“, betont der Landrat.

Auffällig ist der erneute Anstieg der Personenschadensunfälle (+ 0,5 %). Dabei wurden 716 Personen verletzt.

Während bei den Abstands- und Vorfahrtsunfällen ein Rückgang zu verzeichnen ist, sind die Unfälle mit den Ursachen Alkohol (+ 8,7 %) und Geschwindigkeit (+ 7 %) erneut angestiegen. Die Verkehrsunfälle mit der Beteiligung von Rad- (+ 14,7 %) und Kradfahrenden (+ 6,2 %) sind ebenfalls erneut angestiegen.

„Wir werden diese Unfälle in den nächsten Wochen ortsbezogen auswerten und festlegen, welche Maßnahmen als geeignet erscheinen, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen“, erklärt Marcel Kerlikofsky, Leiter der Verkehrsunfallkommission.

Erfreulich ist der wiederholte Rückgang bei den LKW-Unfällen (- 2,7 %). Seit drei Jahren gibt es im Landkreis Barnim wiederkehrende und zielgerichtete Aktionen zur Kontrolle des Schwerverkehrs. Die Unfälle sind in dieser Zeit um 13 % zurückgegangen.

„Auch für dieses Jahr werden wir zusammen mit der Polizei Schwerpunktaktionen zum LKW-Verkehr oder zu den Brennpunkten auf den Motorradstrecken und bei den Radfahrenden durchführen“, so Kerlikowsky weiter.

Verwendete Quelle: Landkreis Barnim

 

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