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Bernau: PolitBrunch zum Thema Pflege und Gesundheit

"Applaus reicht nicht aus"

Bernau / Barnim: Zu einem interessanten Politbrunch hat am gestrigen Sonntagmittag die Agentur Ehrenamt in das Neue Rathaus von Bernau geladen.

Unter dem Motto „Was kommt nach dem Balkonapplaus?“ wurde unter anderem mit Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher zum Thema Pflege und Gesundheit diskutiert. 

Ergänzt wurde das Podium von Prof. Dr. Annette Grüters-Kieslich, Charité – Universitätsmedizin Berlin / Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und Wilfried Wesemann, Vorstand beim Deutschen Evangelischen Verband für Altenarbeit und Pflege e.V. Durch die Talkrunde führten die Moderatorin und Mediatorin Kerstin Lück sowie Lutz Reimann von der Agentur Ehrenamt.

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Begonnen wurde der erste Bernauer PolitBrunch dieser Art mit einem eindringlichen Video, welches provokant die Probleme der Pflege in den Mittelpunkt stellt. Unter dem Motto „Applaus reicht nicht aus“ zeigt der knapp 3-minütige Film auf, dass „Applaus“ zwar wichtig ist, aber eben nicht auf Dauer ausreicht das Pflegesystem in Deutschland zu verbessern.

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Grundlegend kamen die Gesprächsteilnehmer*innen auf den gemeinsamen Nenner, dass die Pflege in Deutschland dringend einer Rundumkur bedarf. Zu den Hauptgründen der aktuellen Lage wurden unter anderem mangelndes Gehalt, fehlende Mitarbeiter:innen oder eine zu geringe Wertschätzung in der Gesellschaft aufgeführt. Auch wenn das Gesundheitssystem in Deutschland zu einem der Besten auf der Welt zählt, so hinken wir in der Pflege vielen hinterher.

Eine Lösung brachte der etwa 2-stündige und sehr komplexe Politbrunch natürlich nicht hervor. Allerdings war man sich darüber einig, dass hier dringend in Ausbildung, einen höheren Personalschlüssel oder an der Wertschätzung der Pflegeberufe sowie an einer gesunden Finanzierung gearbeitet werden muss. Hierfür sprach sich auch Gesundheitsministerin Nonnemacher aus.

Unter den Gästen im Publikum waren unter anderem Bürgerinnen und Bürger, Bernaus Bürgermeister André Stahl oder der Geschäftsführer der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal, Martin Wulff. Nicht zum Thema kam die aktuelle Lage rund um das Altenpflegeheim Wohnen „Am Weinberg“ in Bernau. Dies lag daran, dass der gestrige PolitBrunch bereits Monate zuvor geplant wurde.

Im Vorfeld der Veranstaltung kam es vor dem Rathaus seitens der LINKEN zu einer kleineren Kundgebung, die auf den (AWO) Personalnotstand aufmerksam machen sollte. Zudem wurde der Ministerin eine zum Thema bezogene Unterschriftenliste übergeben. Warum einigen Besucher:innnen allerdings geraten wurde, die Veranstaltung nicht zu besuchen, war uns nicht klar.

Wer mehr erfahren möchte, dem empfehlen wir den beigefügten LIVE-Stream anzuschauen. 

Der nächste PolitBrunch ist für den 15. August geplant. Geladen sind mehrere Kandidatinnen und Kandidaten zur Bundestagswahl.

 

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