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Ärger in Schönow – 35 Meter hoher Sendemast soll auf Sportplatz

Montag bereits Baubeginn

Bernau / Schönow: Noch vor einem Tag war die Welt in Schönow in Ordnung – nur 24 Stunden später stehen zahlreiche Menschen empört und fassungslos vor dem Sportplatz.

Grund hierfür ist der Bau eines 35 Meter hohen Sendemast auf dem Gelände des Sportplatzes. An sich nichts spektakuläres, schließlich freuen wir uns alle über gute Netzabdeckung beim Mobilfunk. Allerdings ist das Problem, dass bis gestern niemand davon wusste. Weder der Sportverein BSV Rot-Weiß Schönow, noch der Ortsvorsteher Sven Grosche oder die Anwohner!

Am gestrigen Donnerstag wurde der Vereinsvorsitzende Alexander Morzinek angerufen weil eine Baufirma ihn um Informationen zum Gelände des Sportplatzes bat. Daraufhin fragte er verblüfft um was es denn geht und der Anrufende verkündete, dass ab kommenden Montag auf dem Gelände des Sportvereins ein Sendemast gebaut wird. Gleichzeitig brachte sich schon einmal ein Bagger in Position und erste Bauteile wurden auf dem Gelände abgelegt.

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Sofort erkundigte sich der Vereinsvorsitzende beim Ortsvorsteher Sven Grosche nach seinem Kenntnisstand. Auch er fiel aus allen Wolken und wusste nichts vom Projekt. Es begann eine große Telefonrunde und niemand konnte Auskunft zum Bauvorhaben geben. Auch Anfragen bei der Bernauer Stadtverwaltung blieben bis zum heutigen Freitag ohne weitere Erkenntnisse.

Klar, dass hier der Verein wie auch der Ortsvorsteher so richtig aufgebracht sind und es nicht fassen können, dass über ihre Köpfe hinweg solch eine Genehmigung erteilt wurde. Auch Daniel Sauer zeigte sich über das Vorgehen verwundert. Bis heute gelang es auch ihm nicht, konkrete Aussagen zum Projekt zu erhalten. Wie uns der Vorsitzende der Bernauer CDU vor Ort mitteilte, hatte selbst Bernaus Bürgermeister André Stahl keine Ahnung von dem Projekt.

BLR01810Am Rand des Sportplatzes soll der Mast aufgestellt werden – die Markierungen sind bereits eingesteckt

Spontan versammelten sich am frühen Freitagabend geschätzte 70 Anwohnerinnen und Anwohner sowie Vereinsmitglieder und Stadtverordnete am Eingang des Sportplatzes an der Zepernicker Straße. Eigens hierfür wurde im Eilverfahren eine Kundgebung angemeldet und die Polizei sicherte den Versammlungsort ab.

Alle waren sich einig, dass solch eine technische und möglicherweise „gesundheitlich bedenkliche“ Anlage nicht auf einen Sportplatz gehört und machten ihren Unmut darüber Luft, dass niemand auch nur ein Stück weit informiert oder gefragt wurde. Der Mast selber soll etwa 35 Meter hoch- und über ein größeres Fundament abgesichert werden. Die Position ist nach Auffassung aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer  denkbar ungünstig. So steht der Mast faktisch direkt am Spielfeld, wird vermutlich noch mit Seilen abgesichert werden und viele machen sich Sorgen über mögliche Strahlungen die vom Sendemast ausgehen könnte. Schließlich befinden sich gleich nebenan die Schule oder etliche Wohnhäuser.

Man fragt sich nun, wer hat das entschieden, wer hat es genehmigt und wer ist hierfür verantwortlich? Und vor allem, warum hat man nicht wenigstens mit dem Verein als Nutzer des Platzes gesprochen? Bis zum Freitagabend war hier nichts herauszubekommen. Über das Wochenende will man versuchen, an weitere Informationen zu kommen. Des Weiteren soll geprüft werden, ob der Bau durch rechtliche Mittel verhindert, bzw. gestoppt werden kann.

Fortsetzung folgt. Sachstand: Freitag, 12. März – 18:15 Uhr

 

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