
Bernau / Barnim: Zum Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar ruft die Stadt Bernau zum gemeinsamen Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus auf.
Der offizielle Gedenktag dient der Mahnung und dem ehrenden Andenken an die Millionen Menschen, die unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft ihr Leben verloren.
Auch im Jahr 2026 finden im Stadtgebiet feierliche Zeremonien statt, um die Erinnerungskultur lebendig zu halten.
- Auftakt in Schönow: Die erste Zusammenkunft erfolgt bereits um 10:00 Uhr am Ehrenmal an der Kirche in Schönow.
- Kranzniederlegung am Bahnhof: Um 11:00 Uhr werden Bürgermeister André Stahl sowie Vertreterinnen und Vertreter der Stadtverordnetenversammlung am Ehrenmal am Bahnhof Bernau einen Kranz niederlegen und der Opfer gedenken.
Die Stadtverwaltung lädt alle Bernauer Bürgerinnen und Bürger ausdrücklich dazu ein, an den Veranstaltungen am Dienstag, dem 27. Januar, teilzunehmen. Unterstützt wird dieser Aufruf traditionell durch das Bernauer Netzwerk für Weltoffenheit, das damit gemeinsam mit der Stadtspitze ein klares Signal für Toleranz und gegen das Vergessen setzt.
Gedenken auch in Lobetal
Neben den zentralen städtischen Veranstaltungen findet auch in Lobetal ein wichtiges Gedenken statt. Die Hoffnungstaler Stiftung Lobetal erinnert am 27. Januar um 13:00 Uhr an jene Menschen, die aus den damaligen Einrichtungen der Hoffnungstaler Anstalten heraus Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung wurden.
Das Gedenken beginnt mit einer Besinnung in der Lobetaler Kirche. Im Anschluss folgt eine feierliche Zeremonie am Gedenkstein, bei der die Namen der Opfer verlesen und mit Namen versehene Rosen niedergelegt werden.
Aus den Einrichtungen der Hoffnungstaler Anstalten, jetzt Hoffnungstaler Stiftung Lobetal, wurden im Jahr 1942 Menschen jüdischer Herkunft in das Warschauer Ghetto deportiert und ermordet. Vier Homosexuelle wurden 1943 von einem NS-Sondergericht zum Tode verurteilt und in Berlin-Plötzensee hingerichtet. Insgesamt wurden 20 Frauen und Männer durch das Terrorregime der Nazis ermordet.
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