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Historische Stadtmauer in Bernau wird denkmalgerecht saniert

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Covid-19: Mund- und Nasenschutz in Läden, ÖPNV und Schulen Pflicht.
Wetter am Mittwoch: Viel Sonne bei bis zu sommerlichen 32 Grad

Bernau (Barnim): Sie ist ein Wahrzeichen unserer Stadt, die etwa 1.200 Meter lange Stadtmauer, die sich um die Innenstadt von Bernau legt.

War sie mit ihren Lughäusern, Gräben, Toren und Türmen einst ein sicherer Schutz gegen ungewollte Eindringlinge, so ist sie heute ein toller Blickfang und ein geschichtliches  Zeugnis unserer Stadt.

Leider nagt auch an ihr die Zeit uns so ist es erforderlich, die Stadtmauer hin und wieder zu sanieren, bzw. instand zu halten. Dies erledigt im Augenblick die Firma HTI Havelberg. Notwendig wurde die Sanierung, da der Efeu dem Gemäuer besonders an der dem Stadtpark zugewandten Seite sehr zugesetzt hat. Die Efeuwurzeln und die Witterung haben die Fugen zum Teil stark ausgemergelt. Auch die Mauerkrone wurde geschädigt.

Nach dem der hochgewachsene Efeu entfernt wurde, hat Hans-Jörg Fathke das Mauerwerk bauhistorisch untersucht und ein Sanierungskonzept erstellt.

Zu Jahresbeginn wurde der Efeu heruntergeschnitten. Die Arbeiten mussten bis Ende Februar und damit vor der Brutzeit der Vögel abgeschlossen sein. Anhand von Bildern und Zeichnungen erläutert er darin ganz genau, was jetzt zu tun ist. Für den Berliner Bauforscher war die vermutlich bereits im 13. Jahrhundert gebaute und in den ersten 20 Jahren nach der Wiedervereinigung zu großen Teilen sanierte Befestigung schon immer die Vorzeige-Stadtmauer Brandenburgs, so die Stadt Bernau in einer Mitteilung.

„Die Geschichte ihrer Entstehung kann man relativ gut sehen. Je nachdem, wie sich die Waffentechnik entwickelt hat, wurde auch die Mauer umgebaut. So wurden die Wurfluken im Laufe des 15. Jahrhunderts zu Schießscharten“, sagt Hans-Jörg Fathke. Denkmalgerechte Sanierung bedeute, dass Bauspuren vergangener Zeiten erkennbar bleiben, damit spätere Generationen den Umbau erkennen können.

Bernau
Foto: Pressestelle der Stadt Bernau

„Bei der Sanierung werden die Fugen gereinigt, lockeres Mauerwerk wird entfernt. Dann werden die Fugen neu angelegt und fachgerecht verzwickelt “, informiert Bauleiter Maik Jonschkowski. Die Lücken zwischen den Steinen werden mit Gesteinssplittern ausgefüllt. Geachtet wird dabei auf die horizontalen Ausgleichslagen, damit der Charakter des Mauerwerks erhalten bleibt. Gearbeitet wird mit historischen Materialien: mit sogenanntem Hydraturkalk, ungewaschenem braunbeigem Sand aus der Umgebung und Klosterformatbacksteinen.

So wurde dereinst auch die Stadtmauer errichtet. Der Kalk zwischen den Fugen lässt das Mauerwerk arbeiten, es entstehen keine Risse. Auf dem vorderen Lughaus mussten die stark geschädigten Mauerteile abgetragen und in gleicher Weise steingerecht aufgebaut werden, teilweise mit neu gebrannten Steinen im alten Klosterformat. „Die Fugen waren nur noch blanke Erde“, so Hans-Jörg Fathke. Bis Mitte Juli sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Etwa 50.000 Euro investiert die Stadt in die Sanierung des Mauerabschnittes. Die Stadtmauer gehört zu den Wahrzeichen von Bernau. Auf einer Länge von etwa 1.200 Metern umschließt sie mit ihren Lughäusern, Türmen und Toren die Innenstadt.

Verwendete Quelle: Stadt Bernau bei Berlin.

 

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