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Bernau: Stadtwerke machen Stromnetz fit für die Zukunft

Doppelte Spannung, doppelte Sicherheit

Innenausbau der zweiten Schaltanlage im Umspannwerk an der Zepernicker Chaussee

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Bernau wächst – und damit auch der Strombedarf. Dass auch in Zukunft immer zuverlässig Strom in die Bernauer Haushalte gelangt, darum kümmern sich die Stadtwerke Bernau: Mit dem Bau einer zweiten Schaltanlage im Umspannwerk an der Zepernicker Chaussee erweitert das Unternehmen seine Kapazitäten und macht die Bernauer Stromversorgung zukunftsfit.

„Wir bereiten dort eine Spannungsumstellung von 110 Kilovolt, kurz kV, auf 20 kV vor. Die Arbeiten im Inneren des Schalthauses kommen gut voran“, sagt Jürgen Alscher, Leiter Technik bei den Stadtwerken Bernau. Er ergänzt: „Sind sie fertiggestellt, können wir mehr Strom mit geringeren Verlusten über mittlere Entfernungen transportieren – das macht unser Netz effizienter und leistungsfähiger.“

Gleichzeitig erweitern die Stadtwerke Bernau damit Möglichkeiten für die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien. „Wir sind für die sichere Energieversorgung der Stadt in Zeiten der Energiewende verantwortlich und schaffen jetzt die Voraussetzungen, damit Bernau weiter wachsen kann“, betont der technische Leiter. In die höhere Kapazität des Stromnetzes investieren die Stadtwerke Bernau insgesamt rund 690.000 Euro.

Voraussichtlich Mitte April ist es so weit: Dann erfolgt die technische Abnahme der Anlage und die Integration ins Netz. Sukzessive werden Abschnitte des Stromnetzes im Folgenden auf die höhere Spannungsebene umgestellt. „Davon werden die Bürger nichts mitbekommen – schließlich werden sie mit einer weit geringeren Spannung über unsere Verteilnetze versorgt“, ergänzt Jürgen Alscher.

Mehr Verbraucher erfordern stärkere Netze

Insgesamt umfasst das Netz der Bernauer Stadtwerke ca. 686 Kilometer Mittelspannungs- und Verteilnetze. Integriert ist darin seit Januar auch der Ortsteil Schönow, wo die Stadtwerke neuer Netzbetreiber sind. „Darum ist unser Stromnetz größer geworden. Auch ziehen immer mehr Menschen nach Bernau“, informiert Jürgen Alscher und ergänzt: „Neue Gebäude brauchen Strom, und mehr Abnehmer heißt in der Regel auch, dass mehr Strom durch die Leitungen fließen wird. Deshalb bauen wir unser Netz aus, dazu dient auch das neue Schalthaus.“

Parallel zum Innenausbau erfolgt die Anbindung an das bestehende Schalthaus. „Wir stimmen uns bei den Arbeiten sehr eng mit dem vorgelagerten Netzbetreiber ab, an dessen Netz unsere Mittelspannung angeschlossen ist“, erklärt Jürgen Alscher. Aktuell werden außerdem die armdicken 20-kV-Mittelspannungskabel an die vorhandenen Transformatoren angeschlossen. „Das sind quasi die Übernahmestationen, an denen wir den Strom aus dem Hochspannungsnetz mit 110 kV übernehmen und auf Mittelspannung mit 10 oder 20 kV herunterregeln“, erläutert Jürgen Alscher und fügt an: „Mit dieser Spannung speisen wir ihn in unsere Netze ein. An Transformatorenstationen wird er dann noch einmal heruntertransformiert auf die Haushaltsspannung von 230 Volt.“

Foto: Parallel zum Innenausbau schließen die Stadtwerke Bernau das neue Schalthaus an die bestehende Anlage im Umspannwerk an der Zepernicker Chaussee an.

Info und Bild via Stadtwerke Bernau

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