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Bauvorhaben Schwanebecker Chaussee – volles Haus zur Info-Veranstaltung

2.300 Wohnungen in 10 Jahren

Bernau (Barnim): Wie von uns mehrmals angekündigt, hat die Stadt Bernau am gestrigen Montagabend zu einer Info-Veranstaltung zum geplanten Wohngebiet an der Schwanebecker Chaussee eingeladen.

Wie wichtig die Veranstaltung war, zeigten die zahlreichen BesucherInnen. Bis auf den allerletzten Platz füllte sich das Ofenhaus in der Bernauer Weinbergstraße, so dass einige Gäste sogar stehen mussten oder auf den Treppen saßen. 

Neben dem Investor und Bernaus Bürgermeister André Stahl, informierten zahlreiche geladene Personen zum Bauprojekt. So unter anderem Mitarbeiter des städtischen Bauamtes, Verkehrsplaner, Gutachter oder Ingenieure zum Thema Schallschutz, Altlasten, Artenschutz oder Versickerung. Eine Auflistung findet Ihr am Ende des Beitrages.

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Einleitend ging es um den jetzigen Stand der Planungen. Wie bereits bekannt, soll auf der Liegenschaft des ehemaligen Heeresbekleidungsamtes, ein komplett neues Wohngebiet entstehen. Investiert werden nach Angaben des Investors etwa 550 Millionen Euro, wovon allein etwa 8-10 Millionen Euro für die Sanierung der Altlasten aufgewendet werden. So müssen u.a. alter Boden abgetragen,- Vergrabungen von Müll oder Metall beseitigt,- und alte Kampfmittel geborgen und entsorgt werden.

Nach der Bereinigung des etwa 41 Hektar großen Geländes, welches zuletzt durch die Rote Armee der ehemaligen Sowjetunion genutzt wurde, sollen in den kommenden 10 Jahren etwa 2.300 Wohnungen nebst sozialer Infrastruktur entstehen. Angefangen wird hier mit den denkmalgeschützten Bestandsgebäuden. Geplant ist, dass pro Jahr “nur” etwa 230 neue Wohnungen fertiggestellt werden. Gebaut werden soll mit 3-6 Geschossen und naturnaher Dachbegrünung.

Ergänzt wird das neue Wohngebiet dann durch eine Grundschule mit Turnhalle, einen Sportplatz, 2 Kindertagesstätten und Geschäfte sowie kleineres Gewerbe auf der Seite zur Schwanebecker Chaussee. Geplant ist hier u.a. ein EDEKA oder ein DM-Markt. Freizeitflächen, Teichanlagen, ein Park und gläserne Schallschutzwände sollen für eine hohe Wohnqualität sorgen. Wie hoch die Mietpreise werden, konnte am gestrigen Abend noch nicht gesagt werden. Auch zum möglichen sozialen Wohnungsbau gab es keine näheren Infos, wenngleich man hier schauen möchte, inwieweit es Möglichkeiten gibt.

Baustelle Symbolbild Bernau LIVE 0000 1

Verkehrstechnisch soll das neue Wohngebiet über mehrere Zufahrten an die Schwanebecker Chaussee angebunden werden. Ein Kreisverkehr und Fußgängerquerungen sollen hierbei die nötige Sicherheit geben. Auf dem Gelände selber wird es 1 Parkplatz für Wohnungen bis 100 qm – und 2 Parkplätze für Wohnungen über 100 qm geben. Zusätzlich sollen mehrere hundert Parkplätze ausreichend Platz für weitere Fahrzeuge bieten. Ferner soll das Wohngebiet über drei Haltestellen von der BBG angefahren und mit dem vorhandenen Radwegenetz verbunden werden. Nach Angaben eines Verkehrsplaners, soll der Verkehr rund um den neuen “Stadtteil”, nicht signifikant zunehmen. Nach erfolgten Verkehrszählungen und Prognosen geht man hier von einer Steigerung von maximal 12% an der Schwanebecker Chaussee aus.

Neben den genannten Informationen gab es noch allerlei technische Facts, auf die wir hier erst einmal nicht genauer eingehen wollen, da die Aufstellung des Bebauungsplanes noch nicht abgeschlossen ist und hier vermutlich noch nicht das letzte Wort gesprochen wurde.

Im Laufe des gestrigen Abends kam auch das Publikum zu Wort. So ging es in den Fragen vornehmlich um den möglichen Verkehr, um die Reduzierung von Wohneinheiten, sozialem Wohnungsbau oder um mögliche Beeinträchtigungen während der Bauzeit. Gerade die “Lindower” befürchten hier erhebliche Einschränkungen in ihrer Wohnqualität. Auf die Frage eines Gastes was passieren würde, wenn es nicht zur Bebauung kommt, antwortete der Investor, dass das Gebiet dann so bleiben wird wie es ist.

Wünschenswert wäre dies unserer Meinung nach, allerdings nicht. Denn seit etwa 20 Jahren versucht man, das Gelände wiederzubeleben. Allein schon die Kosten der Altlastenentsorgung dürften hier viele Möglichkeiten ausschließen. Es wird sich wohl kaum ein Investor finden, der aus dem gigantischen Gelände einen Erholungspark macht. Insofern kommt wohl nur Wohnungsbau oder eine gewerbliche Nutzung in Frage.

Baustelle Symbolbild Bernau LIVE 0001

Eingeladene Gesprächspartner
Gerald Breschke, Vorhabenträger Nordland Projekte Bernau GmbH & Co. KG
Boris Winker (Stadtplaner), W.O.W. Kommunalberatung und Projektbegleitung GmbH
Andrea Niesel (Schallschutz), Hoffmann Leichter Ingenieurgesellschaft mbH
André Zimmermann (Verkehr), Hoffmann Leichter Ingenieurgesellschaft mbH
Knut Hempel, Versickerung
Stephan Lill (Altlasten), HPC AG
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