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Bernau: Karl-Heinz Weßlau (87) – nach 60 Berufsjahren in den Ruhestand

Alles Gute!

Bernau / Barnim: Nach gut 60 Berufsjahren verabschiedete sich in diesen Tagen Dr. Karl-Heinz Weßlau in den mehr als verdienten Ruhestand.

Aus dem Arbeitsleben wurde der 87-jährige unter anderem von seiner Familie, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie von Bernaus Bürgermeister André Stahl verabschiedet.

Karl-Heinz Weßlau war 27 Jahre alt, als er gemeinsam mit seiner Frau Marion, einer gelernten Zahntechnikerin, am 1. August 1961 seine Praxis als niedergelassener Zahnarzt in Bernau-Friedenstal eröffnete. Er trat die Nachfolge seines Onkels Walter Rust, ein Zahnarzt i.R., an, der ihm zwei Räume in seiner Wohnung zur Verfügung stellte. Wenige Monate zuvor hatte die SED-Führung den Weg für Ärzte frei gemacht, die Praxen von Familienangehörigen zu übernehmen und sich so niederzulassen. Die medizinische Versorgung in der DDR war zu diesem Zeitpunkt schon lange nicht mehr gewährleistet. Bis Ende der 1950er-Jahre hatten tausende Mediziner das Land gen Westen verlassen. „In Bernau gab es damals noch vier Zahnärzte – zwei niedergelassene, die kurz vor der Rente standen und zwei in der Poliklinik“, erinnert sich Karl-Heinz Weßlau.

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Entsprechend stark nachgefragt war auch die Sprechstunde des jungen Zahnarztes, der vormittags an der Universität in Berlin Humanmedizin studierte und nachmittags ab 15 Uhr in der Praxis Patienten behandelte. Nach nur zwei Jahren sei es ziemlich eng in Friedenstal geworden, erzählt Karl-Heiz Weßlau. Er suchte nach neuen Räumen und fand sie – mit Unterstützung der Stadt – in der damaligen Thälmannstraße (heutige Bürgermeisterstraße). 1964  erfolgte der Umzug in die neuen Praxisräume und der der Familie in die daneben liegende Wohnung.

Hier, mitten in der Stadt, „ging es schnell aufwärts“, erinnert sich der heute 87-Jährige. Als eine weitere Wohnung in dem Haus frei wurde, konnten die Weßlaus die Praxis erneut ausbauen. Die erste Bohr-Einheit mit Turbine erhielt die Praxis 1966/67. Fortan behandelte Karl-Heiz Weßlau 900 bis 1000 Patienten im Quartal.

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Mitte der 1970er-Jahre dann der erneute Umzug der Praxis. Die alten Häuser in der Bernauer Innenstadt sollten abgerissen und durch Plattenbauten ersetzt werden.  Die Stadt bot den Weßlaus ein Haus in der Heinersdorfer Straße als Ersatz zum Kauf an. 1974 begann der Ausbau der ehemaligen Sattlerei. Ein Jahr später erfolgte der Einzug. 30 Jahre praktizierte Karl-Heinz Weßlau in der Heinersdorfer Straße, bevor er die Praxis an einen Nachfolger übergab. Doch gänzlich ans Aufhören dachte der damals über 70-Jährige noch nicht. 2006 wechselte er zu Sohn Dirk und Schwiegertochter Karola in die Zahnklinik am Rollbergeck. 15 Jahre arbeiteten sie zusammen. Nun, da mit Enkelsohn Karl-Philipp bereits die dritte Zahnarzt-Generation der Weßlaus angetreten ist, verabschiedet sich der Senior mit 87 Jahren endgültig in den Ruhestand.

Auch wir wünschen alles Gute! 

 

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