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Christopher Street Day – bunt und laut quer durch Bernau

„Queeres Bernau – Vernetze Dich!“

Nachrichten aus Deutschland und der Welt 2 x am Tag (Testbetrieb)

Bernau / Barnim: Unter dem Motto „Queeres Bernau – Vernetze Dich!“ fand am vergangenen Samstag, 22. Juni, der zweite Christopher Street Day in Bernau bei Berlin statt.

Trotz anfänglich starkem Regen kamen über 400 Menschen auf den Bahnhofsvorplatz, um an der Kundgebung und der anschließenden Pride-Parade durch die Bernauer Innenstadt teilzunehmen.

In zahlreichen Reden beschrieben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie sie ihren Alltag erleben. Oftmals werden sie in der Schule gemobbt, auf der Straße beschimpft oder gar bedroht oder im eigenen sozialen oder familiären Umfeld ausgeschlossen. Angesichts dessen riefen die Rednerinnen und Redner zu mehr Toleranz und Akzeptanz in der Gesellschaft, aber auch in der Politik auf. Auch Kommunen oder Städte können mehr tun, um eine queere Lebensweise zu unterstützen. »Jeder Mensch, egal welcher sexuellen Orientierung, ist wertvoll und vollkommen in Ordnung, so wie er ist.«

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Unter dem tosenden Applaus der Anwesenden setzte sich der Demo-Zug nach etwa einer Stunde zur Pride-Parade durch die Bernauer Innenstadt in Bewegung. Bunt und laut führte die Route entlang der Breitscheidstraße, Alte Goethestraße, Berliner Straße hoch zur Sankt-Marien-Kirche, durch das Mühlentor und der Lohmühlenstraße und fand sein Ende im Jugendtreff DOSTO. Aufgrund der vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmer kam es auf der Einfahrt des Jugendtreffs zu einem starken Rückstau, was der guten Laune jedoch keinen Abbruch tat.

Nach etwa 30 Minuten hatte jeder Teilnehmer einen Platz gefunden und konnte kurz durchatmen, bevor am Nachmittag zahlreiche Angebote unter dem Motto „Queeres Bernau – Vernetze Dich!“ warteten. Gemeinsam ließ man so den ereignisreichen Tag gemütlich ausklingen.

Wie uns Ash vom Organisationsteam am Rande der Demo erzählt, ist der Christopher Street Day sowohl auf dem Land, als auch in den großen Städten heute wichtiger denn je. Die letzten Wahlergebnisse beunruhigen die Szene ungemein und münden in Zukunftsängste, gerade auch bei jüngeren Menschen. Angst hatte Ash auch vor Zusammenstößen Andersdenkender während der Veranstaltung, doch diese blieben zum Glück unbegründet.

Ash machte im Gespräch deutlich, dass es auch in Bernau nicht selbstverständlich ist, mit Pride-Klamotten oder anderen Accessoires das Haus zu verlassen. Zudem geht es nicht nur darum der rechten und konservativen Menschen zu zeigen, dass wir laut sind, sondern auch unseren LGBTI+-Geschwistern zu zeigen, dass sie nicht allein sind. Noch immer trauen sich Menschen nicht, zu ihrer sexuellen Orientierung zu stehen, denn ein Outing könne von jetzt auf gleich schwere Konsequenzen für die einzelnen Personen haben. Solange die Angst vor Anfeindungen oder gesellschaftlicher Ablehnung ein ständiger Begleiter ist, wird es einen Christopher Street Day geben.

 

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