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Wandlitz: Ehemaliges Kasino und altes Wachgebäude in Basdorf saniert

Info der Gemeinde Wandlitz

Bernau / Wandlitz / Basdorf: Auch wenn es am heutigen Dienstag coronabedingt keine offizielle  Einweihungsfeier geben konnte, so kam man dennoch in kleinem Kreis in Basdorf zusammen.

Grund hierfür ist die fertiggestellte neue PSV-Trainingsstätte im ehemaligen Kasino und das ebenfalls sanierte ehemalige Wachgebäude auf dem ehemaligen Polizeischulgelände im Wandlitzer Ortsteil Basdorf. Am Mittag wurde das Projekt von Bürgermeister Oliver Borchert vorgestellt.

Das neue Domizil für die Kampfsportler des PSV Basdorf  – der PSV ist seit 2014 Landesstützpunkt für Ju Jutsu – ist ab jetzt das aufwändig sanierte ehemalige Kasino, das sogenannte Gebäude 24. Es entstand 1942 unter der Regie des „Generalbauinspektors für Berlin (GBI)“ an der damaligen Reichsstraße 109, der heutigen L 100, auf dem Gelände des Basdorfer Fremd- und Zwangsarbeiterlagers als sogenanntes „Gefolgschaftshaus“.  Es handelt sich um ein Einzeldenkmal innerhalb eines Ensembles von denkmalgeschützten Gebäuden aus dem Jahr 1942. Neben der Historie ist an diesem Gebäude insbesondere die stützenfreie Halle mit einem Tragwerk aus Holz-Kastenträgern das Besondere: eine beeindruckende zimmermannsmäßige Leistung.

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Das ehemalige Kasino wurde quasi komplett erneuert. „Aufgrund von immensen Bauschäden und einer Vielzahl von schadstoffbelasteten Alt-Materialien und Bauteilen wurden rund 80 Prozent aller Gebäudeteile und Konstruktionen erneuert bzw. ausgetauscht“, so Bürgermeister Oliver Borchert. Das käme also fast einem Neubau gleich. „Aber dafür kann jetzt eine Nutzungsdauer von 50 Jahren problemlos angesetzt werden“, so der Bürgermeister weiter.  In dem ehemaligen Kasino gibt es eine große Halle mit rund 480 m2, die künftig von den Ju Jutsu-Kämpferinnen und -kämpfern des PSV für ihr Training genutzt werden wird. Hier ist ausreichend Platz für zwei je 12 x 12 Meter große Trainingsmatten.

Diese können bei Bedarf auch weggeräumt werden, denn die attraktive Halle soll außerhalb der sportlichen Nutzung zukünftig auch für bis zu zehn Veranstaltungen pro Jahr genutzt werden. Deshalb wurde der im historischen Gebäude vorhandene Bühnenbereich im Wesentlichen erhalten, das Parkett aus Eichenholz wurde abgeschliffen und neu versiegelt und entsprechende Strom-, Daten- und Lautsprecheranschlussmöglichkeiten geschaffen. „Die Halle ist aber keine Versammlungsstätte nach Versammlungsstättenverordnung und Veranstaltungen dürfen hier nur mit engen bauordnungsrechtlichen Auflagen organisiert und durchgeführt werden“, erläuterte der Bürgermeister.

Die Karatekas vom PSV werden zukünftig in einer eigenen Karatehalle mit einer Größe von rund 185 m2 trainieren, die östlich an die große Halle anschließt. Hier wurde ein Sportboden als Schwingboden mit Parkett für optimale Trainingsbedingungen verlegt. Umkleide- und Sanitärräume für die PSV-Sportler sind ausreichend vorhanden, für Veranstaltungen gibt es noch zusätzliche Toiletten und die PSV-Geschäftsstelle hat künftig ihre Büros im 1. Stock eines an der Stirnseite der großen Halle gelegenen Gebäudeteils mit der neuen Anschrift René-Iskin-Ring 4 .

Die Gesamtkosten für den Umbau und die Sanierung des ehemaligen Kasinos zur neuen PSV-Trainingsstätte belaufen sich auf rund 3,26 Millionen Euro. Davon wurden 2,2 Millionen Euro aus EU- und Landesmitteln aus dem Förderprogramm für Ländliche Entwicklung (ELER) finanziert. Der Grundsatzbeschluss zum Bau einer Trainingsstätte für den PSV fiel im April 2013. Der Beschluss, dieses Bauvorhaben in dem ehemaligen Kasino umzusetzen, wurde ein Jahr später getroffen. Im Mai 2017 wurden Fördermittel bewilligt, die 2018 noch einmal angehoben wurden, nachdem sich herausgestellt hatte, dass im Ergebnis der öffentlichen Ausschreibungen das ursprüngliche Budget nicht ausreichen würde. Im Mai 2019 begannen dann letztendlich die Bauarbeiten, die Freigabe zur Nutzung durch das Bauordnungsamt lag im Januar dieses Jahres vor.

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Ursprünglich war geplant, dass auch der PSV-Kraftsportverein Räumlichkeiten für seine Fitness-Geräte im Kasino erhalten sollte. Letztendlich wurde aber entschieden, dafür Platz auf 140 m2  im ehemaligen Wachgebäude im Zugangsbereich zum heutigen Basdorfer Gärten-Gelände zu realisieren. Das Wachgebäude stammt nicht aus der NS-Zeit, sondern wurde in den sechziger Jahren durch das Ministerium des Inneren (MdI) errichtet. Seit dem Wegzug der Polizeifachhochschule stand das Gebäude leer. Das eingeschossige Gebäude wurde ebenfalls grundlegend saniert. Neben dem PSV-Kraftsportverein  hat der Basdorfer Ortsvorsteher Peter Liebehenschel jetzt hier sein Büro, es gibt einen größeren Gemeinschaftsraum für Veranstaltungen und Treffen und Räumlichkeiten mit weiteren 150 m2.

Ob hier, wie ursprünglich geplant, die Wohnungsverwaltung der Gemeinde einzieht oder die Jugendkoordination Räumlichkeiten für einen neuen Jugendclub erhält, ist noch nicht abschließend diskutiert. Im Kellergeschoss des ehemaligen Wachgebäudes gibt es insgesamt 16 Keller- und Lagerräume, die vermietet werden sollen. Die Planungs- und Baukosten für die Sanierung und den Umbau des Gebäudes für die zukünftigen Nutzungen beliefen sich auf rund 1,8 Millionen Euro.

Infos und verwendete Quelle: Gemeinde Wandlitz / Fotos: Wolfgang Rakitin

 

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