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Vortrag über die Erweiterungsbauten der Bernauer Gewerkschaftsschule

Info der Stadt Bernau

Bernau (Barnim): Am Donnerstag, dem 21. März 2019 lädt das Kulturamt um 19 Uhr zum Vortrag „Die Erweiterungsbauten der Bernauer Gewerkschaftsschule aus den sechziger bis achtziger Jahren“ des Berliner Architekturhistorikers Dr. Ulrich Hartung in den Kunstraum Innenstadt, Alte Goethestraße 3 ein. Der Eintritt ist frei.

Ein Vierteljahrhundert ist nach der Herstellung der Deutschen Einheit vergangen, doch noch immer gelten die DDR-Bauten als Produkte eines kaum vergangenen Gewaltsystems. Speziell ihre späten baulichen Zeugnisse stehen im toten Winkel der Betrachtung.

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Das gilt auch für die frühere Gewerkschaftsschule des FDGB in Bernau: Während der Ursprungsbau sorgfältig restauriert und die erste Erweiterung aus der Zeit um 1950 rücksichtsvoll behandelt wurde, blieben die jüngeren Ergänzungen pragmatisch in Nutzung, wurden überformt oder, wie das Gaststättengebäude gegenüber dem Meyer-Wittwer-Bau, abgerissen. Dabei treten die unter Leitung des Frankfurter Architekten Hans Albeshausen ab 1976 entstandenen Gebäude mit Form und Gliederung in einen dezenten Bezug zu dem wertgeschätzten Altbestand; das Montage-Prinzip zeigt sich an Unterkunfts- und Wohnbauten wie auch am Heizwerk in individueller Ausprägung. Diese Werte werden in ersten Forschungsergebnissen vorgestellt; es schließen sich Überlegungen zu ihrer Erhaltung in der weiteren Zukunft an.

Volksbedarf statt Luxusbedarf – Bernau und sein Bauhaus

Der Allgemeine Deutsche Gewerkschaftsbund (ADGB) beauftragte 1928 die Architekten Hannes Meyer und Hans Wittwer mit dem Bau einer Gewerkschaftsschule. Der Gebäudekomplex gilt als Musterbeispiel moderner Baukultur. In der Galerie Bernau erzählt die gegenwärtige Ausstellung „Volksbedarf statt Luxusbedarf – Bernau und sein Bauhaus“ die wechselvolle neunzigjährige  Nutzungsgeschichte der Bundesschule. Namhafte Architektur- und Kunsthistoriker beleuchten darüber hinaus in einer ausstellungsbegleitenden Vortragsreihe analytisch herausgehobene Aspekte der Historie des Bernauer Bauhaus-Ensembles. Innerhalb dieses Gemeinschaftsprojektes des Bernauer Kulturamtes und der Galerie Bernau finden die Vorträge wechselseitig im Kunstraum Innenstadt und in den Ausstellungsräumen der Galerie statt. Sie sind Teil des Begleitprogramms der Ausstellung „Volksbedarf statt Luxusbedarf – Bernau und sein Bauhaus“, die bis zum 5. April 2019 in der Galerie Bernau zu sehen sein wird.

Das gesamte Programm zum Jubiläumsjahr „500 – 100 – Von der Bauhütte zum Bauhaus“ unter www.geschichte-trifft-moderne.de

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