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Vorsicht bei grellem Sonnenlicht – Tipps zum Schutz von Kinderaugen

Tipps der Klinik für Augenheilkunde – Chefarzt: Priv.-Doz. Dr. med. Jörn Kuchenbecker

Bernau – Berlin: (Helios Klinikum) In der Sonne zu spielen ist für Kinder der schönste Sommerspaß. Bei viel Sonnenschein schützen die meisten Eltern ihre Kinder mit Sonnencreme und -mützchen vor Hautschäden durch einen Sonnenbrand. Nur wenige achten allerdings auf einen Schutz der Augen. Dabei kann die Sonne gefährliche Langzeitschäden an Kinderaugen verursachen.

Durch den Abbau der Ozonschicht nimmt die UV-Strahlung zu. Das grelle Licht birgt Gefahren, die viele Eltern nicht kennen. Bei starkem Licht sind die Augen, trotz Schutzmechanismen, oft geblendet.

„Vor allem Kinderaugen sind besonders empfindlich, da zirka 70 Prozent mehr UV-Licht auf die Netzhaut fällt“, sagt Priv.-Doz. Dr. med. Jörn Kuchenbecker,  Chefarzt der Klinik für Augenheilkunde im HELIOS Klinikum Berlin-Buch.

Kinder haben größere Pupillen, klarere Linsen und eine Netzhaut, die viele ungesättigte Fettsäuren enthält. Durch intensives Licht werden freie Radikale gebildet, die die Netzhaut nachhaltig schädigen können. Vor allem gefährdet sind Kinder, die am Wasser spielen, wo das Licht zusätzlich reflektiert wird.

Selbst am späten Nachmittag sollten Eltern ihren Nachwuchs nicht ohne Sonnenbrille aus dem Haus lassen. Durch die tiefer stehende Sonne scheinen die noch immer sehr intensiven Strahlen direkt auf die Augen. Auch der direkte Blick in die Sonne ist gefährlich. Die Linse des Auges wirkt hier wie eine Lupe. Sie bündelt das Sonnenlicht an einem Punkt auf der Netzhaut, so dass dort eine viel größere Strahlenbelastung auftritt.

Neben möglichen akuten Verletzungen drohen den Augen vor allem mögliche Spätfolgen wie der sogenannte Graue Star oder die altersbezogene Makuladegeneration. „Bleibende Schäden an Linse und Netzhaut sind schmerzlos und machen sich oft erst nach Jahren bemerkbar“, erklärt der Chefarzt.

Eine gute Kinder-Sonnenbrille hilft, die Langzeitschäden zu vermeiden. Beim Kauf sollten die Eltern auf die Qualitätsmerkmale „UV-400“ und das „CE“- Zeichen achten. Große Gläser aus Kunststoff mit einer braunen Tönung und einem Seitenschutz sind ideal und schützen vor seitlichem Lichteinfall.

Info via HELIOS Klinikum Berlin-Buch

Das HELIOS Klinikum Berlin-Buch ist ein modernes Krankenhaus der Maximalversorgung mit über 1.000 Betten in 24 Kliniken, sechs Instituten und einem Notfallzentrum mit Hubschrauberlandeplatz. Jährlich werden hier mehr als 51.000 stationäre und über 110.000 ambulante Patienten mit hohem medizinischem und pflegerischem Standard in Diagnostik und Therapie von Spezialisten fachübergreifend behandelt, insbesondere in interdisziplinären Zentren wie z.B. im Brustzentrum, Darmzentrum, Perinatalzentrum, der Stroke Unit und in der Chest Pain Unit. Die Klinik ist von der Deutschen Krebsgesellschaft als Onkologisches Zentrum und von der Deutschen Diabetes Gesellschaft als „Klinik für Diabetiker geeignet DGG“ zertifiziert.

HELIOS versorgt jährlich mehr als 4,7 Millionen Patienten, davon rund 1,3 Millionen stationär. Die Klinikgruppe verfügt insgesamt über rund 35.000 Betten und beschäftigt rund 71.000 Mitarbeiter.

 

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