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Verhindert ein Windrad ein neues Wohngebiet in Lobetal?

Bernau (Lobetal): Das Wohngebiet um die Einsame Kiefer in Lobetal, sollte nach Plänen der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal um 45 Baugrundstücke erweitert werden. Die Planungen hierfür sollen nun abgebrochen werden. Schuld sollen die hohen Emissionswerte der kürzlich errichteten 141 Meter hohen Windkraftanlage sein. Wir berichteten.

Ziemlich verärgert zeigte sich die CDU Bernau darüber und verlangt nun die Offenlegung etwaiger Gutachten und will das Thema in die Stadtverordnetenversammlung einbringen. Hierzu heisst es:

“Im Frühjahr 2015 wurde durch die Hoffnungstaler Stiftung Lobetal ein Antrag zur Ausweisung eines neuen Baugebietes in Lobetal eingereicht. Auf einer Fläche von etwas mehr als 4 Hektar sollten 45 Baugrundstücke und damit eine neue Heimat für mehr als 250 Menschen geschaffen werden. Unter dem Motto „Wohnen in Vielfalt“ waren Einfamilien-und Doppelhäuser sowie Reihen- und Mehrfamilienhäuser auch für Mieter vorgesehen. Mit der geplanten Wohn- und Bebauungsstruktur wurde eine Besiedelung und Belebung Lobetals durch die Herstellung von Wohnraum für zuziehende Menschen und deren dörfliche Integration und Inklusion angestrebt.

Wie jetzt im Ortsbeirat und den Fachausschüssen bekannt wurde, belegt ein schalltechnisches Gutachtens, dass sich die vorgesehene Wohnnutzung wegen der von einem südlich des Plangebiets gelegenen Mega-Windrades ausgehenden Immissionen nicht verwirklichen lässt. Die Investoren haben das Baugebiet für gescheitert erklärt. Das Bebauungsplanverfahren wird abgebrochen. Für die CDU Bernau ist klar, hier zerstört Windkraft ländliche Entwicklung.

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Besorgt über diese Nachricht zeigte sich der Lobetaler Stadtverordnete, Dr. Randolph Hankel: „Wenn das neue Baugebiet wegen der neuen Windkraftanlage nicht errichtet werden kann, frage ich mich, wer schützt die bereits hier seit 1998 lebenden Menschen. Für mich ist offen, ob auch die Anwohner des Wohngebietes An der einsamem Kiefer betroffen sind. Das muss geklärt werden.“

Die Bernauer Christdemokraten fordern die Offenlage des Gutachtens und werden dies zum Thema in der Stadtverordnetenversammlung machen. Auch über eine Kleine Anfrage an die Landesregierung werde nachgedacht, da überraschenderweise im Sommer 2015 nur drei Tage vor Satzungsbeschlüssen der Stadtverordnetenversammlung vom Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz die Genehmigung für die Errichtung des fast 200 m hohen Windrades erteilt wurde.”

 

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