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Redaktion Bernau LIVE

Streik im Brandenburger Nahverkehr kann bis zu 14 Tagen anhalten! –

           +++ Aktuelle Kurzmeldungen +++
> S-Bahn S2:  Bauzeitüberschreitung – ab Montag, den 16.09.2019, ca. 4:00 Uhr bis vsl. Dienstag, den 17.09.2019, ca. 01:30 Uhr SEV zwischen Buch und Zepernick <
> Veranstaltungen am Wochenende – (Beitrag) <
> S2, RE3, RB24, RE66: Bauarbeiten Brücke Zepernick – SEV am Wochenende (i) <
> Verkehr Schönow: Zufahrt zu REWE – Kreisverkehr wieder offen – über Elbestraße aus Bernau kommend <

Barnim: Rien ne va plus – Nichts rollt mehr im Barnimer Nahverkehr – Nachgefragt –

Wir haben mit dem ver.di Hauptverhandlungsführer Marco Pavlik gesprochen und die Situation hinterfragt.

Nur 5 der 120 betriebseigenen Busse rollten am heutigen Morgen von den 3 Betriebshöfen der Barnimer Busgesellschaft. Da half auch eine „Streikbrecher Prämie“ von 30 € / pro Tag nichts, welche der Geschäftsführer Herr Wruck seinen Angestellten anbot.

Im Gegenteil die Streikbereitschaft und der Zusammenhalt unter den Mitarbeitern ist ungebrochen.

Denn es geht um mehr, um viel mehr – Es geht um die Erhöhung aller Entgeltgruppen im Nahverkehr des Landes Brandenburg um monatlich 120 Euro brutto bei einer Laufzeit von 12 Monaten.

Es geht bei dem Konflikt auch um die Anerkennung des Berufes als Bus- und Straßenbahnfahrer, der im Land Brandenburg vergleichsweise wenig verdient.

Derzeit bekommt ein Busfahrer beim Berufseinstieg unabhängig vom Alter 1808€ Brutto, alle 4 Jahre rutscht er eine Entgeltgruppe weiter, bis er nach 20 Dienstjahren ein max. Brutto von 2400 € erreicht hat.

Die regelmäßige tarifliche Arbeitszeit beträgt in den meisten Betrieben zwar 39 Wochenstunden, jedoch durch die häufig geteilten Dienste und fahrplanmäßig bedingten „unbezahlten Zwangspausen“, sind tägliche Dienstschichtlängen von 11 und 13 Stunden die Regel.

Doch wie geht es weiter in der festgefahrenen Situation?

Das aktuelle Angebot des Kommunalen Arbeitgeberverbandes sieht eine Erhöhung von monatlichen 45 € Brutto für alle Entgeldgruppen vor.

Zu wenig findet Marco Pavlik Hauptverhandlungsführer der Gewerkschaft Ver.di!

„Ein akzeptables Angebot wäre eine Erhöhung von 70 € Brutto im Jahre 2015 und weitere 50€ für das Jahr 2016. Generell sei man aber auch bei einer anderen Kompromisslösung sofort bereit den Weg an den Verhandlungstisch zu finden. Denn auch Ver.di wäre eine schnelle zufriedenstellende Einigung aller Parteien lieber, als die derzeitige Situation.

Logistisch wäre eine Dauer des Streiks von 14 Tagen möglich, danach berät die Tarifkommission wie weiter verfahren wird. “

Bis dahin hofft man auf die Akzeptanz in der Bevölkerung

Wie uns das Landesamt für Schule und Lehrbildung Brandenburg bestätigt, sind alle Schüler während der Streikdauer durch eine schriftliche Bestätigung der Eltern, vom Unterricht entschuldigt.

Das Ministerium ruft aber dazu auf, das sich Eltern untereinander organisieren um ihren Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen.

Wir bedanken uns für das nette und ausführliche Gespräch am heutigen Morgen mit Marco Pavlik – Hauptverhandlungsführer der  Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di und der Auskunft durch Herrn Brede vom Landesamt für Schule und Lehrbildung.

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