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Redaktion Bernau LIVE

REWE ruft zum Plastikfasten auf – heute keine Obst- und Gemüsebeutel

Aktion zum Tag der Umwelt

           +++ Aktuelle Kurzmeldungen +++ 
Heute: Autorenlesung mit Michael Lüders – Hintergründe zum Syrien Konflikt – Beitrag
07:55 Uhr: S7 Von ca. 10.30 Uhr bis ca. 13 Uhr fahren keine Züge zwischen Ahrensfelde und Springpfuhl, es besteht SEV
Wetter am Mittwoch: Bis zu 16 Grad, meist sonnig, teils böiger Wind

Bernau (Barnim): Wie in unserem Morgenbeitrag bereits kurz berichtet, begehen wir heute den “Tag der Umwelt”.

Für einige hoffentlich ein kleiner Anstoß über das eigene Umwelt-Verhalten nachzudenken. Auch wenn es nicht immer leicht fällt, so kann ein JEDER etwas für eine bessere Umwelt tun. So zum Beispiel hin und wieder mal das Fahrrad nutzen und das Auto stehen lassen oder aber auch auf Plastik zu verzichten!

Dass z.B. Plastiktüten im Supermarkt relativ uncool geworden sind, wissen wir und viele verzichten auch mittlerweile ganz darauf. Etwas schwerer wird es hingegen am Gemüsestand. Gern ziehen wir uns ein kleines Tütchen aus der Rolle um unser Obst oder Gemüse zu transportieren.

Dem möchte am heutigen Mittwoch REWE in Brandenburg entgegenwirken. Zum heutigen Tag der Umwelt wird REWE alle Obst- und Gemüsebeutel testweise aus dem Angebot nehmen. Mit der Aktion will der Lebensmittelhändler für Mehrwegalternativen und „natürliche“ Verpackung sensibilisieren.

In einer Mitteilung von REWE heisst es hierzu:

Im Gegensatz zum deutlichen Rückgang bei der Nutzung von Plastiktragetaschen mit höheren Wandstärken nimmt der Pro-Kopf-Verbrauch bei dünnen Obstbeuteln aus Plastik leicht zu. Etwa 3,2 Milliarden verbrauchten die Deutschen 2017, der Pro-Kopf-Verbrauch kletterte laut Bundesregierung von 36 Beuteln (2016) auf 39 (2017).

„Wir möchten unsere Kunden animieren auf Mehrwegalternativen zu setzen, also ihre wiederverwendbaren Taschen oder Netze einfach zum Einkaufen mitzubringen. Es ist vielleicht nur ein kleines Zeichen, aber wenn jeder von uns etwas an seinem Alltagsverhalten ändert, können wir zusammen viel erreichen“, ist Isabell Kroll, zuständig für Nachhaltigkeit bei REWE in Brandenburg, überzeugt.

Alle 93 REWE- und 25 nahkauf-Märkte in Brandenburg nehmen an der Aktion teil. Mit Plakaten und Steckkarten an den Beutelhalterungen werden die Kunden informiert und zum Plastikfasten animiert. Insgesamt beteiligen sich im Osten Deutschlands knapp 570 REWE- und 140 nahkauf-Märkte an der Plastikfasten-Aktion (plus Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen).

Wiederverwendbare Taschen nutzen

Es gibt diverse Gemüsesorten und Früchte, die von Natur aus eine Verpackung mitbringen: Bananen, Zucchini und Zitrusfrüchte haben eine vergleichsweise robuste Schale, die sie auch beim Transport schützt. Für andere Lebensmittel wie lose Trauben und Kirschen empfiehlt sich jedoch eine Tragehilfe, die die Ware beisammen hält und schützt.

Aber muss diese Tragehilfe in Zukunft weiter der kostenlose, dünne Plastik-Knotenbeutel sein? Oder geht es auch anders? Das möchte REWE von seinen Kunden wissen und testet den Verzicht: Die Knotenbeutel in den Obst- und Gemüseabteilungen der brandenburgischen Supermärkte verschwinden für einen Tag komplett aus dem Angebot. Alternativ können Kunden bei REWE hygiene- und lebensmittelgerechte Mehrweg-Frischenetze (2 Stück für 0,99 Euro) kaufen, die das Unternehmen bereits im Herbst 2018 als wiederverwendbare Alternative eingeführt hat.

Vermeiden, reduzieren, verbessern

REWE ist sich der eigenen Verantwortung bewusst und hat vielfältige Initiativen zur Reduktion von Verpackungen und Ressourcenverbrauch gestartet. Sie lassen sich unter den Vorgehensweisen „vermeiden“, „reduzieren“ und „verbessern“ gruppieren. Die bekannteste Maßnahme ist sicherlich die Abschaffung der Plastiktragetaschen an den Kassen der Supermärkte im Jahr 2016, mit der REWE in Deutschland Branchenvorreiter war. Weitere sind: das Natural Branding von Süßkartoffeln, die Reduzierung von Folienstärken, die Umstellung von Folienverpackung auf Klebebanderolen/-etiketten bei Bananen, der Einsatz von Graspapier bei Schachteln verpackter Äpfel und Recyclat bei Plastikflaschen für zum Beispiel Flüssigwaschmittel. Auch bei Einwegverpackungen setzt der Lebensmittelhändler Zeichen und will bis 2020 sämtliches Plastik-Einweggeschirr aus dem Sortiment streichen.

Viele Verbraucher möchten bei ihrem Einkauf vor allem im Obst- und Gemüsesortiment auf Plastikverpackungen verzichten, sagen Studien. Ob sich die Studienergebnisse mit dem tatsächlichen Einkaufsverhalten decken, überprüft REWE aktuell im größten Unverpackt-Test Deutschlands: In rund 630 REWE- und nahkauf-Märkten in Baden-Württemberg, der Pfalz und dem Saarland wird seit Mitte April Bio-Obst und Bio-Gemüse weitestgehend ohne Plastik oder in umweltfreundlicheren Verpackungen angeboten. Das jährliche Einsparpotenzial liegt bei 90.000 Kilogramm Verpackungsmaterial, davon bis zu 60.000 Kilogramm Kunststoff.

Mehr Informationen zur Plastikreduktionsstrategie erhalten Sie u.a. auf www.rewe.de unter dem Navigationspunkt „Nachhaltigkeit“ und „Grüne Produkte“.

https://www.rewe.de/nachhaltigkeit/unsere-ziele/projekte/unverpackt/

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