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Redaktion Bernau LIVE

Radweg Wullwinkel – Biesenthal an der L200 offiziell freigegeben

Nach 10 Jahren Planung

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Biesenthal (Barnim): Verkehrsstaatssekretärin Ines Jesse gab am heutigen Mittwochvormittag den Geh- und Radweg zwischen Biesenthal und Wullwinkel offiziell für den Verkehr frei.

Der jetzt fertig gestellte ca. 2,7 km lange Abschnitt ist der Lückenschluss des Geh- und Radweges zwischen Bernau bei Berlin und Biesenthal.

Die Kosten liegen bei 1,1 Millionen Euro. Aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) wurde der Bau mit 508 Tsd. Euro unterstützt, das Land trägt 342 Tsd. Euro. Die Gemeinde Biesenthal beteiligt sich mit 280 Tsd. Euro.

„Es hat lange gedauert, um ans Ziel zu kommen. Jetzt ist der Radweg fertig. Das ist eine gute Nachricht vor allem für die Kinder und Jugendlichen, die hier täglich ihren Schulweg zurücklegen, ist die Strecke jetzt deutlich sicherer geworden. Für die Erwachsenen bietet es sich an, für kurze Strecken das Auto stehen zu lassen und stattdessen das Rad zu benutzen. Auch der Naturschutz hat bei dem Neubau eine Rolle gespielt, die hier lebenden Zauneidechsen wurden umgesiedelt“ sagte Staatssekretärin Jesse.

Für die Kosten von etwa 400 Euro je laufenden Meter, entstand eine Radwegbreite von 2,50 Meter außerorts und 2 Meter innerorts. Zudem wurden am Biesenthaler Ortseingang von (L200) eine Verkehrsinsel als Querungshilfe, ein Brückenbauwerk über den Sydower Fließ sowie Entwässerungsmulden oder Schutzplanken und in Teilbereichen ein neuer Straßenbelag gebaut.

Gut 10 Jahre hatten Bürgerinnen und Bürger sowie die anliegende Gemeinden für den Radweg gekämpft. Nun ist er endlich da!

Erster Asphalt für den Radweg zwischen Biesenthal und Wullwinkel
Foto: Detlef Matzke

Chronik und Rückblick des Radeweg Wullwinkel – Biesenthal

Vertreter von Stadt und Amt sowie engagierte Bürger haben sich seit Jahren unermüdlich für den Bau eines Radweges beim Infra­struktur­ministerium eingesetzt. Hierfür hält die Stadt Biesenthal bereits seit 2012 Mittel in Höhe von 116.000 € für den innerstädtischen Teil des Radwegs in ihrem Haushalt vor.

Rund 80 Prozent des Radwegs entlang der stark befahrenen Landesstraße 200 zwischen Biesenthal und Bernau sind bereits neu gebaut worden. In Wullwinkel müssen Radfahrer, die nach Biesenthal wollen, den sicheren Weg verlassen und auf die Landstraße ausweichen. Gerade für Kinder, welche die Biesenthaler Schule besuchen, ist dieser Abschnitt am gefährlichsten.

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Im Juni 2016, wir berichteten, verstarb ein Radfahrer in Wullwinkel an den Folgen eines Verkehrsunfalls in Wullwinkel.

Im Oktober 2016  folgten zahlreiche Teilnehmer dem Aufruf der Lokalen Agenda 21 um auf das Problem des fehlenden Radweges aufmerksam zu machen. Unter Ihnen Biesenthals Bürgermeister Carsten Bruch (CDU) oder die Landtagsabgeordnete Britta Müller (SPD).

Um die lange Wartezeit etwas sicherer zu überbrücken, wurde in der Biesenthaler SVV ein Antrag gestellt, der eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 70 km/h zwischen Wullwinkel und Biesenthal vorsieht. Diesem Antrag wurde seitens der Verkehrsbehörde statt gegeben und die Höchstgeschwindigkeit seit einigen 6 Monaten auf 70 km/h begrenzt.

Nach der Baufeldfreimachung wurde im März 2019 mit den Bauarbeiten begonnen.

Foto: Bernau LIVE – Besichtigung der Baustelle durch Ministerin Schneider

Bürgerforum Lokale Agenda 21 Biesenthal fordert schnellere Bauzeiten

“Dass letzten Teilstückes des Radweges von Biesenthal über Rüdnitz nach Bernau ist nun endlich fertiggestellt. Allerdings wollen wir an dieser Stelle erinnern, dass die Planung und der Bau des Radweges mehr als 10 Jahre und damit viel zu lange gedauert hat. Immer wieder wurde von den insgesamt vier VerkehrsministerInnen eine baldige Vollendung des Radweges versprochen, doch blieben Politik und Verwaltung über lange Zeit untätig. Als Reaktion gab es zahlreiche Fahrraddemonstrationen die nun endlich zum Erfolg führten.

Erinnern wollen wir an diesem Tag auch an den am 25. Juni 2016 vom einem Auto überfahrenen Radfahrer. Er erlag noch am Unfallort zwischen Biesenthal und Wullwinkel seinen schweren Verletzungen. Diesen Unfall hätte es mit einem Radweg nicht gegeben.

Für einen wirksamen Klimaschutz ist eine sofortige Verkehrswende unabdingbar. So müssen mehr Menschen ermutigt werden auf das umweltfreundliche Verkehrsmittel Fahrrad umzusteigen. Ein entscheidender Baustein dafür sind weitere sichere Radwege in Biesenthal und von Biesenthal in die umliegenden Orte: über Melchow nach Eberswalde, nach Lanke, nach Grüntal, nach Finow, nach Prenden und nach Marienwerder. Diese müssen nun schnell geplant und gebaut werden. Es darf auf keinen Fall wieder so lange dauern wie zwischen Biesenthal und Rüdnitz.”

Mit Informationen des Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung.

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