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Redaktion Bernau LIVE

Noch immer Munition am Wandlitzsee – Nächste Sprengung vor Ort geplant

Gemeinde Wandlitz

           +++ Aktuelle Kurzmeldungen +++
16:25 Uhr: Verkehrsunfall A10 – Potsdam – AS Hohenschönhausen
Verkehr A11: AS Joachimsthal in Richtung AD Kreuz Uckermark bis 28.10. gesperrt
Verkehr A10: 16./17.10., von 22:00 Uhr bis 5:00 Uhr, ist die A10 zwischen Dreieck Pankow und Mühlenbeck in beiden Richtungen gesperrt.
Verkehr A114: AS Bucher Straße in jeder Fahrtrichtung nur ein Fahrstreifen 
Wetter am Mittwoch: Teils dichter Nebel, Regen, bis zu 14 Grad

Wandlitz (Barnim): Auch wenn der Sommer eine kurze Bade- und Freibadpause einlegt, so ist leider noch immer das Strandbad Wandlitzsee geschlossen und das Freibad nicht nutzbar.

Wie wir bereits mehrmals berichteten, wird bereits seit Oktober 2018 der Uferbereich des Wandlitzsee von Spezialtauchern nach möglicher Munition abgesucht. 

Dass die Schließung begründet ist, zeigen immer wieder neue Funde von Kriegsmunition. Einige müssen sogar vor Ort gesprengt werden. So etwa am kommenden Dienstag. In der Zeit von 08-09 Uhr sollen zwei  Panzergewehrgranaten durch eine Sprengung entschärft werden. Erst im Juni wurden ebenfalls Granaten vor Ort gesprengt.

Derweil noch immer nach Munition gesucht – und diese auch gefunden wird, nehmen einige Menschen die Sperrungen nicht wirklich ernst. Wie zahlreiche Bilder vom vergangenen Sonntag im Internet zeigten, werden die Sperrzäune einfach geöffnet und mit Kind und Kegel wird Baden gegangen.

Wie leichtsinnig dies ist, zeigen die bisherigen Funde im näheren Bereich des des Strandbades. Am 14.03.2019 wurde seitens des Kampfmittelbeseitigungsdienstes die Beräumung einer Fläche von ca. 2.600 m² vor der Jugendherberge Wandlitz im Wandlitzer See abgeschlossen. Das Gesamtbruttogewicht der geborgenen und gesprengten Kampfmittel betrug in der Summe rund 95 Kilogramm zusätzlich 5 Kilogramm Schrott!

Strandbad Wandlitzsee: Munitionsbergung dauert an - Eröffnung verschoben
Foto: Bernau LIVE

Die Taucharbeiten finden aktuell von Montag bis Donnerstag jeweils über 10 Stunden/Tag statt. Zwei Tauchteams arbeiten unter Einhaltung der notwendigen Sicherheitsabstände parallel. Bei den Tauchgängen, wovon etwa 4 am Tag möglich sind, kann jeweils eine Fläche von etwa 5×5 Meter abgesucht werden.

Woher die große Anzahl an bisher gefundener Munition kommt, ist derweil unklar. Vermutet wird ein versunkenes Boot, welches irgendwann einmal solche Munition geladen hatte. Zeit- und strömungsbedingt, könnte es sein, dass der Ladungsinhalt über die vielen Jahre  / Archivso in Richtung der Strandseite getrieben wurde. Näheres hierzu wird zurzeit noch untersucht.

Wann die Suche abgeschlossen ist, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genau gesagt werden. Man geht aber davon aus, dass die Munitionssuche durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst der Polizei noch bis August 2019 andauern wird.

Weiterführende Infos der gemeinde Wandlitz.

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