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Neues aus Bernau – Waldfrieden, Birkholzaue und Bernau-Süd

Erreichtes und Pläne für die Zukunft

Bernau (Barnim): Neben der “großen” Stadtpolitik geraten unsere Bernauer Orts- oder Stadtteile manchmal ein wenig aus unserem Sichtfeld.

Dennoch gibt es auch hier zahlreiche Menschen, die sich Tag für Tag für ihren Wohnort einsetzen und sich diesbezüglich unermüdlich für Verbesserungen stark machen. Heute wollen wir ein wenig über Waldfrieden, Birkholzaue und Bernau-Süd berichten.

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Bernau Waldfrieden

Wer hier nicht wohnt, hat in der Regel vermutlich kaum etwas mit dem neuesten Ortsteil unserer Stadt zu tun. Es sei denn er geht ins Freibad oder fährt in Richtung Wandlitz.

Dabei hat der Ortsteil, welcher seit knapp einem Jahr auch sein eigenes Ortsschild besitzt, allerhand zu bieten. Als einziger Bernauer Ortsteil verfügt Waldfrieden u.a. über ein Schwimm/Freibad, es hat beinahe 2 Autobahnanschlüsse (Bernau-Nord / Wandlitz), die Autobahnpolizei hat hier ihr Revier, es gibt eine Autobahnmeisterei, eine Ausflugs-Gaststätte (Waldkater), das Barnim Gymnasium, das Oberstufenzentrum Barnim I, die IHK hat ihren Sitz hier, es gibt einen großen Sportplatz, ein Flüchtlingsheim, ein eigenes Blockheizkraftwerk, die Kunststoffe Bernau GmbH, eine eigene Homepage, viele kulturelle Veranstaltungen und Konzerte im Audimax und natürlich das fast weltberühmte Bauhaus-Denkmal von Hannes Meyer, welches in die Liste der UNESCO Weltkulturerbe aufgenommen wurde.

Um Waldfrieden weiterzuentwickeln, fand so z.B. im vergangenen Jahr ein Workshop statt. In diesem galt es festzustellen, inwieweit sich der Ortsteil qualitativ entwickeln könne. So sprach man gemeinsam mit Anwohnern u.a. über ein mögliches Konzept zur Vorbereitung der Nachnutzung des Flüchtlingswohnheims oder über den Ausbau eines Geh-/ und Radwegs in der Lanker Straße.

Anfang September diesen Jahres trafen sich Anwohner*innen im Bernauer Ortsteil Waldfrieden zum gemütlichen Zusammensein bei Kaffee und Kuchen unter freiem Himmel. Der von Ortsbeiratsmitgliedern gemeinsam mit der Waldfriedeninitiative organisierten Einladung zur Kaffeetafel waren zahlreiche Einwohner gefolgt. Bei anregenden Gesprächen, großer Auswahl an selbst gebackenem Kuchen und heißem Kaffee vergingen 3 Stunden wie im Flug. Man lernte sich untereinander noch besser kennen und konnte sich auch zu aktuellen Entwicklungen im Ortsteil austauschen.

Neues aus Bernau - Waldfrieden, Birkholzaue und Bernau-Süd
Kaffeetafel am 2. September / Foto: Jan Bernatzki

Dem folgte am vergangenen Samstag ein Rundgang durch den Ortsteil. Hierzu haben die Bernauer Stadtverwaltung gemeinsam mit dem Ortsbeirat Waldfrieden geladen.

Anliegen des Rundgangs war es, mit den Bürger*innen über ihre Wohngegend zu sprechen und wichtige Hinweise für die Erarbeitung des Ortsteilentwicklungskonzepts für Waldfrieden zu sammeln. Zur Debatte standen Fragen wie: Was ist gut in Waldfrieden? Was fehlt? Was kann verbessert werden? Was macht Ihren Ortsteil für Sie aus? begleitet wurde der Rundgang vom Planungsbüro slapa & die raumplaner. In den kommenden Wochen will man sich an die Auswertung machen und schauen was für die Zukunft möglich ist. (…)

Birkholzaue

Zugegeben, neben Ruhe, viel Grün und netten Einwohnern hat der Ort Birkholzaue nicht wirklich viel zu bieten.

1903 entsprang aus einem Waldgebiet kurz vor dem Ort Blumberg, ein kleines grünes Paradies für gestresste Berliner. Möglich machte dies die Verlängerung der Eisenbahnstrecke von Berlin nach Blumberg. Was einst als Kleingartenidyll mit dem Namen Kolonie Birkholzaue begann, ist heute der Bernauer Ortsteil Birkholzaue. 2018 zählt der Ort 519 Einwohner in etwa 350 Haushalten und 11 Straßen. Im Julie feierte der Ort seinen 115-jährigen Geburtstag.

Aber auch hie machen sich die Einwohner*innen stark für einen schöneren Ortsteil. Allen voran Ortsvorsteher Wolfgang Mischewski und sein Stellvertreter Reiner Grothe.

Nachdem im letzten Jahr zahlreiche in die Jahre gekommenen Straßen befestigt wurden und eine Asphaltdecke nun für einen ordentlichen Belag sorgt, klappte es nun auch mit dem Licht, bzw. mit einer vernünftigen Straßenbeleuchtung.

Wie wir Anfang 2017 berichteten, verfügte Birkholzaue über eine, sagen wir mal vorsichtig ausgedrückt, vollkommen marode Lichtanlage, welche dem kleinen Dorf seit gut 25 Jahren ihren treuen Dienst erwies. Doch trotz größter Pflegemaßnahmen seitens der Stadt Bernau, nagte der Zahn der Zeit an den Masten und so war es absehbar, dass Birkholzaue bald im Dunkel tappen würde.

Um dies zu verhindern, wurden die Bewohner befragt, ob sie mit einem Austausch der Straßenbeleuchtung und den damit einhergehenden Kosten einverstanden sind. Hierbei entschied sich ein Großteil der Bewohner gegen die Installation und die Übernahme der Kosten. Wie gesagt, ein Großteil der Bewohner, denn tatsächlich stachen in der Auszählung der Stimmzettel 3 Straßen hervor, welche eine deutliche Mehrheit für eine neue Lichtanlage verkündeten.

Die Besonderheit lag darin, dass die angesprochenen Straßen gar keine Beleuchtung- und die Anwohner ihr Taschenlampendasein in der Finsternis satt hatten.

Nun hätte die Stadt an dieser Stelle das Ergebnis der Befragung hinnehmen und die Bewohner des kleinen Ortes im Dunkeln stehen lassen können, wären im Nachhinein nicht zahlreiche Bewohner auf die Verantwortlichen zugekommen, um ihnen mitzuteilen, dass ihnen das Ausmaß ihrer Entscheidung erst nach der Stimmabgabe dämmerte.

So entschied man sich im Bauamt, die Birkholzauer erneut zu einem Informationsgespräch einzuladen und die Befragung erneut durchzuführen. Um es hier ein wenig abzukürzen, hat es dann doch endlich geklappt und man entschied sich gemeinsam den Ort zu beleuchten.

Voller Stolz präsentierte uns Ortsvorsteher Wolfgang Mischewski am vergangenen Montag nun die endlich funktionierende und moderne Straßenbeleuchtung, welche sich erstmals um 19:42 Uhr einschaltete. Angesichts der Vorgeschichte ein historischer Moment. (…)

Neues aus Bernau - Waldfrieden, Birkholzaue und Bernau-Süd
Straßenbeleuchtung in der Heinestraße / Foto: Wolfgang Mischewski

Bernau Süd

Auch wenn einige sich für Bernau-Süd als eigenen und selbstständigen Ortsteil aussprechen, so bleib es bisher “nur” beim Stadtteil für den sich seit letztem Jahr die nitiativgruppe “Bernau – Südstadt” stark macht.

Mit der Initiativgruppe möchte man eine Vertretung der Bernauer Südstadt schaffen- und schlummernde Entwicklungschancen wecken. Und so geschah es, dass sich eine Gruppe aus Anwohnern, Investoren und politischen Verantwortunsgträgern Im Jahr 2017 zusammenschloss, um ihren Stadtteil zu vertreten.

Wohn- und Gewerbegebiete, wie die Nibelungen, Gieses Plan, die Wohnsiedlung Süd, Pankebogen oder Wohnpark am Schönfelder Weg, die Entwicklungsgebiete bis ABA-Bernau-Süd, die Gewerbegebiete am Schönfelder Weg und mehr, benötigen mit ihren spezifischen Entwicklungspotenzialen eine kompetente und engagierte Bürgervertretung, so die Initiative bei der damaligen Gründung.

In regelmäßigen Abständen treffen sich die Mitglieder und interessierte Bernauer*innen zu Informations- und Beratungsgesprächen. So auch am vergangenen Dienstag.

Nach einer kleinen Begrüßungsrunde wurde das Projekt Stadtteilladen aufgerufen. Nach dem Vorbild verschiedener Stadtteilläden im Bundesgebiet möchte die IG Bernau – Südstadt gemeinsam mit der Stadtverwaltung den Aufbau einer solchen Soziokulturellen Begegnungsstätte in einem leerstehenden Ladenlokal im Sternenviertel in Angriff nehmen. Ziel ist es, das Zusammenleben der Einwohner im Kiez zu beleben und alle Einwohner egal welcher geburtlichen Herkunft oder sozialen Stand zusammen zu führen. Den Kirchen soll hier ein breites Betätigungsfeld eingeräumt werden.

Im weiteren Verlauf ging es um den Panke Park. Die IG wendet sich hier mit der Bitte an den Bürgermeister, von der Einrichtung eines Raumes für gesellschaftliche Anlässe in der Kita abzusehen und unserem Vorschlag an einer in Planung befindlichen Freilichtbühne, ein Gesellschaftshaus anzuschließen, zu folgen. Dieses soll eine Inklusionsgaststätte in Kooperation mit den Lobetaler Einrichtungen beinhalten, einen Raum für gesellschaftliche Anlässe und die Infrastruktur die für den Betrieb des Parks nötig werden, sowie einen Backshop.

Hintergrund: Auf dem Gelände des ehemaligen Heeresbekleidungsamtes entstehen zur Zeit 515 neue Wohneinheiten im Wohnquartier „Panke Bogen“. Gleich nebenan soll bis 2020 ein Kindergarten für etwa 150 Kinder entstehen. Dieser Tage werden hierzu vorbereitende Abbrucharbeiten durchgeführt.

Dieser wird zwei Bereiche umfassen: den Kitateil mit elf Gruppenräumen, diversen Funktionsräumen zum Werken, Spielen und Speisen sowie einer Küche. Und den öffentlich zugänglichen Bereich mit einem Treffpunkt für Vereine, einem Verkaufsraum und einem öffentlichen WC. Im Außenbereich sind ein Kita-Garten und diverse Stellplätze geplant, so die Stadt Bernau in einer Mitteilung.

Ein weiterer Punkt der Tagesordnung war die aktuelle und zukünftige Verkehrssituation.

Vom Durchstich unter den Bahngleisen in Richtung Südstadt, der Anbindung der Ladestraße an die Südstadt, dem ÖPNV – den Bushaltestellen und der Aufstellung von Wartehäuschen an unpraktischen Stellen bis hin zur Anbindung der BAB 11 an Südstadt und über die nördliche Ausfahrt am Pankebogen zog sich die Diskussion.

Die erwünschte Brücke an der Albertshofer Chaussee, der erhoffte 10 min. Takt der S 2 und Ertüchtigung der Ladestraße wurden ebenfalls besprochen. Klar positioniert sich die IG zur Abschaffung der Straßenausbaubeiträge. Im Fall des grundhaften Ausbaus der Krimhildstraße sollen die Fraktionen der SVV um einen Erlass der Beiträge gebeten werden. Dies vor dem Hintergrund der erhöhten Belastung der Anrainer durch die Öffnung der Straße zur Börnicker Chaussee. (…)

Neues aus Bernau - Waldfrieden, Birkholzaue und Bernau-Süd
Foto: Bernau LIVE / Allmie

Mit Infos der jeweiligen Ortsvorsteher, Andreas Neue, Stadt Bernau

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