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(K)ein Radweg zwischen Bernau und Schönow

(K)ein Radweg zwischen Bernau und SchönowBernau: Politisches Gipfeltreffen an der Gefahrenzone

Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub, dem das Wohl seiner zweiradliebenden Schützlinge sehr am Herzen liegt, initiierte eine Prüfung der vorhanden Radwege durch die zuständigen Verkehrsbehörden.Dieses hatte zur Folge, dass zahlreiche Radwege in den Gemeinden als unzureichend bemängelt wurden und so ihren Status als Radweg verloren. Kurzerhand wurden die Beschilderungen der betroffenen Wege entfernt und sind nun theoretisch nur noch als Fußwege nutzbar.

So erging es im Januar 2015 auch dem Rad- und Fußweg entlang der L30 zwischen dem Ortsteil Schönow und der Stadt Bernau.

Die Folge dieser Entscheidung ist weitreichend. Denn seit dem müssen Radfahrer ab einem Alter von 12 Jahren die stark befahrene Landesstraße benutzen. Diese trägt zwar eine hübsche Beschilderung, die ein Tempolimit von 50 km/h vorschreibt, doch wer die Straße kennt, weiß welche Gefahren auf Radfahrer lauern und wie sich Autofahrer manchmal daran halten.

Ein ganz besonderer Unfallschwerpunkt stellt die Ausfahrt des ortsansässigen Rewe-Marktes dar. Mehrere Einflüsse sorgen an dieser Stelle für ein regelmäßiges Verkehrschaos und Unfälle im Wochentakt. Betroffen sind hiervon vor allem Radfahrer, die aus verständlichen Gründen, eben doch den Fußweg nutzen und auf der besagten Ausfahrt oftmals aus dem Blickfeld der Autofahrer fallen.

(K)ein Radweg zwischen Bernau und Schönow

Um diesen besorgniserregenden Zustand ein Ende zu setzen, luden am gestrigen Nachmittag SPD Landtagspräsidentin Britta Stark, Schönows Ortsvorsteherin Adelheit Reimann und Bürgermeister André Stahl sowie Brandenburgs Ministerin für Infrastruktur und Landesplanung Kathrin Schneider zu einem Vororttermin nach Schönow ein.

In der Hoffnung eine schnelle Lösung für den Konflikt zwischen Rad- und Autofahrern zu finden, stellten sie der Ministerin die Problematik vor und benannten zahlreiche Lösungsvorschläge um die Situation zu entschärfen. So könnte ein Drängelgitter an der Stelle die Radfahrer zum Absteigen zwingen, eine weitere Möglichkeit, wäre die Beantragung einer Ausnahmeregelung, was zur Folge hätte, dass der Fußweg den Status eines Radwegs wieder bekommt.

Doch die Ministerin sah in einer Ausnahmeregelung keine Lösung des Problems, da diese erstens, schwer- und zweitens nicht zeitnah zu bekommen sei. Aus ihrer Sicht sei die Situation gesetzlich klar geregelt und verbannt Radfahrer auf die Straße. Im Zuge der örtlichen Straßensanierungen wird im Jahr 2018 sowohl die Landesstraße als auch der Rad-und Fußweg saniert und erhält damit seinen ursprünglichen Status zurück. Die hierfür benötigten Gelder, sagte Ministerin Schneider bereits zu.

Die erhoffte schnelle Lösung konnte somit an diesem Nachmittag nicht gefunden werden. Allerdings werde man sich in Kürze wieder zusammen finden, um eine zeitnahe Lösung für die Übergangszeit zu finden.

Fotos: Bernau LIVE

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