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Frühchen stehen im Mittelpunkt internationaler Experten

Internationales Expertenseminar für Kinderärzte, die Frühchen betreuen

In einer Mitteilung informiert Susanne Hansch vom Helios Klinikum Berlin-Buch über einen internationalen Kurs der sich mit der Sonographie des Gehirns bei Früh- und Neugeborenen beschäftigt und in Zukunft noch bessere Möglichkeiten der medizinischen Versorgung bieten soll.

Berlin-Buch: “Die Initiative EurUS.bran ist eine Gruppe europäischer Neonatologen, die spezialisiert sind in der Sonographie des Gehirns bei Früh- und Neugeborenen.

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Ziel der EurUS.brain Ultraschall‐Kurse ist es, erweitertes Wissen von Anatomie und Pathologie bei Früh- und Neugeborenen auf Expertenniveau zu vermitteln. Zwei Kurse fanden in diesem Jahr in Madrid und Genua statt, der dritte Kurs kürzlich im HELIOS Klinikum Berlin-Buch. Geleitet hat ihn Dr. med. Sandra Horsch, Oberärztin der Bucher Neonatologie, die auch Gründungsmitglied der EurUS.brain ist.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kommt eines von zehn Babys als Frühgeburt zur Welt. Als Frühchen gelten Kinder, wenn sie vor Ende der 37. Schwangerschaftswoche geboren werden. Dank des rasanten medizinischen Fortschritts sind die Chancen für das Überleben und eine gesunde Entwicklung auch von sehr kleinen Frühgeborenen in den letzten Jahren stetig gestiegen. Hirnblutungen und die sich anschließenden Veränderungen sind die wichtigsten Komplikationen der extremen Frühgeburtlichkeit. „Je zeitiger sie erkannt werden, desto eher kann der Neonatologe gegensteuern und helfen“, sagt Prof. Dr. med. Lothar Schweigerer, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im HELIOS Klinikum Berlin-Buch und Leiter des Perinatalzentrums. Dieser Bereich seiner Klinik versorgt jährlich zirka 70 Frühgeborene unter 1.500 Gramm im Perinatalzentrum mit der höchsten Versorgungsstufe (Level 1). „Durch neue Entwicklungen wird der Schädel-Ultraschall für die Frühgeborenenmediziner immer wichtiger. Das mit dem Kurs vermittelte Wissen verbessert weiter die Versorgung unserer kleinsten Patienten“, ist sich der Chefarzt sicher.

Der mehrmals im Jahr europaweit stattfindende, zweitägige Kurs richtet sich an Ärzte, die bereits Erfahrungen mit dem Ultraschall (Sonographie) haben. Er wird von der ESN (European Society of  Neonatology) zertifiziert. „Das erworbene spezielle Fachwissen geben wir in den Kliniken weiter“, berichtet Dr. med. Sandra Horsch. „Den Kurs in Berlin-Buch nutzen wir, um nachfolgend Neonatologen aus dem HELIOS Klinikum Berlin-Buch und in Zukunft auch anderen HELIOS Kliniken deutschlandweit auf hohem internationalen Niveau weiter auszubilden“, sagt die Fachärztin.

Kursschwerpunkt sind die sogenannten „Hands-on Sitzungen“: Sie geben jedem Teilnehmer direkt am Patientenbett auf der Neonatologie Gelegenheit zu intensiven Gesprächen mit den internationalen Tutoren. „Das Erlernen der praktischen Fähigkeiten steht im Mittelpunkt und ist zugleich Voraussetzung zum Erhalt des Zertifikats“, sagt Dr. Horsch. Die Teilnehmer erhalten bereits gut zwei Monate vor Kursbeginn ihr Lehrmaterial. „Jeder der drei bis vier Teilnehmer hat den Inhalt des sehr detaillierten und umfangreichen Lehrmaterials genau studiert, hier beim Kurs einen 15-minütigen Vortrag gehalten oder einen interessanten Fall aus der Neurosonographie des Früh- und Neugeborenen vorgestellt“, berichtet sie. Am ersten Kurstag werden außerdem neueste internationale Entwicklungen und Erfahrungen in der Neurosonographie des Früh- und Neugeborenen ausgetauscht.

International anerkannter Experte beim Kurs im HELIOS Klinikum Berlin‐Buch war Prof. Dr. med. Mickael Tanter aus Paris. Er ist Entwickler des ersten „ultrafast ultrasound“ – einer revolutionären Ultraschalltechnik, die in neuer Dimension die detaillierte Darstellung des Gefäßsystems im Gehirn und funktionelle Studien zulässt. Zu den Vortragenden gehörten Prof. Dr. med. Rahib Chaoui, Pränatalmediziner aus Berlin, und Prof. med. Pierre Gressens, Kinderneurologe und Experte für perinatale Hirnschädigungen, der zurzeit  in Paris und London tätig ist. EurUS.brain wird geführt durch Prof. Dr. med. Paul Govaert, Experte in der Neuroneonatologie und neonatalen Neurosonographie, Autor des Buches „An Atlas of Neonatal Brain Sonography“. Er ist derzeit tätig in der Sophia Universitätskinderklinik in Rotterdam/Niederlande, dem ZNA Middelheim Antwerpen/Belgien und dem Universitätskrankenhaus in Brüssel/Belgien. Die nächsten drei internationalen Kurse sind für 2017 in Oxford, Leiden und Stockholm geplant”… so Susanne Hansch vom Helios Klinikum Buch.

Das HELIOS Klinikum Berlin-Buch ist ein modernes Krankenhaus der Maximalversorgung mit über 1.000 Betten in 24 Kliniken, sechs Instituten und einem Notfallzentrum mit Hubschrauberlandeplatz. Jährlich werden hier mehr als 51.000 stationäre und über 110.000 ambulante Patienten mit hohem medizinischem und pflegerischem Standard in Diagnostik und Therapie von Spezialisten fachübergreifend behandelt, insbesondere in interdisziplinären Zentren wie z.B. im Brustzentrum, Darmzentrum, Perinatalzentrum, der Stroke Unit und in der Chest Pain Unit. Die Klinik ist von der Deutschen Krebsgesellschaft als Onkologisches Zentrum und von der Deutschen Diabetes Gesellschaft als „Klinik für Diabetiker geeignet DGG“ zertifiziert.





 

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