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Redaktion Bernau LIVE

Im Landkreis Barnim soll künftig die Notfallrettung entlastet werden

Info des Landkreis Barnim

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Triathlon: Der 1. Triathlon am Wukensee begeisterte Sportler und Zuschauer – mehr in Kürze

Bernau (Eberswalde): Wie der Landkreis Barnim mitteilt, soll in Zukunft die Notfallrettung im Landkreis entlastet und besser koordiniert werden.

Der Statistik nach fahren bei etwa einem Fünftel aller Einsätze die Rettungswagen unnötigerweise raus, da die Notrufe nicht immer Notfälle sind.

So gehen gehen bei der Regionalleitstelle NordOst viele Anrufe ein die mit Symptomen wie Bauch-, Hals- oder Kopfschmerzen oder Erkältungen und Übelkeit einhergehen. „Hier werden wertvolle Kapazitäten gebunden, die an anderer Stelle dringend gebraucht werden“, so Landrat Daniel Kurth.

Um dem entgegenzuwirken wurde nun eine technische Schnittstelle zwischen dem Notrufsystem der Leitstelle (112) und dem des ärztlichen Bereitschaftsdienstes (116117) der Kassenärztlichen Vereinigung des Landes Brandenburg (KVBB) geschaffen. Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichneten Landrat Daniel Kurth und KVBB-Vorstandsmitglied Andreas Schwark.

Seitens des Landkreis Barnim heisst es:

“Ganz konkret wird nun eine technische Schnittstelle zwischen dem Notrufsystem der Leitstelle (112) und dem des ärztlichen Bereitschaftsdienstes (116117) der Kassenärztlichen Vereinigung des Landes Brandenburg (KVBB) geschaffen, um Patienten an die richtige Stelle weiterzuleiten. „So ist eine medienbruchfreie Übergabe von Anruferdaten an das jeweils andere Versorgungssystem ermöglicht. Dies soll sicherstellen, dass erkrankte oder hilfebedürftige Personen immer in das Versorgungssystem gelangen, das zur Versorgung ihrer gesundheitlichen Einschränkung am besten geeignet ist“, erklärt Kurth das System.

Bisher mussten Anrufer, die Hilfe über die Notrufnummer 112 angefordert haben, aber keiner rettungsdienstlichen Einsatzindikation unterliegen, selbstständig für eine Kontaktaufnahme zum Bereitschaftsdienstsystem der KVBB sorgen. Dies führte in vielen Fällen zu Unverständnis bei den Betroffenen.

Die Schnittstelle ist bereits zwischen beiden Systemen installiert, aktuell aber noch nicht aktiv. In mehreren Systemtests konnte die Funktionalität geprüft werden, die Inbetriebnahme kann daher uneingeschränkt erfolgen. Derzeit kann ein Datenaustausch allerdings nur zu den Dienstzeiten des KVBB-Servicecenters erfolgen:

Montag/Dienstag/Donnerstag 19 bis 7 Uhr
Mittwoch/Freitag 13 bis 7 Uhr
Wochenenden und Feiertage 24 Stunden

Diese Dienstzeiten korrespondieren mit den Dienstzeiten des ärztlichen Bereitschaftsdienstes. Ab 2020 ist dann die Ausweitung des Dienstes vorgesehen. Dann soll er an sieben Tagen in der Woche 24 Stunden zur Verfügung stehen.”

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